Tagträume, 28.08.2008

Ich bin Single und ich habe grade Urlaub. Das ist eine Sch... Situation, denn wenn ich Zeit und Muße habe, meldet sich so ein Stimmchen der Geilheit, klopft in meinem Hirn an die Tür mit der Aufschrift: TRIEB und brüllt: „Hallo, werd mal wach da!“

Die Türangeln quietschen und ein sexy Häschen streckt den Kopf raus, reibt sich den Schlaf aus den Augen, ist kurz darauf putzmunter und sagt: „Bin ich – und was jetzt?“
DARUM kümmert sich aber der, der an die Tür geklopft hat, nicht die Bohne und vertraut darauf, dass dem sexy Häschen schon was einfallen wird.

Derzeit steht Playbunny aber noch unentschlossen im Türrahmen und wägt ab – soll sie wieder schlafen gehen? Oder doch auf Pirsch?
Ich bin ja eine Jägerin, ja, tatsächlich, ich hab diesen Jagd-Instinkt, aber um mal im forstwirtschaftlichen Jargon zu bleiben, die Waffe setzt Flugrost an, wenn sie nicht regelmäßig benutzt wird und immer nur die übliche selfmade Reinigungsprozedur durchzuziehen, nervt mich einfach.
Hab ich zwar dann dennoch letzte Tage gemacht, weil selbstgemachte Befriedigung ist ja immer noch besser als gar keine, aber zu zweit machts einfach mehr Spaß!

Heute war ich in der Sauna, das Tummelbecken für die wahre Wahrheit, die ungeschminkte, die echte, ungepuschte ... da fühl ich mich immer sauwohl, klassifizier mich immer so im Mittelfeld, es gibt welche, die sehen „besser“ aus, aber da laufen auch genug Menschen rum, da wisch ich mir den Schweiß von der Stirn und denk: „Faye, hast Glück gehabt.“

Ich bin echt wählerisch und auch wenn mir jemand vor die Flinte läuft, der gemessen am angeblichen Schönheitsideal als attraktiv zu bezeichnen wäre, heißt das noch lange nicht, dass ich den lecker finde.
Ich mein, ich hab jetzt auch echt keine andere Chance, als da mal ganz oberflächlich ran zu gehen, mir ist auch nicht immer nach Tiefsinn, ich kann mich in Form von Selbstgesprächen in meinem Kopf jederzeit und überall köstlich amüsieren.
Ich hör dann nämlich meine superspontanen Einschätzungen, wie z.B.: „Oh, geile Schenkelbürste!“ Ich steh nämlich auf Bart .... grins ... manchmal, nicht immer ... zwei Sekunden später taucht ein Grizzly im Whirlpool unter und es fängt in meinem Hirn an zu singen: „Dummdidumm, ich hab drei Haare auf der Brust – ich bin ein Bär.“ Und Bären kommen mir nicht an meine Haut.
Falls jetzt einer meint, mir den dezenten Hinweis geben zu müssen, dass ich doch auf Bart stehe und es doch egal ist, ob da noch mehr Fell wuchert, lautet meine Antwort: „Liebelein – NEIN!“ Und bitte ... keine Diskussionen über das, was geht, und das, was eben nicht geht.

Jedenfalls, ich und der Grizzly schwimmen da so im Pool rum und eh ich mich versehe, sind meine Augen zu (kann das Elend nicht mehr sehen) und beame mich weg (Scotty ist mein Freund).
Zack, bin ich im BDSM-Keller meines Hirns und spul eine Wiederholung meines Traumes von gestern Nacht ab. Das ist so ein Ritual von mir, wenn ich „Einschlafschwierigkeiten“ habe, spinn ich rum ... und meine Träume sind echt immer schön – bin ja auch die Regisseurin!

Jedenfalls (weiß der Geier, wer das Drehbuch geschrieben hat) lag ich in meinem Traum mit einem Dom ohne Gesicht (im Traum braucht der keins) im Bett, Löffelchenstellung a la Vanilla. Als Untertitel wird eingeblendet: Sub ist ein Morgensexmuffel, Dom leidet unter allseits bekannter MoPraLa (Anmerkung der Redaktion: Morgenprachtlatte).
Jedenfalls lieg ich da so nett eingekuschelt und bin geistig noch mehr im Nirwana als auf Erden, da wird sein Griff um meinen Körper ein bisschen enger, seine Hände greifen nach meinen Titten und er spielt Wecker in lautloser Form – ein kurzer Kniff in die Brustwarzen und Faye maunzt los.
Als hätte ich nicht damit gerechnet, landet im nächsten Moment seine Hand auf meinem Mund und er raunt mit seiner morgendlich belegten Stimme in mein Ohr: „Ruhe, kann heute Morgen keine Rücksicht auf dich nehmen!“

Sein Tonfall ändert alles ... da ist nix mehr mit Maunz-Versuchen meinerseits. Er ärgert mich noch zusätzlich, schiebt die Decke weg und ich fange prompt an zu frösteln. Aber er ist kein Unmensch und weiß sehr wohl, wie er meine Gedanken von dem Kältegefühl weglenken kann und klatscht mir ordentlich auf den Hintern und brummt: „Rausstrecken!“
Ich gehorche und schiebe ihm meinen Po entgegen. Eine seiner Hände zupft und zieht an meinem Nippel, die andere legt sich um mein Knie und öffnet meine Beine. Er massiert mir mit kräftigem Griff die Innenseite meiner Oberschenkel ... es ist wie ein aufwärmen ... bevor er mir die ersten kleinen Klapse versetzt, die sich immer mehr in die Mitte arbeiten – meine Mitte.
Er kennt meinen Körper, er weiß, wie er meinen Körper erhitzt und mein Gehirn außer Kraft setzt, manchmal fluche ich darüber, dass mein Körper immer, aber auch wirklich IMMER so auf ihn reagiert ... manchmal denke ich, er hat mich auf ihn abgerichtet. Ich weiß nicht wie, aber so fühlt es sich manchmal an.

Ja, manchmal haben Frauen ein bisschen Haue gern ... ich glaub, dann bin ich eingeschlafen ... und so war der Traum ja auch gedacht, als Einschlafhilfe. Ich schlafe dann mit angenehmen Gedanken ein und mein Gehirn vergisst nichts!
Ich wache nämlich mit fast dem gleichen Gedanken wieder auf! Hatte dann aber am Morgen irgendwie anderes vor und gönn mir nun im Pool den Spaß, den Traum an dieser Stelle weiter zu spinnen. Als ich die Augen aufmache, blicke ich direkt in die Augen von dem Grizzly, der sich wohl fragt, wieso ich so glücklich lächle.
Ich seh zu, dass ich aus dem Pool komme und schleich mich in die nächste Sauna, um meinen Trieb auszuschwitzen ... wird ja heute wieder mal nicht befriedigt. Welch Trauerspiel!

Echt, Männer, Doms ... wo seid ihr??? Hier verrottet eine Perle, eine herrenlose Gespielin, ausgehungert und bereit ... ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, nämlich: WENN ES PASST!!!!!!!!


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    Faye
    Faye ist derzeit zumindest virtuell untergetaucht. Daher wird es erst einmal keine neuen Veröffentlichungen geben. Der alte Blog bleibt aber bestehen und vielleicht greift sie diesen ja auch wieder auf. Ich denke aber sie schaut hier ab und an vorbei!
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