Meine Gefühle darf ich nicht frei äußern – zu meinem Schutz. Denn es würde alles zerstören, vielleicht wendet er sich ab oder er nutzt meine Emotionen aus, um mich seelisch zu zerstören. Kaum jemand kann den Bordieemotionsüberhang aushalten – diese tiefen Gefühle, die wir entwickeln können.
Ich versuche, sie zu verdrängen, doch meine romantische Ader sucht sich ihren Weg, die Hoffnung blitzt aus einem dunklen Winkel hervor, formuliert Worte in meinem Geist, die Raum haben wollen. Die gesprochen werden wollen. Die gesagt werden wollen. Da ich es ihm nicht sagen kann, will es hier aufschreiben. Die Dinge, die für einen Wege zu zweit sprechen. Einen Weg, der alles beinhaltet: Liebe, Sex, Partnerschaft und Alltag.
Nun verbringst Du Deinen Urlaub weit entfernt von mir und ich verspüre Sehnsucht nach Dir. Verspürst du diese Sehnsucht vielleicht gerade auch? Werden meine Gedanken durch den Wind zu Dir herübergetragen übers Meer? Kannst Du den Hauch der Liebe spüren auf Deinem Körper? Wird der zarte Hauch ein leises Erzittern und eine Gänsehaut in Dir auslösen?
Ich weiß, es wäre nicht einfach mit uns zwei. Zwei, die ihren eigenen Kopf haben. Die ihr Leben leben wollen, nach ihren eigenen Wünschen. Wir beide, die wir so starre Vorstellungen vom Leben haben. Doch ich bin mir irgendwo in der Tiefe meines Herzens sicher, dass ich Dein Leben bereichern würde. Wie ein Puzzle fügen sich unsere Seelen und Träume ineinander.
Du begehrst meinen Körper sehr – auch nach diesem ganzen Jahr noch so sehr, wie bei unserem ersten Treffen. Und mein Körper sehnt sich nach Dir, wölbt sich Dir immer wieder lustvoll entgegen. Nur Du hast es bisher geschafft, mir mehrere Orgasmen an einem Tag zu schenken. Schon da hätte mir klar sein müssen, dass das keine reine Sexualität ist, sondern ein tiefes Begehren nach mehr. Denn doch nur so kann ich mich so tief fallen lassen.
Immer wieder verdränge ich meine Gefühle. Du machtest es mir einfach mit Deiner Distanz, Deinen zeitweise sehr harten Worte, die mich auf den Platz der Affäre verweisen. Ich weiß, Du hast Angst. Du betonst immer, wie zufrieden Du mit Deinem Leben bist, so wie es ist derzeit.
Dein Leben ist träge, viel Gewohnheit, sehr gleichförmig und nun komme ich. Mein wildes Wesen will Dich verführen, Dein Herz berühren, Deine Seele behüten. Ich weiß, es ist wilder und bunter und schwieriger mit mir. Doch Du kannst ungeahnte Tiefe und Nähe mit mir erleben – nie wirst Du jemals mehr geliebt werden.
Ich möchte Dich an meiner Seite wissen in meinem Leben. Nicht, weil ich allein nicht klarkomme, sondern weil es schön ist an meiner Seite. Weil das Leben noch fröhlicher zu zweit ist, weil ich mich so wohlfühle in Deiner Nähe – so sicher und gut behütet. Ich weiß, es ist schwer für Dich, Deine Sicherheit und Gewohnheit zu verlassen. Doch vielleicht gibt es eine Lösung für uns?
Gern würde ich Deinen Traum mit Dir leben – auf dem Land ein einsames großes Haus. Wir vermieten Zimmer, auch für SMler. Wir lieben uns jeden Tag, überall im ganzen Haus, Du nimmst mich, wann immer Du möchtest und doch bin ich Dir ebenbürtig. Biete Dir die Stirn, diskutiere mit Dir über die Welt und das Leben, genieße es auch, wenn wir schweigend miteinander den Tag verbringen – der Liebe des anderen sicher und die gemeinsame Zeit genießend.
Wir streifen durch die Wälder, vor uns läuft unser Kind glücklich und lachend, Zeit und Raum vergessend. Deine Sehnsucht nach der Großstadt stillen wir mit unseren regelmäßigen Aufenthalten in unserer Zweitwohnung dort, genießen dort Kultur und wilde exzessive Fetischpartys.
Ich begrüße dich mit einem strahlenden Lächeln, wenn Du von Deinen Radtouren nach Hause zurück kehrst. Ich will dich nicht einengen und genieße genauso meine freien Zeiten für mich allein mit meinen Hobbys, wenn Du zum Schwimmtraining gehst. Ach, ich bin so stolz auf Dich, wenn Du Deine Ziele so resolut verfolgst und Dein Körper mühelos durch die Fluten gleitet.
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