Intermezzo am Abend (Mai 2011)

Endlich alles erledigt…Der Tag war anstrengend und ich freute mich darauf, es mir endlich auf dem Sofa gemütlich zu machen.  Er schaute kaum auf als ich ins Wohnzimmer kam und mich unter meine Decke kuschelte. Der Film schien ziemlich spannend zu sein. Ich blätterte ein wenig lustlos in der Fernsehzeitung  rum, als ich plötzlich seinen Blick auf mir spürte. Irritiert schaute ich ihn an. Sein Blick fixierte mich weiter und ich wurde ein wenig unruhig. Was sollte das? Hatte ich irgendetwas vergessen? Da von ihm nichts weiter kam, blätterte ich weiter. Ich wurde immer unruhiger, denn immer noch ruhte sein Blick auf mir. Eben war er doch noch so in den Film vertieft? Innerlich wurde ich immer unruhiger, denn ich konnte die Situation nicht einschätzen. „Ist was?“ fragte ich ihn. „Nein.“ Kam prompt seine Antwort. Aber was war das für eine Stimmlage? Da schwang etwas in seinem Tonfall…

Ich legte die Zeitung zur Seite und versuchte mich auf den Film zu konzentrieren. Er musterte mich wieder…. Intensiv, durchdringend. Die Stimmen aus dem Fernseher verschwammen zu einem Gebrabbel. Ich nahm nur noch ihn und seinen Blick wahr. „Geh nach oben und mach dich für mich bereit!“ Bestimmend klang seine Stimme durch den Raum. Und durch meinen Körper schoss wie ein Pfeil das Gefühl der Erregung. Allein durch die Worte und seinen Tonfall wurde ich feucht. Wir hatten vor einiger Zeit in die Welt des BDSM entdeckt, er als mein Herr, ich als seine Sklavin. Das er plötzlich uns aus heiterem Himmel in seine Rolle als Herr wechselte und so unseren normalen Alltag durchbrach, war für mich völlig neu. Aber genau das war es, wonach ich mich sehnte und was meinen Kick ausmachte.

Langsam richtete ich mich auf und schaute ihn dabei an. Er meinte es ernst - keine Frage. Sein Blick wurde noch durchdringender und seine Haltung strahlte eine Autorität aus, die mich völlig schwach werden ließ. Zögernd ging ich Richtung Tür. Die Stimmung lähmte mich. Ich war völlig in seinem Bann gefangen und wie gelähmt. Ein Kribbeln breitete sich in meinem Körper aus. Meine Erregung wuchs und ich wollte die Atmosphäre so lange wie möglich auskosten. „Ich erwarte, dass du in genau 30 Minuten im Schlafzimmer auf mich wartest. High-Heels, Hand- und Fußriemen, Augenbinde. Sonst nichts. Stell dich vor das Bett, die Beine gespreizt, die Hände auf dem Rücken. Ich will sofort wenn ich hereinkomme einen schönen Blick auf deine Titten und deine Fotze haben“. Mist, auf den High-Heels konnte ich doch kaum stehen und das wusste er genau. „Hast du mich verstanden?“ Sein Tonfall ließ keinen Widerspruch zu. „Ja mein Herr!“ antwortete ich ihm und verließ den Raum.

Schnell ging ich unter die Dusche und während das Wasser auf mich niederprasselte schossen tausend Gedanken durch meinen Kopf. Was hatte er nur vor? Totales Gefühlschaos breitete sich in mir aus. Ich war aufgeregt, auch ein wenig ängstlich, aber vor allem erregt. Genau diese dominante Art machte mich so an. Diese bestimmende Art, der ich mich nur unterordnen wollte. Benutzt werden, wie er es wollte. Seins sein…Diese Spannung, dieses Kribbeln, weil ich nicht wusste, was kommen würde. Dieses erregende Angstgefühl, die prickelnde Stimmung. Warum ausgerechnet diese blöden High-Heels? Insgeheim wusste ich sehr genau, warum ich genau diese Schuhe tragen sollte. Sie gefielen ihm an mir und ich hatte ihm zu gefallen. Und er wollte mich herausfordern und sich an meiner Hilflosigkeit aufgeilen...

Im Schlafzimmer suchte ich die erforderlichen Dinge zusammen. Ein Blick auf die Uhr, ich war genau in der Zeit. Ich zog die Handriemen und die Fußriemen an und achtete sorgfältig daran alles richtig zu verschnüren. Nicht auszudenken, wenn er etwas an mir auszusetzen hätte. Ich zog die High-Heels an, zog die Augenbinde über und stellte mich breitbeinig vors Bett. Ich schwankte ein wenig, versuchte aber wie gefordert die Beine schön weit auseinander zu stellen. Gar nicht einfach das Gleichgewicht so zu halten. So stand ich da und wartete. Und wartete. War das unbequem mit den Schuhen. Ein leichter Ärger machte sich in mir breit. Die halbe Stunde war doch schon längst rum. Und meine Füße. Und dennoch trotz des Ärgers, war da dieses Prickeln in mir. Ich könnte mich ja auch einfach hinsetzen. Ich würde ja hören, wenn er die Treppe hochkommt. Aber gleichzeitig wusste ich auch, dass das nicht in Frage kommt. Ich hatte meine Anweisungen.

Endlich hörte ich Schritte auf der Treppe. Und dann war es ruhig. Bewegte sich die Tür? Ich konnte es nicht sagen. Ob er sie geöffnet hat? Die Erregung schoss wieder durch mich. Und warum war ich nur so aufgeregt. Stand er in der Tür und musterte mich? Ich wurde ganz hibbelig und versuchte dennoch still zu stehen. Diese blöden wackeligen Dinger. Auf einmal hörte ich die Dusche prasseln. Ich war also doch noch allein und er war erst noch unter die Dusche gegangen. Erleichtert, doch nicht von seinem Blick gemustert zu werden sackte ich ein wenig in mir zusammen und stand ein wenig bequemer. Aber vielleicht hatte er auch nur die Dusche angemacht, um mich zu verwirren und stand doch da. Auf was hatte ich mich da eingelassen. Die Dusche hörte auf zu prasseln. Und dann hörte ich leise Schritte. Ein Luftzug. Jetzt musste er hier sein. Wieder war es ruhig. Aber jetzt konnte ich seine Anwesenheit ganz deutlich spüren. Ich musste schlucken.

„Mir gefällt was ich sehe. Das hast du gut gemacht!“ Erleichterung machte sich in mir breit. Wenigstens hatte ich alles zu seiner Zufriedenheit ausgeführt. „Na dann schauen wir mal, ob wirklich alles so ist, wie ich das möchte.“ Was? Hatte ich doch was vergessen? Ich war ein wenig verunsichert. Plötzlich griff er mir zwischen die Beine. Nicht schmerzhaft, aber auch nicht gerade zärtlich. Eher prüfend. Ein Lachen ertönte. Und dann war die Hand auch schon wieder weg. „Du kleine Schlampe. Ich hätte es wissen müssen. Du bist ja patschnass“. Ich merkte wie mir das Blut in den Kopf stieg. „Gut so. Besser als ich erwartet habe. Vielleicht sollte ich dich einfach sofort durchficken?“ Ich schluckte. „Dreh dich um. Beug deinen Oberkörper langsam vor, bis du dich am Bett abstützen kannst. Und dann streckst du mir schön deinen Arsch entgegen. “ Achduje…na der hat Ideen. Ich konnte doch gar nichts sehen und dann diese wackeligen Schuhe. Wie sollte ich denn da stehen bleiben. Dabei konnte ich es gar nicht erwarten seinen Schwanz in mir zu spüren. Ich drehte mich vorsichtig um und tastete nach dem Bett.

„Geht das nicht ein bisschen schneller? Ich habe keine Lust, solange auf dich zu warten! Hintern raus“ Ich hatte mich noch nicht richtig abgestützt, da spürte ich ihn auch schon dicht an meinem Hintern. Würde er wirklich sofort in mich eindringen? Ich streckte ihm meinen Hintern entgegen und fühlte ihn ganz deutlich. Er packte mich grob im Genick und drückte meinen Kopf in die Kissen. Verzweifelt versuchte ich meinen Halt nicht zu verlieren. Auf einmal ließ er mich los und ging einen Schritt zurück. „Nein, jetzt noch nicht. Auch wenn du es gerade richtig nötig hättest. Aber wir warten lieber noch ein Weilchen.“ War es Erleichterung, die ich spürte? Oder doch eher Enttäuschung? Zärtlich strich er mir über meinen Rücken und meinen Hintern, griff mir zwischen die Beine und spielte mit meiner Klit. Tat das gut…. Ich stöhnte ein wenig auf. „Ja, ja du kleine Schlampe, das gefällt dir wohl? Wer weiß vielleicht kriegst du ja heute noch eine Belohnung, aber die musst du dir erst verdienen." Sprach er und zog die Hand weg. „Steh auf! Dreh dich ein wenig nach links!“

Unsicher stellte mich hin und drehte mich. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. „Was soll denn das? Das andere links.“ Verflixt hatte ich mich wohl in der Richtung vertan. „So ist gut. Und jetzt  gehst du ein paar Schritte!“ Wie sollte das den funktionieren? Auch wenn ich mich in dem Raum auskannte: Ich konnte nicht sehen und mit den Schuhen bekam ich keinen Schritt zustande. „Ich sehe schon, das wird nichts! Das werden wir noch üben müssen! Zieh die Augenbinde ab!“ Schnell tat ich, wie mir geheißen. Und konnte wenigstens den Raum sehen. Ihn sah ich immer noch nicht, denn er stand hinter mir. „Wir werden heute ein wenig üben auf High Heels zu laufen. Ich möchte, dass meine Sklavin in jedem Schuhwerk eine gute Figur macht…und vor allem auf High Heels lege ich Wert. Du gehst jetzt bis zu dem Fenster, drehst dich um und kommst dann zu mir zurück“ Die wenigen Meter bis zum Fenster kamen mir endlos vor. Ich wackelte vor mich hin, konnte kaum das Gleichgewicht halten. Kurz vor dem Fenster drehte ich mich um. Nun konnte ich ihn sehen. Lederhose, freier Oberkörper und in der  Hand hielt er eine Reitgerte. Er musterte mich streng, als ich auf ihn zu wackelte. Anders konnte ich das beim besten Willen nicht nennen. Ich blieb vor ihm stehen. „Was hatte ich zu dir gesagt?“ Was meinte er nur? Ich stotterte verlegen „Dass ich zum ffffenster und wieder zrückkkkgehen solle?“ „Genau das habe ich gesagt! Und was hast du gemacht“ „Ich bbbin zum Fenster gegangen und wieder zurück!“ „Aha…“ Mit durchdringendem Blick sah er mich an und lies langsam die Gerte von oben nach unten über meinen Körper gleiten. „Bis du dir wirklich sicher?“ fragte er in einem leicht süffisantem Tonfall. Verlegen sah ich zu Boden. „Mhh, na vielleicht bin ich nicht ganz zum Fenster gegangen?“ „Wie bitte? Ich habe dich nicht gehört!“ Etwas lauter versuchte ich „Ich bin nicht ganz bis zum Fenster gegangen!“ „Ach…so was! Und du glaubst, dass kannst du dir so einfach erlauben?“ Missbilligend schaute er mich an. „Nein, mein Herr“… „Nein mein Herr…pfff…. Und warum tust du es dann?“ „Weil, weil-…“ „Sei ruhig, ich will keine Ausreden hören. Dass du es nicht schaffst dich auf diesen Schuhen zu halten, ist schon schlimm genug. Aber dass du hast einem eindeutigen Befehl von mir nicht  Folge leistest, das ist wirklich die Höhe! Du weiß, dass ich dir das nicht durchgehen lassen werde.“ „Ja, mein Herr“ antwortete ich unsicher. Er wollte mich bestrafen. Das hatte er noch nie getan. Was würde er nun tun? „Ich denke 10 Hiebe mit der Reitgerte sollten dir eindrücklich klar machen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn du meine Befehle nicht vernünftig befolgst. Lehn dich übers Bett!“ Ich drehte mich unsicher um, mir war ganz flau im Magen. Mir wackelten jetzt nicht nur die Beine, sondern auch die Knie. „Und da ich kein Unmensch bin, darfst du dir vorher die Schuhe ausziehen. Und vergiss nicht dich, später bei mir zu bedanken“

Mit Erleichterung nahm ich dies zur Kenntnis, zog schnell die Schuhe aus und legte mich über das Bett. Ich spürte wie die Gerte leicht meinen Körper berührte, dann ein Luftzug und autsch…menno tat das weh, dabei hatte er nur leicht zu geschlagen. Autsch, autsch…4..5..6…. warum machte ich das eigentlich? Wieso bin ich eigentlich auf die dumme Idee gekommen, dass mich Schmerzen erregen? Das tat doch einfach nur weh.  7….8….Ich merkte wie mein Herr kurz innehielt und mir zwischen die Beine griff. „Du bist wirklich eine kleine Schlampe…du bist so patschnass, dass es sogar Fäden zieht!“ Seine Stimme klang amüsiert, als die Gerte wieder durch die Luft zischte und mich erneut auf dem hinter traf…9…10…endlich. Erleichtert seufzte ich auf, ließ mich vor ihm auf die Knie nieder, senkte den Kopf und stammelte ein wenig verlegen „Danke für die Züchtigung mein Herr!“ fast liebevoll griff er mir ins Haar und meinte lächelnd. „Na dann schauen wir mal, ob du wenigstens zu etwas anderem zu gebrauchen bist. Öffne meine Hose. Mein Schwanz hat Lust auf dich“. Ich nestelte an seiner Hose rum und versuchte seinen Schwanz zu befreien. Als er mir entgegen sprang, packte mein Herr meinen Kopf und dirigierte so meinen Mund unnachgiebig genau dahin wo er ihn haben wollte. „Geht doch! Und übrigens, das mit den Schuhen wirst du jetzt täglich üben, damit das demnächst besser funktioniert. Und glaube mir, ich werde es überprüfen….“


Kommentare:


Noch keine Kommentare.

Einen Kommentar schreiben:

Bitte alle Felder ausfüllen!

Die e-mailadresse wird nicht veröffentlicht!
Dein Kommentar wird erst sichtbar nachdem er von einem Moderator freigeschalten wurde!
    FREKKJA
    Kurz zu den Fakten: Ich bin 1973 geboren und habe Anfang 2006 angefangen „mein“ BDSM zu leben. In meinem Blog möchte ich euch ein wenig an meinen Gedanken zum Thema BDSM teilhaben lassen.
Die neusten Artikel
     
  •   Abendliche Strenge (September 2013)
    Da stand sie nun – oder besser balancierte sie – denn ein wirkliches ... [mehr]
  •   Nur ein Ziel (September 2013)
    Sie hat ein Ziel: Ihm zu gehorchen. Denn Sie weiß, dass es Ihn ... [mehr]
  •   Ds aus Subsicht - Ein Erklärungsversuch (Mai 2013)
    Es ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen Ds erklären zu wollen. Zum ... [mehr]
  •   Erste Begegnung (März 2013)
    Er hat mich eingefangen. Gleich bei unserer ersten Begegnung passierte ... [mehr]
  •   Ds? (März 2013)
    Inspiriert durch eine Frage in einem Forum habe ich mich mit der Frage ... [mehr]
Neue Kommentare
     
  •   jo do schrieb am 06.03.2014
    Aus subsicht Liebe Frekkja, mich fesselt Deine Art zu schreiben und aus Deiner ... [mehr]
  •   Finden schrieb am 28.09.2013
    Erziehung Er erzieht durch das, was er sagt, mehr noch durch das, was er tut,  ... [mehr]
  •   SiNNlichkeit schrieb am 28.04.2013
    Die Tiefe... ...und Authentizität deiner Worte schürt die Sehnsucht, rüttelt aber ... [mehr]
  •   Carmantus schrieb am 04.04.2013
    Gedanken und Fragen Zwischen dieser Geschichte und der von mir gestern kommentierten ... [mehr]
  •   Carmantus schrieb am 04.04.2013
    Erste Begegnung (März 2013) Deine Geschichte hat mich sehr berührt, Frekkja - für mich ist sie ... [mehr]