Geschrieben von Innueno
In unserer Gesellschaft hat die Dominanz noch immer den Vornamen *männlich*. Zwar gibt es immer mehr Frauen in Führungspositionen doch werden sie zu Beginn eher leicht belächelt. Sie müssen weitaus mehr leisten, als es Männer in gleicher Position tun müssen. Teilweise ungeachtet von der Anzahl der Jahre, in denen Frau diesen Posten bereits bekleidet. Im BDSM nimmt die Zahl der dominanten Frauen zu. Es gibt immer mehr FemDoms, die sich ihre/ ihren Sub halten. Von einigen MaleDoms belächelt, von vielen respektiert. Frauen können allemal die Verantwortung für Kinder, Küche, Haushalt übernehmen. Ach ja, sie dürfen natürlich auch arbeiten gehen. Denn ihre Hausfrauenpflichten sind so anstrengend ja auch nicht. Gerade mal ihre Pflichten erfüllend, nennen sie sich plötzlich FemDom?! In einer immer noch männerbeherrschenden Gesellschaft wollen sie nun auch noch diesen Bereich „erobern“. Männer stehen für Kraft, DOMINANZ, Verantwortung gegenüber der Familie, sind Ernährer, sind geschaffen für Machtpositionen. Ein Klientel zu dem man (oder eher Frau) aufschauen muss. Passt das wirklich noch? Was ist mit den Männern, die sich in der ihnen angedachten Rolle gar nicht wohlfühlen? Oder mit denen, die sich im RL - trotz Verantwortung im Job, führen lassen wollen? Die es sexuell erregend finden, müssen sie die berufliche Rolle nicht auch noch Zuhause sein? Sprechen wir ihnen ihre Männlichkeit und männliche Dominanz dann ab? ***** Ist die weibliche Dominanz anders, ist sie härter, weicher als die männliche? Sind FemDom, die weibliche Subs haben einfühlsamer (gleich gestellt mit männlichen MaleDoms, die männliche Subs haben)? Ich bin FemDom und auch bekennende Kuscheldomme, wie es User im Forum letztens geschrieben hat. ;) Ich finde mich in vielen Themen wieder und kann und mag mal mehr und mal weniger dazu schreiben. Ich lebe nicht erst seit gestern BDSM und auch für meine Sub ist es kein Neuland. Mir fehlt der Austausch mit anderen FemDom. Wo habt ihr euch versteckt? Hypothetische Frage: können sich Doms/ FemDoms besser ins eigene Geschlecht hineinversetzen? Geschrieben von Innueno
Gentledom schrieb am 14.04.2015
Männer und Frauen sind verschieden und wegen einiger dieser Unterschiede gibt es auch andere Formen der Führung.
Für mich gibt es dabei aber kein besser oder schlechter sondern eben nur ein anders :)
BDSM kann körperlich sein, dies bedeutet es wird eine Überlegenheit an Kraft und Technik eingesetzt um sich körperlich durchzusetzen. Natürlich gibt es auch Frauen die stärker als ihr BDSM Partner sind, in heterosexuellen Beziehungen dürfte das aber recht selten der Fall sein. Frauen müssen daher in anderen Bereichen besser führen um dies auszugleichen. Ihnen wird nachgesagt härter zu spielen, unnachgiebiger und subtiler in ihrer Führung zu sein. Ich kann mir das durchaus gut vorstellen denn die meisten MaleDoms sind nach meiner Erfahrung durchaus von Sub manipulierbar.
Auf einer Party sehe ich persönlich mir übrigens lieber FemDoms bei einer Session an, das hat nichts mit einer etwaig verborgenen Neigung zu tun sondern damit, dass nach meiner Erfahrung diese Sessions abwechslungsreicher und spannender sind, wohin gehend fast alle MaleDoms auf einer Party einem recht ähnlichem Sessionplan zu folgen scheinen was ich eher langweilig finde.
Vielleicht sollten wir aber weg von den Geschlechtern und hin zu den Führungsstilen kommen. Denn sowohl unter den MaleDoms wie auch FemDoms gibt es immer wieder Ausnahmen die eben eher so spielen wie man es dem jeweils anderen Geschlecht zuordnen würde oder sogar in der Lage sind sich das beste aus beiden Führungsstilen anzueignen :)