„Du bist aber eine Wunschzettelsub!“ Ich merke an mir immer wieder, dass ich, wenn dieses Wort fällt, in mir sehr unangenehm berührt bin und auch aggressiv werden kann. Denn oft hört man dieses Wort, wenn sub nicht so funktioniert, wie Dom oder gar irgendein Außenstehender es als „richtig“ erachtet.
Meist ist es sehr angreifend und verurteilend gemeint und mit dem Unterton: Du verhältst dich als sub nicht Rollenkonform. Oft auch mit dem Unterton, sub hat bedingungslos zu gehorchen und Dom darf niemals Wunscherfüller sein, sonst stimmt irgendwas an der Rollenverteilung nicht. Dabei wird oft vergessen, dass es immer um ein Weg zwischen Menschen handelt, den diese miteinander aushandeln müssen.
Warum will ich ein Machtgefälle leben? Weil ich besondere Bedürfnisse und Sehnsüchte habe, die ich erfüllt haben möchte. Das ist die Ausgangssituation.Wenn ich mich in einer optimalen Situation befinde, in der ich weiß, dass meine Sehnsüchte und Bedürfnisse berücksichtigt werden, in der ich wertgeschätzt werde, in der bei beiden ähnliche Vorstellungen und Phantasien vorhanden sind, eine vertrauensvolle Atmosphäre herrscht und er mich erkennen will und mit MIR "spielt" und es mir sehr gut geht, dann braucht es keine ausgesprochenen Wünsche meinerseits. Denn meine Bedürfnisse werden ja erfüllt.Noch keine Kommentare.