Neue Umgebung in Dunkelheit

Teil 1

Seit Wochen schon freue ich mich auf diesen einen Abend. Schon Tage vorher stieg ein Kribbeln in mir hoch und ließ mich vor Aufregung ganz zittern. Trotzdem kann ich das Grinsen bis heute in meinem Gesicht kaum mehr verbergen. Ich weiß, dass wir heute einen ganz besonderen Anlass haben, denn mein Dom hat einen Raum oder gar ein Haus gemietet, von dem ich nicht weiß, wo es ist oder wie es aussieht. Ich weiß die Adresse, durfte aber vorher nicht recherchieren, sondern musste auf den heutigen Tag warten, an dem ich die Adresse ins Navi eingebe und ohne Vorahnung dort hinfahre. Natürlich war ich neugierig, aber meine innere Sub hat die Kontrolle über die Neugierde gewonnen. Zumindest halbwegs. Einen kleinen Blick über Maps konnte ich mir nicht verkneifen – habe es aber sofort wieder bereut, da sowieso nichts zu erkennen war. Irgendwie wollte ich auch die Überraschung genießen und endlich mal nicht vorbereitet sein. Deswegen habe ich nicht weiter nachgeforscht. Schließlich weiß ich, welche Möglichkeiten in unserem Spielzimmer gegeben sind, aber nicht, welche mich heute erwarten.

Während ich mit zitternden Händen die Adresse in mein Navi eingebe, freue ich mich schon wahnsinnig. Ich bin froh Auto fahren zu können, denn das beruhigt mich und lässt mich entspannen. Gefühlte Stunden sitze ich im Auto, lausche der Musik und den Rädern auf dem Asphalt, bis ich in eine weiße Kieseinfahrt einbiege, in der ein kleines Neubauhäuschen steht. Es hat vermutlich nicht mehr als zwei bis drei Zimmer und sieht von außen unscheinbar aus. Die Vorhänge versperren den Blick ins Innere. Schade! Ich sehe auch das Auto meines Doms und plötzlich werde ich wieder ein bisschen nervös. Als ich langsam zur Tür gehe, merke ich, dass diese geöffnet ist. Auch rechts von Flur ist eine Tür geöffnet, sodass ich davon ausgehe, dort erst mal warten zu müssen. Der Raum selber ist hell gestrichen und auf dem dunkelhölzernen Bett liegen ein schwarzer Slip sowie dunkelrote Heels. Sofort frage ich mich verwirrt, wo mein Halsband ist, kann es aber nirgends in dem steril gehaltenen Raum finden. Ich ziehe mich aus und kleide mich mit seinen gewünschten Utensilien ein. Und nun?

Ich knie mich auf den Boden, lege meine Hände mit den Flächen nach oben auf meine Oberschenkel und schaue auf den Fliesenboden. Meine Haare trage ich heute offen. Ich merke wie sie sanft über meine nackten Brüste streichen. Wenige Augenblicke später höre ich Schritte und stocke kurz den Atem. Vor lauter Freude kann ich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Als er an mir vorbeigeht, nehme ich einen ledernen Geruch wahr und atme tief ein. Kurze Zeit später spüre ich, wie er mein ersehntes Halsband anlegt und das kalte Leder schmiegt sich an meinen Hals an wie eine zweite Haut. Auch eine Augenbinde legt sich über meine Augen und taucht meine Welt ins Dunkle. Während ich lausche fixiert er meine Hände hinter dem Rücken und gibt mir den Befehl ihm zu folgen. Ich komme wackelig auf meine Heels, fange mich aber schnell wieder. Mit seiner Hand in meinem Nacken folge ich und höre die klackenden Schritte meiner Schuhe auf dem Boden. Als er mich loslässt bleibe ich stehen und höre, wie sich eine Tür hinter mir schließt. Wie der Raum wohl aussieht? Am liebsten würde mir die Augenbinde runternehmen und den ganzen Raum inspizieren.

„Hast du dich vorher informiert oder recherchiert?“

Seine Stimme hallt durch den Raum und ich muss einen kurzen inneren Kampf mit mir führen, denn eigentlich habe ich ja nicht wirklich recherchiert.

„Ja, Herr“, gebe ich mit einer geknickten leisen Stimme dann doch zu. „Aber ich habe nur geschaut wo das Haus ungefähr liegt. Mehr nicht.“

Stille.

Die Schuldgefühle machen sich plötzlich in meinem Körper breit. Ich breche so selten Regeln und dieser Befehl war wirklich nicht schwer einzuhalten. Ich spüre wie seine Hände in meinem Nacken greifen und spüre ihn plötzlich ganz nah bei mir. Ich würde mich gerne entschuldigen, weiß aber, dass ich ohne Befehl nicht reden darf. Plötzlich drückt er mich grob auf die Knie und ich merke wie sein Glied an meine Lippen drückt. Ich öffne genussvoll meinen Mund, möchte ihm als Widergutmachung den besten Bj bescheren und freue mich gleichzeitig ihn trotz meines falschen Verhaltens beglücken zu dürfen. Seine Finger kontrollieren mich durch das Ergreifen meiner Haare und ich genieße den Schmerz und seine Geilheit.

Während ich in dem Genuss versinke, zieht er mich plötzlich an meinen Haaren hoch. Ich verkneife mir einen leisen Aufschrei und lasse mich von ihm durch den (gefühlt wirklich großen Raum) führen. Während er meinen Oberkörper über eine Art Bock legt, fixiert er meine Hände und Füße. Bequem ist anders und in dem Moment weiß ich, dass nun die Strafe folgen wird. Nach einer wirklich angenehmen Aufwärmphase spüre ich seine Hände auf meinem Körper und entspanne mit instinktiv und genieße jede einzelne Berührung. Seine Finger gleiten in mich und ich kann mir ein Stöhnen nicht verkneifen. Er massiert mich von innen und außen an der Klit und ich vergesse für einen kurzen Moment die wirklich unbequeme Stellung, in der ich mich gerade befinde. Jedes Mal, wenn ich kurz vor dem Orgasmus stehe, zieht er seine Finger zurück. Eine gefühlte Stunde befinde ich mich zwischen Himmel und Hölle und werde fast wahnsinnig.

„Bitte, Herr“, flüstre ich leise, weil ich es kaum mehr aushalte.

Von ihm kommt keine Reaktion und ein intensiver Schlag lässt kurz meinen Atem stocken.

„Du zählst jeden Schlag laut mit“, sagt er mit einer ruhigen Stimme.

Ich weiß nicht, wie viele Schläge es sein werden, aber ich weiß, dass er diese mit dem Schlagstock ausführen wird. Ich möchte mich dagegen wehren, doch die stramme Fixierung lässt keinen Spielraum zu. Mein gefürchtetstes Instrument brennt sich in meine Haut, während ich versuche bei jedem neuen Schlag stark und tapfer die Zahl zu nennen. 

 

Fortsetzung folgt... 


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    Ceerny
    Willkommen auf dem Blog der unendlichen Vielfältigkeit, mit einen guten Mix aus Realität und Fantasie. Setzt den Teekessel auf und habt viel Spaß beim Lesen. :)
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