Was ist ein guter Dom?, 29.08.2008

Ich kritzle ein paar Stichwörter auf ein Blatt Papier und bin erstaunt, was da alles zusammenkommt:

Intelligenz – nicht Intellekt, mentalistische Fähigkeiten, vernetztes Denken, Fachkompetenz, fordernd + fördernd, `n Typ/`ne Marke, stabiler Kern, selbstbewusst, Selbstvertrauen, Führungskompetenz mit Autorität, Kommunikation/Verhandlungskunst, Kreativität (Überraschung versus Willkür), ZUVERLÄSSIGKEIT, MUT (Blablabla – MACHEN macht den UNTERSCHIED!), Gnade/Güte, Lob & Motivation & Anerkennung, ein NICHT-SCHWEIGER, der trotzdem mal die Klappe halten kann, er sollte stolz auf mich sein – und ich auf ihn, er muss mir Sicherheit und Schutz bieten können, er muss mich ZWINGEND aushalten können – sonst kann ich mich nicht fallen lassen, er muss irgendwie dieses Wechselspiel zwischen Distanz & Nähe beherrschen, er muss Kontrolle ausüben können, sowohl Selbst- als auch Fremdbeherrschung, letztendlich darf er mich NIE meines freien Willens berauben, so lange ich ihm DAZU nicht die ausdrückliche MACHT übertragen habe, Respektlosigkeit und Unhöflichkeit geht auch GAR NICHT!

Ich stutze, halte kurz inne, wundere mich, WIE VIEL da zusammengekommen ist und denke: „Pah, da sind sie wieder, deine ganzen, großen, wahrscheinlich VIEL zu GROSSEN Erwartungen, die eh keine Sau erfüllen kann! Kein Wunder, dass du keinen Partner hast. Man(n) kann ja nur an dir scheitern!

ABER, ich HABE versucht meine Ansprüche zu senken ... sie sind lästig wie Scheißhausfliegen, sie kommen einfach wieder, lassen sich nicht verjagen, nicht totschlagen, sie sind eben einfach da. Und es ist interessiert mein Inneres kein Stück, dass das so manches mal mit dem MENSCH-Sein, der Natur des Versagens, kollidiert.

Oft genug bin ich trotzdem all das, was ich selbst an Anspruch stelle und oft genug, bin ich trotzdem absolut menschlich und kann mit dem Versagen und Mensch-Sein meines Gegenübers ganz gut umgehen.

Ja, ich habe gelernt, auf die Schnauze zu fallen und mich wieder aufzurappeln ... es geht eh nicht anders, das Leben lässt einen aus diesem Kreislauf sowieso nicht raus!

Zu letzt schreibe ich noch auf: WECHSELSEITIGES DIENEN! Ja, da lande ich wieder irgendwie beim switchen und irgendwie auch nicht, denn wenn es passt, wenn es einfach FUNKTIONIERT, dann ist es vollkommen gleichgültig, wer oben und wer unten ist, denn es macht BEIDE einfach nur ZUFRIEDEN ... und wenn es ganz, ganz grandios läuft, dann macht es sogar GLÜCKLICH!


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    Faye
    Faye ist derzeit zumindest virtuell untergetaucht. Daher wird es erst einmal keine neuen Veröffentlichungen geben. Der alte Blog bleibt aber bestehen und vielleicht greift sie diesen ja auch wieder auf. Ich denke aber sie schaut hier ab und an vorbei!
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