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Der Neigungskompass hilft dir, deine Vorlieben im Bereich BDSM einzuordnen, und besteht aus drei Teilen. Der Rollentest fragt in kurzen Aussagen nach deinen Reizen und zeigt dir am Ende 43 Rollen, sortiert nach deinen höchsten Werten. Der Rollentest mit Paarvergleich ist derselbe Test, ergänzt um einen verschlüsselten Abgleich mit deinem Gegenüber. Der Fragebogen-Baukasten arbeitet mit Themen statt mit Aussagen. Du beantwortest dort jedes Thema getrennt für die aktive und die passive Seite, wählst aus 50 Anregungen und kannst bis zu 50 eigene Themen ergänzen. Die Neigungs-Visitenkarte fasst deine Vorlieben auf einer Karte zusammen, die du an beliebig viele Menschen schicken kannst und mit der andere ihre eigenen Vorlieben abgleichen. Alle vier Teile sind ein Anstoß zur Selbstreflexion und für Gespräche. Ein wissenschaftlich geprüftes Messinstrument sind sie nicht.

Deine Antworten gehen an keinen Server, Gentledom eingeschlossen. Die Auswertung läuft vollständig in deinem Browser, ohne Konto und ohne Datenbank. Der Test setzt keine Cookies und legt im Browser keine Daten ab. Mit dem Schließen des Tabs oder einem Neuladen der Seite ist alles gelöscht. Der Betreiber der Seite sieht beim Aufruf nur, was jeder Webserver sieht, also Adresse, Zeitpunkt und die aufgerufene Seite. Deine Antworten und dein Ergebnis erreichen ihn nie. Alle Codes, die zwischen euch wandern, verschickst du selbst, etwa per Messenger. In Links stehen sie hinter dem Zeichen #, und diesen Teil einer Adresse schickt der Browser nie an den Server. Inhalte anderer Anbieter wie Schriften oder Statistikdienste lädt der Test nicht nach.

Für jede Aussage oder jede Seite eines Themas wählst du, wie sehr sie dich reizt. Die vier Stufen von „Kein Interesse“ über „Etwas reizvoll“ und „Reizt mich“ bis „Großer Reiz“ gehen mit 0 bis 3 Punkten in die Wertung ein. Für jede Rolle bildet der Test den Durchschnitt aller Antworten, die zu ihr gehören, und rechnet ihn auf eine Skala von 0 bis 100 um. Jede Rolle steht dabei für sich, die Werte ergeben zusammen nicht 100. Übersprungene Fragen zählen nicht mit und verzerren den Wert deshalb nicht.

Zwei Antworten haben eine besondere Bedeutung. „Für das Gegenüber“ heißt, dass dich etwas selbst nicht reizt, du es deinem Gegenüber zuliebe aber mitmachen würdest. „Tabu“ heißt, dass etwas für dich nicht infrage kommt. Beide zählen in den Werten als 0 und erscheinen im Ergebnis in eigenen Listen, weil gerade diese Unterscheidung für Gespräche oft mehr sagt als jede Zahl.

Einige Werte entstehen rechnerisch. Switch entspricht dem kleineren der beiden Werte für Dominant und Submissiv, wer beide Seiten mag, landet dort also hoch. Vanilla setzt sich zu 60 Prozent aus eigenen Fragen und zu 40 Prozent aus dem Abstand zu allen übrigen Rollen zusammen. Im Baukasten ergeben sich Top und Bottom aus allen körperlichen Praktiken, je nachdem, ob du die ausführende oder die empfangende Seite reizvoll findest. Eigene Themen im Baukasten fließen in die Listen ein, in das Rollenprofil dagegen nicht.

Beim Paarvergleich seht ihr nur, was euch beide reizt, wo einer dem anderen zuliebe mitmachen würde und ob Wünsche auf Grenzen treffen. Alles andere bleibt verborgen, selbst voreinander. Technisch arbeitet der Vergleich mit einem Verfahren namens Private Set Intersection. Jede Antwort wird zu einem Merkmal umgerechnet und mit einem geheimen Einmalschlüssel gestempelt, den nur dein Browser kennt. Dafür nutzt der Test das Verfahren X25519 aus der Kryptografie-Schnittstelle des Browsers, dieselbe Mathematik, mit der verschlüsselte Messenger und sichere Webseiten arbeiten. Ihr tauscht in zwei Runden Codes aus, etwa per Messenger. Jede Seite stempelt die Merkmale der anderen nach, und weil die Reihenfolge der Stempel keine Rolle spielt, sehen gleiche Antworten mit beiden Stempeln gleich aus. Nur diese Übereinstimmungen lassen sich erkennen, alle übrigen Merkmale bleiben unlesbar.

Der Abgleich ist komplementär. Dein „fesseln“ trifft auf das „gefesselt werden“ deines Gegenübers, zwei Personen mit derselben Rolle ergeben dagegen kein Match. Damit das funktioniert, wählt eine Person A und die andere B. Konflikte zwischen einem Wunsch und einem Tabu zeigt der Test nur im Detail, falls ihr beide vorher zugestimmt habt. Ohne diese Zustimmung mischt der Test die Werte vor dem Zurückschicken, sodass ihr nur die Anzahl seht. Jeder Code wird mit Füllwerten auf eine feste Länge gebracht, damit seine Größe nichts über die Zahl der Ja-Antworten verrät. Jeder Vergleich nutzt neue Schlüssel und zwischen den beiden Runden muss der Tab geöffnet bleiben, weil der Schlüssel nur im Arbeitsspeicher liegt.

Der Vergleich hat Grenzen. Wer überall „Großer Reiz“ ankreuzt, sieht alle Ja-Antworten des anderen. Deshalb zeigt der Test beiden Seiten, wie viele Themen der andere bejaht hat, und weist auf auffällig viele Ja-Antworten hin. Wer immer wieder mit gezielt veränderten Antworten vergleicht, kann sich an die Antworten des anderen herantasten, das lässt sich technisch nicht verhindern. Ein Match ist eine Einladung zum Gespräch und keine Zusage, eine Grenze gilt immer. Das Verfahren setzt bewährte Bausteine nach einem bekannten Muster zusammen, eine unabhängige Prüfung durch Fachleute für Kryptografie hat es bisher nicht gegeben.

Über den Matches zeigt der Paarvergleich zwei Zahlen. Die erste sagt, wie viele deiner Wünsche zu deinem Gegenüber passen, die zweite, wie viele seiner Wünsche zu dir passen. Als Wunsch zählt jede Antwort mit „Reizt mich“ oder „Großer Reiz“. Erfüllt ist ein Wunsch, sobald die andere Seite ihn teilt oder ihm zuliebe mitmachen würde. Diese Gefälligkeiten weist der Test getrennt aus, damit niemand sie mit echtem Interesse verwechselt. Eine einzelne Prozentzahl verwendet er bewusst nicht, weil sie eine Genauigkeit vortäuschen würde, die zwei so unterschiedliche Antwortbögen nicht hergeben. Wer den Rollentest schon gemacht hat, kann sein Ergebnis direkt in den Paarvergleich übernehmen, ohne die Fragen noch einmal zu beantworten.

Im Baukasten erzeugt der Test aus deiner Auswahl einen Fragebogen-Code, den du deinem Gegenüber schickst, damit ihr denselben Fragebogen beantwortet. Eine Kennung aus acht Zeichen zeigt euch beiden, dass es wirklich derselbe ist. Im Link steht der Fragebogen hinter dem Zeichen #, diesen Teil einer Adresse schickt der Browser nie an den Server. Bedenke dabei, dass dein Gegenüber alle Themen sieht, die du auswählst, eigene Formulierungen eingeschlossen. Schon die Auswahl kann etwas über dich verraten.

Die Neigungs-Visitenkarte entsteht aus denselben Themen wie der Baukasten. Du kreuzt deine Vorlieben an, gibst dir auf Wunsch einen Namen oder Nick und ein paar Worte dazu und legst mit zwei Schaltern fest, ob Empfänger deine Vorlieben und deine Tabus im Einzelnen sehen oder nur als Zahl. Heraus kommen zwei Codes. Den Kartencode schickst du an deine Kontakte, den Bearbeitungscode behältst du für dich, um die Karte später zu ändern. Jede Änderung ergibt eine neue Fassung mit neuem Code. Bereits verschickte Karten bleiben, wie sie sind, und lassen sich nicht zurückholen. Wer den Baukasten beendet hat, kann seine Antworten direkt in eine Visitenkarte übernehmen.

Beide Codes enthalten deine Angaben selbst, als umgewandelten Text ohne Verschlüsselung. Die Schalter steuern nur, was die Karte anzeigt. Wer sich technisch auskennt, kann aus einem Kartencode alle Antworten auslesen, verborgene Tabus eingeschlossen. Eine Prüfsumme am Ende des Codes erkennt Übertragungsfehler, vor gezielter Veränderung schützt sie nicht. Der Bearbeitungscode ist eine Arbeitskopie und kein Schlüssel. Freiwillige Angaben wie Geschlecht, Beziehungsform, Erfahrung oder die ersten Stellen der Postleitzahl reisen mit der Karte zu allen, denen du sie schickst. Zusammen mit Nick und Vorlieben können sie dich erkennbar machen, deshalb gehört auf die Karte nur, was du wirklich teilen möchtest.

Wer eine Karte bekommt, kann sie lesen oder dieselben Themen selbst beantworten. Der Abgleich zeigt dann, wie viele der eigenen Wünsche zur Karte passen und wie viele Wünsche der Karte zu einem selbst, gezählt nur über Themen, die beide beantwortet haben. Wer dabei ankreuzt, was er sucht, erfährt außerdem, ob ihr Ähnliches sucht. Die Antworten des Empfängers bleiben auf seinem Gerät, die Person mit der Karte erfährt davon nichts. Aus dem Ergebnis entsteht mit einem Klick eine eigene Karte, deren Themen sich übernehmen, streichen oder durch eigene ersetzen lassen.

Dein Ergebnis kannst du kopieren, als Bild speichern oder auf dem Handy direkt teilen und als PDF drucken. Es landet dann auf deinem Gerät, mit dem Hinweis auf www.gentledom.de am unteren Rand. Auf Wunsch legt der Test einen Kalendereintrag an, der dich nach sechs Monaten unter dem neutralen Titel „Test wiederholen“ an einen neuen Durchgang erinnert. Überlege gut, mit wem du ein Ergebnis teilst. Alles, was du nach dem Test ausprobieren möchtest, gehört vorher nüchtern besprochen, mit einem Safeword und der Möglichkeit, jederzeit abzubrechen.

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