Kontaktanzeigen im Internet - ein Selbstversuch (Teil II)

Facebook ist tot - hoch lebe Facebook.

Das ist zu mindestens mein Fazit in Punkto "Single sucht unkomplizierte Kontakte zum gemeinsamen Milchschaum schlürfen".

Doch es gibt ja noch mehr Portale ...

Ich melde mich in den großen zwei Portalen an, bei denen es vielleicht nicht nur um Milchschaum geht.

Das eine ganz in rot schwarz gehalten, das andere kommt etwas konfus in einem grün/grau daher. Von sinnvoller Bedienung beide weit entfernt, quäle ich mich durch die Profilgestaltung.

Eigentlich stehen sich die Nutzer der beiden Seiten - BDSM auf der einen, Swinger auf der anderen, - in meinen Augen ja ungläubich und voller Vorurteile gegenüber.

Ich habe selten einen BDSM'ler getroffen, der auch nur ansatzweise "richtige" Vorstellungen vom Swingergeschehen hatte. Anderes herum, stehen viele Swinger "hilflos" vor dem Thema BDSM. Diese Sichtweise zeigt mir eigentlich nur, wie wir mit Vorurteilen duch die Medien geprägt werden.  Aber das ist ein anderes Thema, das ich in einem anderen Beitrag bestimmt einmal aufgreifen werde ...

Doch zurück zu meinen Profilen ... Ich entschied mich auf beiden Plattformen annähernd das gleiche Profil, soweit systembedingt möglich, zu veröffentlichen.

Am Ende war es eine Mischung aus swingendem Milchschaum mit leicht dominanten Charakter.

Ich nutze erst einmal die "free" Versionen der beiden Portale - wohlgemerkt die kostenlosen Funktionen für Herren. In dem einem kann ich fröhlich vor mich hin voten, wobei die vorgeschlagenen Kontakte aus Hamburg, Berlin oder München aufgrund der räumlichen Distanz nicht wirklich Milchschaum affin sind. 

Im grün grauen Portal habe ich zumindestens die Möglichkeit in beschränkter Weiser User anzuschreiben. 

Ich nutze beide Versionen, für eine Nacht mal ein netter Zeitvertreib. Und nach einiger Zeit stellen sich die ersten Reaktionen ein. Manche sind so skurril, das sie einen herzhaften Lach-Schüttel-Anfall auslösen, manche machen Nachdenklich.

Ich will dem nicht vorgreifen, ein "Best-of" wird sicherlich hier in Kürze erschienen. Fakt ist nur, ich werde auch morgen und in den nächsten Tagen alleine meinen Milchschaum rühren - das ist auch gut so, denn ich trinke meinen Kaffee schwarz.

 


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    Eine Gedanken- und Zeitreise durch das Alltägliche und Besondere, mal melancholisch, meist reflektierend, schonungslos offen, mit einem Spritzer Ironie und Esprit.
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