Spielbeziehung oder Partnerschaft?

Ich glaube, die Sache mit der Spielbeziehung gehört für mich zu den großen Mysterien des BDSM. Egal, ob es sich um Literatur zum Thema oder um Kontaktanzeigen handelt – ich bin irgendwie verwirrt, dass so viele BDSMler eine Spielbeziehung suchen. Bei einem Vanilla würde man von Affäre sprechen, richtig? Aber Affäre und BDSM kriege ich nicht zusammen, jedenfalls nicht als etwas Grundsätzliches.

Affären finden meist heimlich statt, sind in der Regel nur auf Lustgewinn aus und auf den temporären, vielleicht auch regelmäßigen Spaß am Sex. Bei Affären gibt es normalerweise keine tiefere Bindung. Aber BDSM ohne tiefere Bindung? Und von einer tieferen Bindung würde ich sprechen, wenn man einander vertraut. Für mich hat BDSM immer mit Vertrauen zu tun. Liege ich bereits an diesem Punkt falsch?

Eigentlich will ich mich davon gar nicht abbringen lassen (und uneigentlich auch nicht). Wenn ich mich einem dominanten Mann hingebe, brauche ich Vertrauen in ihn selbst, in seine Fähigkeiten als Dom und in die Tatsache, dass er mir nicht schaden wird. Vertrauen ist für mich die Basis des Spiels (wenn wir es denn als solches bezeichnen wollen.) Wie aber funktioniert in einer Spielbeziehung Vertrauen, wenn sie doch mit einer Affäre vergleichbar ist?

Und warum eigentlich nicht Partnerschaft statt Spielbeziehung? Ist es vielleicht so, dass das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung eine gewisse Distanz der Beteiligten braucht? Distanz, die sich in einer Partnerschaft irgendwann nur noch schwer herstellen lässt? Oder Spielbeziehung, weil das häufige Partnerwechsel und immer wieder einen neuen Kick bringt?

Wenn die Distanz eine Rolle spielt, tut sie es dann für Dom und Sub im selben Maße? Warum ist Sub stärker gefährdet, sich dennoch zu verlieben (hab ich zumindest inzwischen mehrfach gelesen)? Weil Sub naturbedingt mehr Vertrauen in die Spielbeziehung investieren muss? Und weil Vertrauen fast zwangsläufig zu tiefen Bindungen und dadurch zu tiefen Gefühlen führt? Kann sich Sub gegen große Gefühle wehren, wenn sie auf „ihren perfekten Dom“ getroffen ist? Will Sub dann Partnerschaft und Dom weiter nur spielen? Geht das gut?

Ich für mich bilde mir ein zu wissen, dass mir eine Spielbeziehung nicht genügen würde. Ich kann mir die tiefe Verbundenheit, von der ich glaube, gemeinsamer BDSM würde sie auslösen, nicht mit einem Dom vorstellen, der morgen zur nächsten Sub wechselt. Für mich gehört BDSM in eine Partnerschaft – ja, das wird mir gerade bewusst.

Was um Gottes Willen nicht bedeutet, dass ich Spielbeziehungen verurteile. Jeder muss für sich entscheiden, wie er leben und wie er sein BDSM ausleben will. Aber ich möchte es gern verstehen. Ich möchte gern verstehen, warum so viele BDSMler die Affäre suchen statt die Partnerschaft. Wo doch im Grunde alle Welt nicht die Affäre favorisiert, sondern die Partnerschaft. Naja, natürlich nicht alle. Aber die Sehnsucht nach dem „Lebensabschnittspartner“ ist doch schon ziemlich verbreitet ;-)

Also bitte Leute, die ihr damit Erfahrungen habt, klärt mich auf! An welcher Stelle hab ich einen Gedankenknoten im Hirn?

PS: Gerade hat GENTLEDOM einen ausführlichen Beitrag zu seinem Verständnis von Spielbeziehung veröffentlicht ... lesenswert!


Kommentare:


Cleopatra schrieb am 12.01.2015


HALLO zusammen,

ich finde euren Beitrag sehr spannend. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man in eine Spielbeziehung nicht zwangsläufig auch Gefühle investiert und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man nach einer Session wieder in seinen Alltag als Ehefrau, Kollegin, Freundin - was auch immer - zurück kehrt, ohne nicht ein kleines Stück seiner Selbst an seinen Dom oder Sub zu verlieren. Für den Sub stelle ich es mir noch schwierischwieriger vor. Vertrauen heißt auch Gefühl. Und denkt man nicht zwangsläufig im Alltag..."wann bin ich wieder bei ihm / ihr"?
Ich persönlich finde diesen Spagat schwierig und denkt auch mal jemand an die beteiligten Partner?! Wie fühlt man sich als nicht BDSM Partner, wenn Mann oder Frau zu einer Session fährt / geht? Ich glaube, als Dom kann man dies leichter voneinander trennen, das Spiel und die Beziehung. Als Sub finde ich es fast unmöglich.
Aber wie es immer so schön heißt, das Leben ist nicht nur schwarz-weiß.

In diesem Sinne... Let's play and habe fun


Antwort auf diesen Kommentar

Liebe Cleopatra,

vielen Dank für dein Feedback auf diesen Beitrag. Das Thema scheint wirklich viele Leute zu berühren, wenn man mal die Vielzahl der überaus interessanten Kommentare dazu betrachtet. Und ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Ansätze man finden kann, um neu darüber nachzudenken.

Du hast eine solche neue Frage aufgeworfen. Wie fühlt man sich als Partner, wenn Mann oder Frau zu einer Session geht? Und wenn man selbst BDSM nichts abgewinnen kann?

Ich denke, eine solche Situation hat viel mit Verlustängsten, Eifersucht und Unsicherheit zu tun. Es kommt auf die Beziehung an und auf persönliche Stärke, wie sehr man sich in seine Gefühle hineinsteigert, in welchem Maße man sie zulässt.

Als derjenige, der zu einer Session geht, bin ich in der Verantwortung, meinem Partner die Sicherheit zu geben, dass die Session nichts an meiner Beziehung zu ihm ändert. Aber kann man das? Weiß man das vorher? Geht nicht auch eine Session u. U. viel zu tief, als dass daraus nicht mehr erwachsen kann, als eine Spielbeziehung?

Es sieht fast so aus, als hättest du Inspiration für einen neuen Beitrag geliefert, liebe Cleopatra. Mal schaun, was mir dazu demnächst einfällt.

In diesem Sinne nochmals herzlichen Dank für deine Anregungen und liebe Grüße!

Vicky

Claire schrieb am 01.11.2014


Hallo,
normalerweise bin ich nur stiller Mitleser, aber hier äußere ich mich auch einmal :)
Ja, es ist möglich, in einer Spielbeziehung das Vertrauen zu haben, BDSM auszuleben und sich fallen zu lassen. Spielbeziehung ist für mich gleichbedeutend mit einer Affäre und es kommt bei beidem darauf an, was man selbst für Vorstellungen hat. Mein Herr ist in einer festen Beziehung, ich selbst nicht. Ich möchte keinen Partner fürs Leben, da ich nicht an die große Liebe glaube und meine Unabhängigkeit brauche. Das Experiment Beziehung (jedoch ohne BDSM) habe ich ausprobiert und für mich festgestellt, dass es nichts für mich ist.
Es ist wunderbar, jemanden zu haben, dem ich tatsächlich uneingeschränkt vertraue (was vorher unvorstellbar war), mit dem ich meine Neigungen ausleben kann und mich wunderbar unterhalten kann. Jede Sekunde Zusammensein ist fantastisch, mittlerweile ist es auch mehr als nur das Spiel, welches uns verbindet. Dennoch bekomme ich den Cut zwischen Affäre und Alltag aus unerfindlichen Gründen ohne Probleme hin. Lange habe ich nach EIfersucht in mir gesucht, ohne sie zu finden. Manchmal wundere ich mich auch darüber, aber anscheinend ist diese "Beziehungsvariante" genau die richtige für mich.

Ich persönlich glaube, dass man für eine Spielbeziehung/ Affäre geschaffen sein muss. Wenn sich auch nur bei einem mehr Gefühle entwickeln (was wahrscheinlich sehr häufig der Fall ist), wird es schwierig, wenn der andere sie nicht erwidert. Das hat aber nichts mit BDSM zu tun.
Viele Grüße
Claire


Antwort auf diesen Kommentar

Danke für deinen Kommentar, Claire. Was du schreibst, bestätigt, dass eine Spielbeziehung im Sinne einer Affäre durchaus Erfüllung bringen kann. Ich bewundere, dass du trotz der Bindung deines Herrn weder eifersüchtig bist, noch Probleme hast, nach dem Spiel zurück in den Alltag zu finden. Das spricht für ein starkes Selbstbewusstsein und für ein gutes Händchen bei der Wahl deines (Beziehungs)Weges.

Alles Liebe für dich! Vicky

spjoy schrieb am 31.10.2014


Hallo Vicky,

danke für Deinen Kommentar.
Und auf Deine Frage: Ein klares, deutliches Jein! :-)

Ich merke, wir bleiben beim Begriff Spielbeziehung, o.k.
'Anonym' hab ich ins Spiel gebracht, zwar mit dem Attribut 'relativ' ist aber eher unglücklich ausgedrückt.
Es ist jetzt schwierig. Ich probier's mal mit Distanz im Gegensatz zu Nähe und beziehe das auf das gesamte soziale Umfeld der jeweils Beteiligten, also auch die Lebensbereiche außerhalb des BDSM. Siehe auch den Hinweis von Gentledom - kannte ich schon.

Ich glaube die Spielbeziehung ist in beiden Fällen möglich, erfordert nur jeweils andere "Einsätze". Das muss den Beteiligten vorbehalten bleiben. Ich habe das auch schon in einer privaten Kommunikation hier in der Com andiskutiert. Das hat mir auch sehr weiter geholfen. - Dank an die Beteiligte ;-)

Mal schauen, wie sich das bei UNS entwickelt, und was ich bereit bin hier öffentlich preis zugeben. ;-)

Was bei uns tatsächlich zu dieser Entwicklung, von 'geplanter' Distanz zu Nähe, geführt hat kann ich mir, glaube ich, erklären. Das kann und will ich aber hier nicht öffentlich schreiben.
Über das Ergebnis - vielleicht; - siehe oben.

LG spjoy




Antwort auf diesen Kommentar

Dann bleibt es also spannend, wie sich das bei euch entwickelt. Und was die Spielbeziehung betrifft, hat sie so viele Facetten, dass sie schwierig zu definieren bleibt.

Alles Liebe für euch, spjoy! Vicky

Ruby schrieb am 31.10.2014


Also, (Ich) nach 6 Jahen Spielbeziehung (ohne GV, AV und OV) und vielen vielen anderen Menschen die ich kennengelernt habe (M/F, F/F + Bi/Hertero/Homo war alles dabei), kann ich eindeutig sagen, das eine Spielbeziehung absolut keine Affäre ist. Aber es dennoch die Affäre bei BDSM gibt, nämlich dann, wenn man es heimlich macht und keine der Partner bescheid weiß. Das muss man hier wirklich unterscheiden, denn eine Offene Beziehung ist nichts verwerfliches wenn bei damit klar kommen. Bei zwei Singles ist ja eh ....

Zweitens, eine Spielbeziehung unterscheidet sich im Maximum, nur in dem Punkt, das es keine "Partnerschaft" ist. Bis dahin ist aber alles vertreten von ohne Ficken oder mit Ficken, tiefe Freundschaft, Tür-Beziehungen, ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger. Aber wie schon gesagt offen und das muss auf beiden seiten so sein, sonst unterstützt man nur jemanden beim Fremdgehen.

Spielbeziehungen sind ein komfortabler Ersatz, man bekommt eigentlich alles was man will/braucht und hat dennoch nicht wirklich eine Verpflichtung. Auch wenn man eben alleine ist, dann bekommt man so zumindest einen Teil dessen, was aus meiner Sicht das Leben erst lebenswert macht (Nein nicht BDSM obwohl das auch dazugehört bei mir), man hat einen Menschen dem man dann wirklich nahe steht und Interesse an einem hat. Solange es halt passt und man kann sich dennoch nach einer/einem Partnerin/Partner umsehen ohne Zwänge.

Und warum sie eher beliebter sind als Partnerschaften? Da muss man sich doch nur umsehen, Qualität ist rar geworden und je nach Neigung braucht man dann eine Leiter, oder man gibt sie am besten gleich den Kopfschuss und hofft nicht mehr auf diesen Planeten wiedergeboren zu werden.

Liebe Grüße
Ruby


Antwort auf diesen Kommentar

Auweia, Ruby - nix Kopfschuss! Wir wollen weiter von dir hören bzw. lesen!!!

Aber du hast schon recht, es ist schwierig, einen passenden Partner zu finden - so verstehe ich jedenfalls deine Worte. Und mit passend ist in diesem Fall ja auch eine ähnliche sexuelle Neigung gemeint. Denn wenn Partnerschaft, suchen wir ja nach dem Optimalen ...

Spielbeziehung als Ersatz für Partnerschaft kann ich gut nachvollziehen. Wenn sie so funktioniert, wie du beschreibst, mit Emotionen und Tiefgang und Freundschaft. Eben jenen Attributen, die uns am Miteinander so wichtig sind, die wir brauchen, um uns wohlzufühlen, auch im Single-Dasein.

Ich bin einverstanden, wenn wir uns darauf einigen, dass eine Spielbeziehung eben keine Affäre ist. Es gab neben deinem auch andere Kommentare, die darauf hinweisen.

Danke für dein Feedback, Ruby. Ich freue mich darüber :-)

Liebe Grüße, Vicky

spjoy schrieb am 31.10.2014


Eine sehr interessante Fragestellung.
WIR diskutieren das gerade auch sehr. Auf die Hintergründe will ich hier nicht eingehen, aber wir haben beide die "Spielbeziehung" gesucht. Die (realen) Lebensplanungen sollen aufrechterhalten werden. Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Hier ist der Dom im Rückstand.
- Einwurf: Spielbeziehung wird hier als Alternativauswahl angeboten. Ehrlich, ich habe mir nichts dabei gedacht. -
Was ist passiert. Aus dem, unreflektiertem Ansatz der, möglicherweise, gewünschten relativ anonymen Lust- und Sehnsuchtserfüllung ist nichts geworden. Wir haben erkannt, dass für uns, und ich betone das ausdrücklich, das muss jeder für sich entscheiden, Emotionen und Vertrauen unabdingbar sind. Die Dynamik am Anfang der Kommunikation war 'beängstigend' schnell. Wir haben uns ein paar Mal getroffen, wissen unterdessen mehr voneinander als unsere Partner, werden den eingeschlagenen Weg weitergehen. Allerdings mit einem gegenseitigen Vertrauen, das vieles zulässt.
Ob das jetzt das wird, was wir ursprünglich wollten? Kann es schon nicht mehr aufgrund des Ablauf; der Weg zum Ziel hat sich geändert. Wird es die Erfüllung?
Ich kann es noch nicht sagen.
Wir wollen es und wünschen es uns.
Ist das jetzt verwerflich?


Antwort auf diesen Kommentar

Nein, auf keinen Fall verwerflich - wobei ich das auch eher als eine rhetorische Frage betrachte ;-) Danke, dass ihr eure ursprünglich als Spielbeziehung geplanten Erfahrungen mit uns teilt. Zumal dieser Beitrag deutlich macht, dass es bei der Frage, ob eine Spielbeziehung erfüllender ist als eine Partnerschaft oder umgedreht, kein Richtig oder Falsch gibt. Sondern nur den Weg, der für die Beteiligten eben gemacht ist.

Bei euch wirkt es, als hätten sich zwei gefunden, die vom ersten Moment an gut zueinander passten. Offensichtlich hat es deshalb nicht funktioniert, eine gewisse Anonymität und Distanz zu wahren. Im Umkehrschluss bedeutet das für mich allerdings auch, dass du, spjoy, diese Attribute einer Spielbeziehung zuordnen würdest, richtig?

Wie auch immer - es wäre sehr spannend für mich zu lesen, wie es mit euch weitergeht. Wie sich eure Beziehung entwickelt. Lasst gern wieder von euch hören :-)

Liebe Grüße, Vicky

Gentledom schrieb am 31.10.2014


Mir fällt da direkt noch ein Artikel zu dem Thema ein: http://www.gentledom.de/blog/Blogartikel/Offener-Blog/spielbeziehungen-ist-weniger-nicht-doch-manchmal-mehr-402/

Auf jeden Fall ist es ein Dauerbrenner ;)


Antwort auf diesen Kommentar

Danke für diesen Hinweis, Gentledom! Ein Artikel, der sehr eindringlich beschreibt, dass eine Spielbeziehung erfüllend und in bestimmten Situationen sogar angemessen sein kann. Dass sie zweifelsohne auch eine Herausforderung für die Beteiligten im Hinblick auf Verständnis füreinander und Empathie darstellt. Empfehle ich auch allen, die hier mitlesen.

Liebe Grüße, Vicky

Wounded-Angel schrieb am 30.10.2014


Danke Vicky ;-) ( ich werde grade rot ) :-)
Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten und muß dir sagen auch BDSM'ler haben auch durchaus Vanilla:-) SEX nicht das du jetzt denkst ich bin täglich gefesselt und bekomme Haue oder dergleichen.
Ja, ja die sache mit dem verlieben (grins)
Es gibt bestimmt Männer die sich schnell verlieben können und die es tatsächlich auch aussprechen können ABER bedenke!
,,Frau'' oh ja Schmetterlinge im Bauch er ist ja so toll u.s.w u.s.w. :-) (lach)
,,Mann'' oh wie schön sie ist, ja ich liebe dich, spricht er aus ABER jetzt kommt's
wann kann ich die ........(such dir jetzt was aus! Frau, Schnecke, Maus u.s.w.) flachlegen!
Sorry die Herren, nicht böse sein aber ich bin hier anonym (grins)
ok es gibt Ausnahmen!!!!!
Naja und die Sache Dom und Sub
glaube mir stell dir nicht vor Dom trifft auf Sub, schnappt sie sich direkt beim ersten mal, fesselt sie und verhaut sie. Das wäre dann im besten Fall (für Ihn) das letzte mal das er sie sieht und im schlechteste Fall, ,,NAJA'' ich kann nur sagen ich mache
Taekewondo! :-))
Achso und übrigens auch BDSM'ler gehen auf Nummer Sicher uns sind Kondome nicht unbekannt ( lach, sorry musste sein )
Ich weiss nicht genau wie ich es rüberbringen soll also?
Aber auch Dom und Sub müssen sich erst kennen lernen und das geht bei manchen schnell und bei anderen dauert's länger genau wie bei Vanilla's.
Die Lust an der Spielbeziehung verliert man (also in dem Fall er & ich) nicht, ich sag nur Kopfkino und Vorfreude.
Selbst in der gemeinsamen Komonikation geht es nicht permanent um BDSM. :-)
Man spricht über Gott und die Welt.
Der Unterschied von Vanilla und BDSM ist wie der Geschmack die einen mögen es weicher und die anderen härter.
Kleiner Tip solltes du einen Freund/Kumpel haben (BDSM'ler) frag ihn bitte nicht ob du es mit ihm mal ausprobieren kannst das geht nicht gut!!! Freundschaft pfutsch !
Was ich meine ist das sich aus meinen Spielbeziehung eine echte Freundschaft entwickend hat, das ist was anders als wenn ich schon vorher mit ihm befreundet gewesen wäre.
Ich freue mich schon wieder von dir zu lesen :-)
Liebe Grüße Wondet-Angel


Antwort auf diesen Kommentar

Da sind sie also wieder - die schwanzgesteuerten Männer ;-) Ich weiß inzwischen, dass wir als Frauen das nicht überbewerten sollten. Es hat nämlich auch mit der Tatsache zu tun, dass Männer rein physisch betrachtet auf einen regelmäßigen Samenerguß achten müssen, um sich körperlich wohlzufühlen. Sie müssen deswegen über keine Frau herfallen. Sie können das auch mit sich selbst ausmachen - wie wir ja übrigens auch. Aber wir würden keinen körperlichen Schmerz empfinden, wenn wir mal ein paar Monate lang keinen Höhepunkt haben. Männer schon ... Ob das jetzt allerdings rechtfertigt, dass manche ein extremes Tempo an den Tag legen, um Frau ins Bett zu kriegen, wage ich auch zu bezweifeln ;-)

Meine Vermutung, das Spiel mit einem Freund (gesetzt den Fall, er ist BDSMler) wäre möglich, würde mich nach deiner Aussage, Wounded-Angel, also auf den Holzweg führen. Gut zu wissen. Da hört sich die Variante - Kennenlernphase mit einem Fremden, Vertrauen aufbauen und erst dann ein Spiel - wirklich deutlich sympathischer an. Wenn man sich Zeit lassen kann ... Der Ausgangspunkt für diesen Vergleich war ja das Thema Vertrauen. Es sollte mich sehr beruhigen, wenn es so funktioniert, wie du es beschreibst. Bin gespannt.

Liebe Grüße und bleib bitte so gesprächig! Vicky

Wounded-Angel schrieb am 30.10.2014


Liebe Vicky,
wow das ist ja mal ne Sache! (Kopfkratzend)
Darauf gibt's glaube ich nicht einfach nur eine Antwort oder Wahrnehmung
( ausser vielleich von einen Super-Psychologen-Dom ;-) )
Sowas kann denke ich nur jeder für sich selbst feststellen.
Eigendlich ist es wie bei Vanilla's warum stehen manche auf One-Night- Stands,
gehen Fremd, zu Prostituierten oder haben nicht vor sich fest zu Binden
( damit meine ich eine Ehe einzugeht! :-) )
Darauf eine Antwort zu finden die für alle gleich gilt, gibt's glaube ich nicht.
Die Sache mit dem verlieben!
,,Frau'' an sich ob Sub oder nicht mit dem verlieben das ist doch bei uns so eine Sache!
Mal ehrlich, wir Mädels haben doch wahrscheinlich ein sehr ausgeprägtes Verliebungs-Gen von Mutter Natur bekommen bei uns geht es auch ungewollt vom Bewustsein ( das unterbewustsein lassen wir mal aussen vor) einfach schneller als den Herren der Schöpfung. Disziplin hin oder her, wenn es ,,Bumm'' macht ist es geschehen ob du willst oder nicht. Da kommt dann deine innere Göttin und tritt dir so lange in den Hinter bis du es selber glaubst.
Beziehung/Partnerschaft!
Prinzipiell denke ich das einen Beziehung die sich ,,nur'' aus BDSM bezieht vielleicht einfacher ist im umgang als BDSM in der Ehe/Partnerschaft.
Wobei einfacher bitte nicht falsch zu verstehen ist mir fällt nur grade kein anders Wort dafür ein.
Vertauen!
Zu Thema vertrauen finde ich das es eigendlich keine Rolle spiel ob man jetzt ein Paar ist oder eine BDSM-Beziehung hat. Man vertraut doch auch seinem Freund/in und damit meine ich jetzt nicht seinen Partner. Denk mal dran was du so für deinen Besten Freund/in empfindest. (und was man sich alles erzählt wo man manchmal noch nicht mal mit seinen Partner drüber spricht)
Einen Dom oder einer Sub ist es nicht egal wie es den anderen geht (ich empfinde es auf jeden Fall so).
Die Suche!
Sicher gibt es viele BDSM'ler die eine Spielbeziehung suchen das denkt man aber vielleich auch weil die, die eine Spielbeziehung haben und diese ,,pflegen'' sich ja auch nicht melden und sagen ,,Hallo, danke aber ich hab eine''.
Ob einen seine Spielbeziehung reicht oder nicht hängt glaube ich immer auch von den persönlichen Umständen ab und ist nicht zu pauschalisieren.
Was Prsönliches!
In meiner Dom/Sub Beziehung war es ein sehr vertrautes tief freundschaftliches Verhältnis wobei es klar war das wir kein Paar werden würden aber sehr enge Freunde.
Aber jetzt mal was anderes bitte schreib weiter so und lass uns an deinen Gedanken teilhaben es erfrischt einen und ich findet mich selber sehr oft in deinen Worten wieder.
Man tauscht sich in der täglichen Welt ja nur sehr selten mit anderen über dieses Thema aus, da man sonst die Befürchtung hat auf die Couch zu müssen und ich meine jetzt nicht die eigene.
Ganz liebe Grüße Wounded-Angel


Antwort auf diesen Kommentar

Ich wusste, dass auf euch Verlass ist :-) Und du hast mit deinem langen Kommentar viele interessante Aspekte zum Beitrag geliefert, Wounded Angel. Großes DANKE dafür!

Ob Frauen sich schneller verlieben als Männer, darüber ließe sich bestimmt wunderbar diskutieren. Ich vermute, Frauen zeigen ihr Verliebtsein offener. Sie sprechen eher darüber und sind möglicherweise kompromissbereiter als Männer. Ich persönlich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Bei mir war es meistens so, dass Männer sich schneller in mich verliebt haben, als ich mich in sie, und dass sie dann enttäuscht waren, wenn aus einer Sache nichts wurde. Bei den paar Mal, wo es mich richtig erwischt hat, ist dann auch immer was draus geworden ;-) Aber ob sich nun Mann oder Frau schneller verliebt? Keine Ahnung.

Doch für einen Vanilla läuft das auch anders als für einen BDSMler. Das Vertrauen, das man als Vanilla in eine Beziehung einbringt, wächst über einen längeren Zeitraum. Man muss sich am Anfang auch keine großen Gedanken machen, dass irgendwas passieren könnte. Man kann es einfach langsam angehen lassen. Und um beim Sex auf Nummer Sicher zu gehen, gibt's Kondome. Manche schlafen sogar erst dann miteinander, wenn sie sich bereits Monate kennen. Würde man bei einer BDSM-Spielbeziehung hingegen nicht irgendwann die Lust verlieren, wenn der andere es nicht schafft, das nötige Vertrauen fürs Spiel aufzubauen? Würde man Monate warten, ehe es wirklich losgehen kann? Insofern ist das Timing von Vanilla und BDSMler vermutlich verschieden.

Gerade zum Vertrauen hast du einen wichtigen Punkt eingebracht, über den ich auch schon sinniert habe. Das Vertrauen zu einem Freund, mit dem es keinen sexuellen Kontakt gibt. Aber ist Vertrauen zu einem Freund, mit dem ich reden und jede Menge tolle Dinge unternehmen kann, nicht etwas anderes, als zu einem Spielpartner, vor dem ich mich vollständig entblöße - physisch und psychisch, immer wieder und in einer Intensität, die ihresgleichen sucht?

Wäre dieser Freund BDSMler, würde ich drüber nachdenken, ob auch eine Spielbeziehung zwischen uns möglich wäre. Wobei Spielbeziehungen nicht frei sind von sexuellen Handlungen. Und ob ich mit einem Freund in diesem Rahmen Sex haben möchte, da bin ich mir nicht so sicher.

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will - eine erschöpfende Antwort auf die Fragen dieses Beitrags scheint noch meilenweit entfernt zu sein. Ich werde also weiterschreiben, Wounded-Angel, und freue mich, dass ich dabei so aufmerksame und diskutierfreudige Leser habe wie dich :-) Und wenn du sagst, du würdest dich oft in meinen Gedanken wiederfinden, macht das Schreiben gleich noch mal so viel Spaß.

Liebe Grüße, Vicky

Sunshine schrieb am 30.10.2014


Liebe Vicky

Also mit Spielbeziehung habe ich keine Erfahrung,kenne es nur als ich für 4 Jahre die Rolle der Geliebten eingenommen habe,und kann sagen,das das unverbindliche und das ungezwungene der Reiz des ganzen ausgemacht hat.
Man hat jemanden,aber ist trotzdem total ungebunden.

Würde mich aber auch Interessieren in welche Richtung das bei den Erfahrenen geht.
Ich wusste erst nicht ob ich hier diesmal auch etwas Beitragen kann.
Denn ich Beteilige mich doch so gerne :-)

Schönes Wochenende
Lieben Gruß
Sunshine


Antwort auf diesen Kommentar

Danke, Sunshine, dass du mir trotz anfänglicher Zweifel ein Feedback gegeben hast :-) Du bestätigst damit zumindest eine meiner Vermutungen. Denn Unverbindlichkeit beeinhaltet ja eine gewisse Distanz. Und Distanz hat also ganz offensichtlich auch für dich damals den Reiz ausgemacht.

Ich bin sehr gespannt, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Dir gleichfalls ein schönes langes Wochenende und liebe Grüße, Vicky

Biene81 schrieb am 30.10.2014


Schönen Guten Morgen Vicky

Oh ja das würde mich auch interessieren....

Da ich glücklich verheiratet bin und mein Mann und ich uns wirklich sehr sehr langsam Rantasten ( zur Zeit eher nicht )
Habe ich mit sogenannten Spielbeziehungen null Erfahrung....

Her mit euren Erfahrungen ihr lieben ;)

Liebe Vicky ich wünsche dir ein schönes WE und einen ebenso schönen Feiertag
Liebe Grüße


Antwort auf diesen Kommentar

Da warst du ja früh dran heute, Biene ;-) ... Ich freue mich für dich, dass du dich im Rahmen einer glücklichen Ehe ausprobieren kannst! So fühlt man sich sicher und kann die Dinge entspannt angehen.

Dir auch ein schönes langes Wochenende und liebe Grüße, Vicky

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