Es war ein schöner Sommerabend im August 2009. Ich fuhr für zwei Tage zu meinem damaligen Freund. Als ich bei ihm ankam, sagte er mir, er müsste mir etwas zeigen. Ich ging nichts ahnend hinter ihm her zu einem Zimmer, indem ich vorher noch nicht gewesen war. Es war immer abgeschlossen gewesen und ich hatte ihn nie gefragt, was denn hinter der Tür wäre.
Es war immer abgeschlossen gewesen und ich hatte ihn nie gefragt, was denn hinter der Tür wäre. Er schloss die Tür auf, nahm mich in den Arm und machte das Licht an. Zuerst erkannte ich nur das große, rote Bett, das vor uns stand. Er führte mich dann weiter und erklärte mich nebenbei, was BDSM ist und was er da eigentlich machen würde.
Ich hörte ihm die ganze Zeit zu. Ich war zu erschlagen von den ganzen Eindrücken, als das ich etwas hätte sagen können. Dann fragte er mich, ob ich ihm die Chance geben könnte, es mir zu zeigen. Ich nickte. Er nannte mir ein Wort, das ich sagen sollte, wenn es mir zu viel wird und er aufhören soll. Wieder nickte ich nur.
Er nahm meinen Kopf in die Hand und küsste mich. Es war irgendwie komisch, so hatte er mich noch nie geküsst. Während ich noch vollkommen in diesen Kuss vertieft war, griff er mit einer Hand in meine Haare und drehte mich um, sodass ich gegen die Wand hinter mir gucken musste. Dann sagte er, ich solle mich ausziehen.
Nur zögernd fing ich an, meine Kleidung auszuziehen und nur zu gerne hätte ich gesehen, was er in der Zeit aus einer Kommode hinter mir holte. Ich stellte mich wieder so gegen die Wand wie vorher und als er zurückkam, bemerkte ich, dass er anfing mit etwas weichem über meine Oberschenkel zu fahren. Nach kurzer Zeit hörte er auf.
Ich lehnte relativ entspannt an der Wand, bis der erste Schlag kam und gleich darauf der zweite folgte. Den Schmerz spürte ich erst, als er anfing, mit seiner Hand darüber zu streichen. Er legte das Ding (heute weiß ich, dass es eine Peitsche mit ziemlich weichem Leder war) beiseite und drehte meinen Kopf so, dass wir uns anschauten. Wieder küssten wir uns eine gefühlte Ewigkeit.
Dann legten wir uns ins Bett und redeten über das, was grade passiert war, wie ich fühlte, was er dabei gefühlt hat. Nach diesem Abend folgten noch vier Monate Beziehung, vier Monate, die ich nicht vergessen werde und die mir gezeigt haben, dass es der richtige Weg ist und dass ich das gefunden habe, was ich in meinem Leben vermisst habe.
Diesem Menschen bin ich sehr dankbar, auch wenn die Beziehung schließlich zerbrach und wir heute keinen Kontakt mehr zueinander haben.