Die venezianische Maske

Voller Vorfreude öffnete sie das Paket, das sie gerade mit der Post bekommen hatte. Vorsichtig zupfte sie das feine Seidenpapier beiseite, das die kostbare Ware auf dem Transport geschützt hatte, und vor lauter Entzücken angesichts ihrer neuesten Erwerbung blieb ihr anschließend glatt der Mund offen stehen.

Nur gut, dass ihr Herzblatt bei der Arbeit war und nicht sehen konnte, wie sie mit einem seligen Grinsen ihre neue Metallmaske vorsichtig in ihren Händen wog und hin und her drehte, wobei die auf der filigran gearbeiteten Maske im venezianischen Stil aufgebrachten Straßsteine wild und kostbar funkelten. Die feinen Kettchen unterhalb der Augenöffnungen der Maske pendelten sacht hin und her, und sie konnte es kaum erwarten, sich damit im Spiegel zu betrachten.

Und deshalb setzte sie das edle Stück auf ihre Stirn und Nase, band die beiden Satinbänder hinter ihrem Kopf zu einer ungemein zierenden Schleife und rannte fast ins Schlafzimmer vor den großen Spiegel, wo sie sich wiederum vor Begeisterung kaum zu fassen wusste. Sie lockerte ihre dunkle lange lockige Haarpracht mit den Fingern noch etwas mehr auf, dann war sie mit ihrem neuen, ungewohnten Erscheinungsbild vollauf zufrieden. Diese Maske gab ihr etwas Martialisches, und aufgrund der zarten Ranken und glitzernden Schmucksteinchen zugleich etwas ungemein Elegantes. Zufrieden schnitt sie ihrem Spiegelbild noch eine Grimasse und brachte das gute Stück vorsichtig zurück zur Versandschachtel. Sie verpackte es wieder gut und sicher und versteckte die Schachtel bis zum Wochenende in ihrem Kleiderschrank, für den sie ihrem Göttergatten schon vor längerer Zeit ein absolutes „Gruschtelverbot“ (Verbot, den Schrank nach irgendwelchen Sachen zu durchsuchen) gegeben hatte.

Als der lang ersehnte Samstagabend endlich anbrach und ihr Liebster seinen sehr anziehenden Körper mal wieder beim Training stählte, machte sie sich aufgeregt daran, die Vorbereitungen für einen weiteren interessanten Spielabend zu treffen. Dieser Abend begann mit einem schon liebgewonnenen Ritual, das ihre Vorfreude noch weiter steigerte und auch für ihn hoch erfreulich war. Sie entzündete ein Räucherstäbchen mit dem Duft, den sie beide so liebten und durchwanderte damit einmal die gesamte Wohnung vom Eingangsbereich bis zum Schlafzimmer. Dort angekommen, stellte sie das Räucherschiffchen auf die Kommode neben dem Bett, um dem Raum für die kommenden Stunden einen angenehmen Duft zu verpassen. Dann zog sie sich ins Badezimmer zurück, wo sie sich darum kümmerte, dass auch ihr Körper sich in eine einzige zarte, wohlduftende Verführung ohne jegliche lästige Körperhärchen verwandelte. Ihre Augen betonte sie anschließend mit einem geschmackvollen Make-up in sehr dunklen Farbtönen und mit einem Hauch Glitzer, während sie für ihren Mund einen verführerischen dunklen Rotton wählte.

Barfuss und nackt tapste sie anschließend ins Schlafzimmer, wo sie das Bettzeug im Schrank verschwinden ließ und ein Lacklaken über das Doppelbett ausbreitete. Dann öffnete sie ihren Kleiderschrank und legte ihre neue Maske an. Der Anblick war wirklich atemberaubend. Sie widmete auch ihrer Frisur noch etwas Aufmerksamkeit, indem sie die sanften Locken in eine wilde Mähne verwandelte. Als Schmuck wählte sie lediglich eine schmale Straßkette, die sich um ihren schmalen Hals legte, nach unten über ihren Bauch wanderte, sich dort um ihre Taille legte und dann zwischen ihren Beinen verschwand. Zuletzt legte sie noch ihre liebsten Galahandschuhe aus schwarzem Satin an, die ihr bis über die Ellbogen reichten. I-Tüpfelchen war das schmale Straßarmband, das sie noch an ihrem linken Handgelenk befestigte.

Mit einem weiteren Griff in den Schrank förderte sie das Leder-Fesselset zutage, mit dem ihr Geliebter sie beim letzten Liebesspiel gefesselt hatte. Allein der Gedanke daran ließ ihr Gesicht in einem gesunden, frischen Rotton erstrahlen. Rasch entfernte sie die feingliedrigen Ketten von den Hand- und Fußfesseln. Diese würden ihren wilden Lover nicht in Schach halten können bei dem, was sie mit ihm vorhatte. Stattdessen wählte sie eine etwas stärkere Kette aus und befestigte sie am Ring des Halsbandes. Das sollte vorerst genügen.

Schmunzelnd entzündete sie die dicke Kerze mit den drei Dochten im Schlafzimmer, entsorgte das mittlerweile abgebrannte Räucherwerk und markierte den Weg von der Haustüre bis ins Schlafzimmer mit unzähligen kleinen Kerzen, so dass das elektrische Licht getrost ausbleiben konnte.

Dann platzierte sie zunächst einen Zettel auf der untersten Treppenstufe, auf dem sie für ihr Herzblatt in schön geschwungenen Lettern notiert hatte: „Hallo, schöner Mann, zieh Dich bitte ganz schnell aus und komm hoch zu mir ins Schlafzimmer, ich habe eine Überraschung für dich!“

Dann stieg sie ein paar weitere Stufen die Treppe hoch, wo sie ein weiteres Blatt platzierte und darunter die Handfesseln versteckte. Auf diesem Blatt war notiert: „Mein Liebling, heute musst Du für mich diese Handfesseln anlegen, ich möchte Dich heute mit etwas Neuem überraschen, das Dir sicher auch gefallen wird.“

Mit beschleunigtem Herzschlag kletterte sie weiter die Stufen hinauf und deponierte die Fußfesseln unter einem weiteren Blatt, dass von ihrer zierlichen Handschrift beschrieben war mit den Worten: „Jetzt noch die Fußfesseln, Geliebter, denn Du sollst heute genauso wehrlos sein, wie ich es bei unserem letzten Spiel war, und Du sollst es genauso genießen, wie ich es genossen habe.“

Schließlich legte sie das Halsband mit der Kette versteckt unter die letzte Nachricht an ihren Mann auf die oberste Treppenstufe, und auf diesem Blatt war zu lesen: „Heute wirst Du mein Sklave sein und alles tun, was ich von Dir verlange. Lege dieses Halsband an als äußeres Zeichen Deiner Unterwerfung unter meinen Willen!“

Atemlos vor Erregung betrachtete sie ihr Werk und war schon sehr zufrieden. Dann ging sie wieder ins Schlafzimmer zurück und zog die vier Seilschlaufen unter den Matratzen hervor, mit denen die Hand- und Fußfesseln am Bett befestigt werden konnten. Sie hatte sie extra mit dem Lattenrost unter der Matratze verknotet, um ihm jegliche Fluchtmöglichkeit zu nehmen. Sie befestigte rasch die vier Karabinerhaken an den Schlaufen, denn so konnte sie die Arm- und Beinfesseln sicher und schnell daran fixieren.

Plötzlich breitete sich ein sardonisches Grinsen über ihrem Gesicht aus. Ihr war gerade eine geniale Idee gekommen. Sie schnappte sich die Reitgerte, die er beim letzten Spiel benutzt hatte, um sie zu necken und zu leiten, und legte sie vor der Schlafzimmertüre auf dem Boden ab. Rasch beschrieb sie ein weiteres Blatt, diesmal in flammendem Rot mit dem Befehl: „Wenn Du bereit bist, Sklave, dann darfst Du die Gerte in Deinen Mund nehmen und an meine Türe klopfen. Dann hast Du kniend mit gesenktem Kopf zu warten, bis ich Dich herein befehle!“

Kichernd klebte sie den „Brandbefehl“ an der Schlafzimmertür mit Klebeband fest. So, jetzt konnte ihr „Opfer“ nach Hause kommen. Sie war bereit. Naja, fast. Da sie mit ihren neuen Bettstiefeln so schlecht laufen konnte, zog sie diese erst jetzt über, wobei sie schon einmal auf dem Bett Platz nahm. Denn Laufen war mit den Dingern nur sehr eingeschränkt möglich, geschweige denn längeres Stehen. Also drapierte sie sich in einer lasziven Pose auf dem Lacklaken und schnappte sich ihr Lieblingsbuch, um sich die Wartezeit bis zum Eintreffen ihres künftigen Liebessklaven etwas zu versüßen.

Nach einiger Zeit, als sie schon am Überlegen war, ob sie sich eine Decke holen sollte, da sie zu frösteln begann, hörte sie ihn nach Hause kommen. Vergnügt pfefferte sie ihr Lieblingsbuch in die nächste Ecke und schmiss sich wieder in Pose, um angestrengt zu lauschen.

Geschafft! Endlich zu Hause. Erleichtert schloss er die Tür von innen ab und beeilte sich, seinen Mantel und seine Schuhe loszuwerden und in seine Puschen zu schlüpfen. Mann, war das wieder ein anstrengendes Training heute! Er warf einen prüfenden Blick in den Garderobenspiegel und ordnete sein vom Duschen noch feuchtes Haar kurz mit ein paar Fingerstrichen. Die Sporttasche brachte er gleich in die Waschküche. Jetzt nur noch gemütlich auf das Sofa mit einem schönen Feierabendbierchen und der Sportschau …

Doch halt. Was war das? Erstaunt fiel sein Blick auf das sorgfältig beschriebene Blatt auf der untersten Treppenstufe und die Spur aus Kerzenlichtern. Beim Lesen huschte ein geschmeicheltes Lächeln über sein Gesicht. Nun gut, darüber ließe sich reden. Eilig befreite er sich von seiner hinderlichen Kleidung, denn die Aussicht auf eine schöne Überraschung von seiner Geliebten hatte es auf Anhieb doch recht eng in seiner Hose werden lassen. Stürmisch wollte er die Treppe hoch zur ersehnten Partnerin rennen, doch da fiel sein Blick auf den zweiten Zettel.

Etwas unwillig über die weitere Verzögerung flog sein Blick über die Zeilen und verweilte dann einen Moment lang ungläubig auf den Handfesseln aus Leder, die ganz unschuldig und harmlos vor ihm lagen.

„Meine kleine Wildkatze will heute wohl den Spieß herumdrehen?“, fragte er sich, noch etwas unschlüssig, ob er dieser Aufforderung überhaupt folgen sollte. Doch die Aussicht und das Versprechen, dass diese Überraschung auch ihm gefallen werde, gaben schließlich den Ausschlag. Mit etwas zitternden Fingern befestigte er die Handfesseln weisungsgemäß an seinen Handgelenken.

Kaum war er jedoch ein paar Stufen weiter emporgeklommen, registrierte er das nächste Blatt, und wie bereits befürchtet, fand er darunter die ledernen Fußfesseln vor. Neugierig las er, während er sich schon die Fußfesseln umband, die für ihn bestimmte Nachricht. Die Aussicht auf Wehrlosigkeit jagte ihm einen wohligen Schauer über den Rücken, war er sich doch sicher, dass sie ihm nicht wirklich körperlich überlegen war.

So konnte er sich ohne weiteres auf das Spiel einlassen, ohne befürchten zu müssen, ihr voll und ganz auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein. An der obersten Treppenstufe angekommen, musste er dann doch bei der Lektüre der letzten Nachricht trocken schlucken. „Ich soll ihr Sklave sein? Soso. Das wollen wir doch erst mal sehen.“ Und doch war ihm etwas mulmig zumute, als er sich das Halsband umlegte. Er folgte den flackernden Kerzen weiter, die ihn schließlich zur Schlafzimmertür führten.

Ungläubig blieb er vor dieser Tür stehen und las die letzte Nachricht. Dann fiel sein Blick auf die bereitgelegte Gerte und das überlegene Grinsen fiel ihm förmlich aus dem Gesicht. Sie schien es wirklich sehr ernst zu meinen mit seiner Versklavung. Nun gut, mochte sie heute für eine Weile ihren Spaß mit ihm haben, aber dann würde er sie doch wieder unterwerfen und ihr verdeutlichen, wer hier der Boss war.

Amüsiert zuckten deshalb seine Mundwinkel, als er sich demütig mit klirrender Kette am Halsband auf die Knie niedersinken ließ. Das Zucken ließ erst nach, als er sich die Gerte wunschgemäß zwischen die Zähne klemmte und seinen Kopf senkte, was ihm einen längeren Blick auf seine schon zu beachtlicher Größe herangewachsene Erregung bescherte. Er atmete nochmals tief durch, dann klopfte er an die Tür und war selbst überrascht, wie zaghaft dieses Klopfen ausfiel.

Atemlos hatte sie jeden seiner Schritte und Bewegungen anhand der Geräusche, die er dabei machte, durch die geschlossene Schlafzimmertür verfolgt. Ihre Erregung war bereits jetzt unerträglich. Gemächlich erhob sie sich von ihrem Lotterbett und lauschte noch ein paar Minuten durch die geschlossene Tür auf seinen beschleunigten Atem. Dann riss sie die Tür mit einem Ruck auf und stand breitbeinig vor ihm.

Er hatte sich ganz schön erschreckt, als sie so plötzlich die Tür aufgerissen hatte. Doch dann wurde sein Blick automatisch von ihren schwarzen Bettstiefeln nach oben gelenkt, zum glitzernden Straßkettchen, das neckisch zwischen ihren nackten Schamlippen hervorkroch und sich weiter hoch zu ihren schönen Brüsten wand. Dort verweilte sein Blick noch ein wenig länger, bis er ihr schließlich in die Augen blickte. Vielmehr in ihr von der neuen Maske verdecktes Gesicht.

Ungnädig blickte sie auf ihn herab. „So, sind wir auch schon zu Hause? Was fällt Dir ein, mich so lange warten zu lassen?“ Verdutzt starrte er seine so ganz und gar veränderte Geliebte an, konnte seinen Blick nicht von ihren rot geschminkten Lippen lösen und war zunächst nicht zu einer Antwort in der Lage. Als sie jedoch seinen Unterkiefer unsanft zwischen Daumen und Zeigefinger ihrer rechten Hand klemmte und ihr maskiertes, fremdländisch anmutendes Gesicht Nase an Nase zu ihm herunter neigte und ihn ein zweites Mal anherrschte, er solle ihr endlich antworten, wo er so lange gewesen sei, erwachte er aus seiner Erstarrung.

Er setzte zu einem energischen Protest an, denn eigentlich war er gleich nach dem Training unter die Dusche gehüpft und dann auf direktem Wege nach Hause gekommen. So spät war er also wirklich nicht dran! Doch noch bevor er ein einziges Wort zu seiner Verteidigung herausbrachte, war die Gerte aus seinem Mund vor die gestiefelten Füße seines Herzblatts gefallen.

Rasch griff sie ihm in seine Haare und rügte ihn scharf für sein Missgeschick. „Mach das nicht noch einmal, Du hast Deiner Herrin keine Widerworte zu geben, und Du hast sorgfältig mit ihren Sachen umzugehen. Dass Dir das nicht noch einmal passiert!“ Fassungslos lauschte er ihrer Stimme, die ungewohnt stark und entschlossen klang. Das waren ja ganz neue Töne. Doch in seinen Überlegungen versunken hatte er wohl den nächsten Fauxpas begangen.

Denn nun rüttelte sie seinen Kopf an seinen Haaren hin und her, und erklärte ihm rigoros, dass er sie ab sofort mit „Herrin“ anzureden habe. Dann ließ sie ihn los, bückte sich und drohte ihm unmissverständlich mit der Gerte. „Außerdem hast Du auf meine Fragen mit ,Ja, Herrin‘ oder ,Nein, Herrin‘ zu antworten, damit das klar ist. Also?“ „Ja Herrin“, antwortete er recht eingeschüchtert, jedoch begann er innerlich, Gefallen an dieser vertauschten Rollenverteilung zu finden. Gespannt harrte er der Dinge, die da noch kommen sollten.

Sie begann, ihn am ganzen Körper mit der Gerte zu streicheln und griff sich schließlich die von seinem Halsband herabhängende Kette als Leine. Auch mit der kühlen Kette liebkoste sie seinen Rücken, seine Arme und seinen Bauch. Genießerisch schloss er die Augen und genoss die zärtlichen Berührungen. Dabei machte der Duft, den sie an ihrer intimsten Stelle verströmte, es ihm nicht einfach, still auf seinen Knien zu verharren und ruhig zu bleiben.

Als sie jedoch innehielt, sich vor ihn hinstellte und ihm auftrug, nun ihre Brüste mit seinen Händen zu verwöhnen, ohne aufzustehen, war es mit seiner Selbstbeherrschung vorbei. Schon nach wenigen zärtlichen Streicheleinheiten kniff er sie frech in die Brustwarzen und wollte aufspringen, um die Führung wieder an sich zu reißen und sie endlich in seinen Besitz zu nehmen.

Doch rasch hatte sie seinen Absichten durchschaut, und ebenso rasch wusste sie diese zu unterbinden. Ein gezielter Hieb mit der Gerte traf sein knackiges Hinterteil. Dieser Hieb war nun nicht mehr zärtlich, er entlockte ihm vielmehr einen durchaus ehrlich gemeinten unkontrollierten Schmerzensschrei und ließ ihn automatisch zurück auf die Knie sinken, wo er sich schmollend sein Hinterteil rieb.

Streng schaute sie auf ihn herab und tadelte ihn: „Na, Du bist eindeutig zu ungestüm heute. Und außerdem hast Du wohl noch nicht ganz verstanden, wie für heute die Rollenverteilung festgelegt wurde.“ Erst als sie wieder drohend die Gerte hob und seine Kettenleine straff anspannte, fiel ihm gerade noch ein, dass eine Antwort von ihm erwartet wurde. „Ja meine Herrin, Du hast wohl recht, entschuldige bitte“, entgegnete er unterwürfig, wobei das Funkeln in seinen Augen seine Worte Lügen straften.

Langsam schritt sie um ihn herum und ließ dabei ihre Gerte an seinem Körper entlang bis zu seinem malträtierten Hinterteil streichen. Unverkennbar war die Fläche des Aufschlags zu erkennen durch die heftige Rötung der betreffenden Stellen. Zum Glück stand sie hinter ihm, so konnte er den Schreck, der sie durchfuhr nicht erkennen. Sie nahm sich vor, ihn beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr ganz so hart zu hauen, das musste ja höllisch weh tun! Und wer konnte wissen, wie sich das auf das nächste Spiel auswirken würde, bei dem sie vielleicht wieder die untergeordnete Rolle übernehmen würde?

Als sie wieder vor ihm stand, zog sie sacht an seiner Kette und wies ihn an, auf das Bett zu krabbeln. Er spielte ganz kurz mit dem Gedanken, ob diese Aktion seiner würdig war. Da sie jedoch die Gerte bereits wieder leicht auf sein Hinterteil klatschen ließ, beschloss er, für den Moment einmal über seinen Schatten zu springen, und begab sich auf alle Viere, um der Anweisung Folge zu leisten.

Auf dem Bett angekommen, befestigte sie seine Kettenleine sogleich am Kopfteil des Bettes und wies ihn an, sich auf den Rücken zu legen. Dann kürzte sie die Kettenleine so weit, dass er sich nicht mehr aufrichten konnte.

Sie beugte sie sich über sein Gesicht und blickte ihm intensiv und lange in die Augen. Seine Spannung steigerte sich dadurch ins Unermessliche, und nachdem sie die Gerte beiseite gelegt hatte, fühlte er sich ermutigt, einen erneuten Vorstoß zu wagen. Langsam hob er seine Hände in Richtung ihrer Brüste. Nichts geschah. Sie sah ihn unvermindert nur an.

Da griff er beherzt zu und wollte sich aufrichten, um sie ganz in seine Arme zu schließen und zu küssen. Doch der plötzliche Ruck am Halsband rief ihm in Erinnerung, dass er am Bett angekettet war, und sie nutzte gerade im Moment diesen Umstand und sein Stutzen, um sich seinem Griff zu entwinden und einen Schritt zurückzutreten. Da kam auch schon die nächste Anweisung: „Strecke Deine Hände zu mir aus, mit den Handflächen nach unten!“ Er erwartete, dass sie nun seine Handgelenke zusammenbinden würde, und streckte sie ihr mit einem erwartungsvollen Lächeln entgegen.

Doch dann zuckte er zusammen, da sie ihm mit ihrer flachen Hand einmal kräftig auf jede Hand hieb. „Du brauchst noch sehr viel Erziehung, das sehe ich schon!“, kommentierte sie ihre Handlung und näherte sich ihm dann wieder vorsichtig, um ihm tröstend durch die Haare zu streichen.

Sehnsüchtig hob er ihr seine sinnlichen Lippen entgegen, und tatsächlich, sie küsste ihn. Dann küsste sie ihn noch leidenschaftlicher. Schließlich führte sie seine Hand an ihre glatte, feuchte Scham und gab ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er sie jetzt dort verwöhnen sollte. Dieser Aufforderung kam er nur zu gerne nach, wobei ihm alleine schon von der Küsserei ganz schwummerig war.

Und so bemerkte er erst, als es schon zu spät war, dass sie die am Bett befestigten Seile mit Hilfe der Karabinerhaken an seinen Handfesseln befestigt hatte, so dass er schließlich mit gespreizten Armen auf dem Bett lag. Sie schnurrte förmlich „So, und jetzt werden wir gemeinsam ein bisschen Spaß haben“, als sie sich auf ihn setzte und mit ihrer Scham über seiner fast schon schmerzhaften Erregung zu sitzen kam.

Aufreizend langsam schob sie ihre Hüfte nun mehrmals vor und zurück, achtete jedoch peinlichst genau darauf, dass er nicht in sie eindringen konnte, was er natürlich mehr oder weniger diskret versuchte.

Seinem Mund entrang sich ein wollüstiges Stöhnen, er ruckelte mit den Armen, um seine Fesseln zu lockern, aber es wollte ihm nicht gelingen. Verflixt! Er hielt es einfach nicht mehr aus, daher versuchte er, sie mit seinen noch freien Beinen abzuwerfen.

Von diesem Ausbruchsversuch nahm er jedoch recht schnell wieder Abstand, da sie ihm ihre Fingernägel unterhalb der Schlüsselbeine in die Brust schlug und begann, sie kräftig in Richtung Brustwarzen zu ziehen. „Soso, Du willst also immer noch aufmucken“, stellte sie gefährlich leise fest. „Nein, Herrin!“ keuchte er, der Verzweiflung nahe, denn die Verbindung aus den stimulierenden Beckenbewegungen und den kratzenden Fingernägeln brachten in fast zur Raserei.

Geduldig wartete sie deshalb ab, bis er sich wieder etwas beruhigt hatte, und wechselte dann unvermittelt die Position, indem sie sich kurzerhand umdrehte und nun mit ihrem Rücken zu seinem Gesicht auf seinem besten Stück zu sitzen kam. Sachte griff sie dabei mit satin-behandschuhten Händen nach seinem Juwelentäschchen, um es während einer erneuten Beckenmassage seines besten Stücks nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen.

Vorübergehend ließ er sich gehen und genoss die nun folgenden Zärtlichkeiten voller Inbrunst. Er fühlte sich dem Höhepunkt schon ganz nahe und wollte deshalb nach ihren Hüften greifen, was jedoch aufgrund der fest vertäuten Handfesseln gänzlich unmöglich war. Unwillig beschloss er, noch einmal zu versuchen, sie mit seinen Beinen abzuwerfen. Verdutzt musste er aber feststellen, dass sie seine Hingabe dazu genutzt hatte, auch seine Beine mit den Seilen am Bett festzubinden.

Ein ungläubiger Ausdruck wanderte über sein gerötetes Gesicht. „Kleines Biest“, dachte er bei sich und stieß einen unwilligen Laut aus, was einen nachdrücklichen Liebesbiss ihrerseits in seinen Oberschenkel zur Folge hatte.

Dann stand sie abrupt auf und drohte ihm mit dem Zeigefinger. „Ab jetzt will ich kein Wort mehr von meinem kleinen Liebessklaven hören“, gurrte sie ihn an, dann löste sie die Straßkette von ihrem Körper und ließ sie abwechselnd über seinen Körper gleiten, um dann damit wieder leichte Schläge auf seiner Brust, seinem Bauch und seinen Schenkeln zu platzieren. Lustvoll und ungeduldig wand er sich unter der reizvollen Behandlung, er sehnte sich nach Erlösung, doch die schien noch in unerreichbarer Ferne zu sein. An der Spitze seines Liebesstabs bildeten sich bereits erste Sehnsuchtströpfchen, dies schien auch seiner Herrin nicht zu entgehen.

Denn sie legte gemächlich langsam die Straßkette beiseite und platzierte sich wieder mit ihrer feuchten, warmen Scham auf seiner zum Bersten prallen Erregung. Dann stützte sie sich mit ihren Händen auf seiner Brust ab und begann wieder, ihre Hüften vor und zurück zu bewegen, was ihn schier um den Verstand brachte. Lüstern hob er ihr sein Becken entgegen, begierig darauf, endlich zur Erlösung zu finden.

Sie wusste diesen Umstand zu nutzen, vorsichtig ließ sie die Spitze seines Zepters ein wenig in ihre feuchte Lusthöhle stippen, um dann lustvoll mit den Hüften zu kreisen. Dabei achtete sie weiterhin sorgsam darauf, dass seine Versuche, in sie einzudringen, nicht von Erfolg gekrönt wurden. Zur Abwechslung wechselte sie dann vom Kreisen zu einer anregenden schlingernden Achterbewegung der Hüften, mit dem sie ihn zu immer neuen Seufzern und Stöhnen brachte. Da sie ihm jedoch aufgetragen hatte, lautlos zu bleiben, quittierte sie jeden Laut von ihm mit mehr oder wenigen zärtlichen Bissen oder weiteren Anwendungen ihrer Fingernägel.

Schließlich gestattete sie sich, unter Fortsetzung der kreisenden Hüftbewegungen, sich quälend langsam auf seine prachtvolle Erregung niederzulassen, und nahm ihn dabei tief in ihr Innerstes auf. Das darauf folgende Stöhnen erstickte sie mit ihren Lippen, indem sie ihm einen langen, hingebungsvollen Kuss auf den Mund drückte. Einen endlos scheinenden Moment lang verharrte sie völlig regungslos in der Hüfte, seinen Mund mit ihrer Zunge sanft erkundend.

Dann begann sie langsam, ihn zu reiten und wurde dabei unweigerlich immer schneller und wilder, da auch sie ihre aufbrausende Lust nicht mehr länger bezähmen konnte. Er umfasste mit beiden Händen die Seile, die ihn festhielten, und genoss diese Art von Behandlung und ihre immer heftiger werdenden Bewegungen. So flogen sie gemeinsam ihrem Höhepunkt entgegen.

Später kuschelte sie sich wohlig an seine starke Brust, ohne ihn jedoch von seinen Fesseln zu befreien. Verwundert fragte er sie, ob sie ihn denn nicht losmachen wolle? Leise lachend erklärte sie ihm, das sie erst einmal in Ruhe wieder zu Atem kommen und nicht zu früh wieder von seinen gierigen Händen zu neuen Schandtaten verführt werden wolle.

Nach geraumer Zeit richtete sie sich schmunzelnd auf und bot ihm an, seine Fesseln gegen Abgabe eines bestimmten Versprechens wieder zu lösen. Ermüdet von der langen Fesselung, stimmte er zu, ohne lange zu überlegen. Da erklärte sie ihm, dass er versprechen müsse, sie niemals so stark mit der Gerte zu züchtigen, wie sie dies mit ihm zu Beginn des Spiels getan hatte, und sie entschuldigte sich auch sogleich bei ihm dafür.

Zärtlich blickte er seine Geliebte an und versicherte er, dass er nie zu dergleichen Brutalität fähig sein werde und ihr dieses gewünschte Versprechen gerne geben würde. Erleichtert löste sie daraufhin seine Fesseln, um sich ganz in seiner zärtlichen Umarmung einzukuscheln. Kurz darauf schliefen die beiden erschöpft aber zufrieden ein.

Ihr war dabei wohl entgangen, dass er während des Versprechens zwei Finger der linken Hand gekreuzt hatte …

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