Natürlich habe auch ich bei den Abstimmungen größtenteils mitgemacht oder dies für diesen Artikel nachgeholt. Da es doch inzwischen recht viele Fragen sind wird es zwei Teile geben, immerhin will ich nicht nur die Antwort sondern auch eine kleine Begründung und/oder Anmerkung mitliefern.
Lob und Kritik: Wie findet ihr die Seite?
Von mir gab es ein gut. Mir fehlen auf der Seite einige Features, aber ich weiß natürlich auch, das hier ist ein nichtkommerzielles Projekt und damit bin ich in vielen Bereichen auf meine eigenen Kenntnisse angewiesen oder Hilfe. Schreiben, das klappt vielleicht recht gut, bei Grafikdesign und ähnlichem bin ich aber nur ein ambitionierter Laie.
(Häufigste Antwort: Sehr gut)
Erfahrungen: Wie erfahren sind die Besucher dieser Seite im Bereich BDSM?
Ich habe mich unter erfahren dominant eingestuft. Zwar bin ich wohl in vielen Bereichen sehr erfahren, dafür habe ich in anderen keine bis wenig Erfahrung, weil mich die Spielarten einfach nicht reizen. So würde ich bei Bondage als Anfänger und im Bereich Kliniksex als unerfahren gelten.
(Häufigste Antwort Doms: Anfänger)
Falscher Partner: Ihr seid liiert, aber euer Partner teilt eure Vorliebe nicht.
Eine fiese Frage. Da ich meine Neigung kenne, ist eben eine gewisse Vorliebe bei mir auch Grundvoraussetzung für eine Beziehung. Von daher könnte es bei mir nur passieren, dass meine Partnerin ihre Neigung in der Beziehung verliert. Ist der Verlust temporärer Natur, mag dieses unangenehm, aber nicht wirklich extrem problematisch sein. Hier käme es zudem auf die genauen Umstände an.
In Fällen, in denen meine Partnerin ihre Lust zum Beispiel durch eine Vergewaltigung, eine Krankheit, Schwangerschaft oder ähnlich einschneidenden Umständen verloren hätte, könnte ich durchaus sogar für längere Zeit auf meine Freiheiten verzichten, denn die Partnerschaft geht vor und in diesem Fall hätte ich sicher auch anderes als die nächste Session in meinem Kopf.
Wie ich reagieren würde, wenn dieser Verlust dauerhaft wäre, kann ich derzeit nicht wirklich sagen. Entweder ist mein Trieb dann zu stark und ich bestehe auf meinen Freiheiten oder aber ich versuche diese zu unterdrücken. Ob dies von Erfolg gekrönt wäre, kann ich nicht sagen.
Tendenziell glaube ich aber nicht, dass man seine Triebe über Jahre hinweg unterdrücken kann, zudem habe ich im Bereich BDSM noch nie monogam gelebt. Würde ich mit meiner Partnerin eine schon recht lange, sehr glückliche Beziehung mit Zukunft führen, wäre meine Antwort: „Er hat die Wahl: Eine offene Beziehung oder Beziehungsende“. Wäre die Beziehung nicht so gefestigt, ist meine Antwort sicher: „Es ist mir zu wichtig, ich trenne mich“
(Häufigste Antwort: Ich weiß nicht was ich (gerade) tun soll!)
BDSM = Pervers?: Der Zusammenhang zwischen Perversion und BDSM
Klare einfache Antwort: Nein, es reizt mich (sogar). Die Frage stammt aus den Anfängen der Seite als es noch ein kleines Projekt war und fast nur devote Frauen mit keiner oder wenig Erfahrung die Seite besucht haben.
Inzwischen würde die Fragestellung sicher etwas anders lauten. Zwar geht die Antwort: „Nein, dieser Gentledom reizt mich sogar immer mehr“, zurück, dennoch wundere ich mich über den Anteil von 20%. Demnach müsste ich eigentlich deutlich mehr "private" Zuschriften bekommen… Inzwischen würde ich diese Antwort jedoch nicht mehr einstellen, nur einmal begonnene Umfragen will ich nicht verändern, sonst würden alle Werte verfälscht werden.
(Häufigste Antwort: Nein, es reizt mich sogar)
Eigenschaften eines Doms: Was ist die wichtigste Eigenschaft eines Doms?
Hier war ich zwischen zwei Antworten am schwanken, zum einen die Konsequenz, zum anderen das Einfühlungsvermögen. Die Konsequenz ist sehr wichtig, fehlt es jedoch an dem nötigen Einfühlungsvermögen, so hilft alle Konsequenz in der Partnerschaft nicht weiter. Daher habe ich mich, wie die meisten Besucher, für das Einfühlungsvermögen entschieden.
Vorlieben: Es wird nach der stärksten Vorliebe gefragt
In diesem Fall entscheide ich mich recht klar für die Machtspiele. Ich bin einfach mehr DS-, denn SM-ler und sehe die Züchtigung vor allem als Mittel der Erziehung an, welches als Belohnung und Bestrafung eingesetzt werden kann.
(Häufigste Antwort: Machtspiele)
Alltag versus Neigung: Welche Neigung ist im Alltag, welche im Bereich BDSM vorhanden?
Zwar muss ich nicht in jedem Lebensbereich dominieren, jedoch bin ich auch im Alltag eher eine dominante Persönlichkeit, womit meine Antwort das zweifach dominant war.
(Häufigste Antwort von Doms: Im Alltag und im Bereich BDSM dominant)
Gewerbliche Dom/inas/Subs: Kommt der Besuch bei einem Profi in Frage?
Ich kann es mir nicht vorstellen für eine Sklavin zu bezahlen, das würde allerspätestens an meinem Ego scheitern. Dafür zu bezahlen würde bedeuten, ich kann auf normalem Wege keine Partnerin mehr finden und das ist nicht wirklich schwer.
Noch wichtiger ist es aber, dass ich die Hingabe einer Partnerin als großes Geschenk ansehe und dies eben auch einen Großteil des Reizes für mich ausmacht. Kaufe ich mir etwas, wird mir nichts mehr geschenkt und das Spiel hätte den größten Teil seines Reizes verloren.
(Häufigste Antwort bei MaleDoms: Ja)
Anmerkung: Die Antwort der MaleDoms hat mich etwas gewundert, ich hätte hier ein deutliches Nein erwartet.
Freiheiten: Wer darf was?
Bei einer Affäre nehme ich mir selbstverständlich die Freiheit, auch andere Sklavinnen zu haben. In einer Liebesbeziehung bin ich hingegen „in der Liebe monogam, beim Sex polygam (Affären sind mir erlaubt)“. Zum Teil ging das auch so weit, dass ich keine Alleingänge mehr machte und ich mir nur mit der Partnerin zusammen eine weitere Frau teilte.
Jedoch kommt es dabei immer auf die Ausgestaltung der Beziehung an. In diesem Fall wäre die Antwort „Wenn, dann muss er/sie dabei sein (z.B. Dreier)“ die richtige gewesen. Aktuell trifft der Fall aber nicht auf mich zu.
(Häufigste Antwort „Dom“: Ich darf machen was ich will; „Sub“: Nur wenn ich eingebunden werde, darf er/sie andere Partner haben (z.B. Dreier)
Anmerkung: „Ich darf machen, was ich will“ kann ich im Kontext BDSM noch gut verstehen, jedoch betrifft diese Antwort eben auch andere Bereiche einer Partnerschaft, zum Beispiel eine zweite Liebesbeziehung.
Zu einer Partnerschaft gehört für mich eine Exklusivität, nicht in allen, aber schon in einigen Bereichen. Ich will den Antwortenden keine Allmachtsfantasien unterstellen, aber ich weiß nicht, wie viele Subs sich auch im Alltag unterdrücken lassen und ob dies die Subs sind, die einen wirklich erfüllen können.
Bisexualität: Begehrst du (auch) das eigene Geschlecht?
Ganz eindeutig: Nein. Ich bin in meiner Sexualität leider sehr festgelegt und von daher bin ich weder bi noch Switcher, wobei diese Personen sicher mehr Abwechslung haben dürften als ich. Jedoch kann man sich seine Neigung nicht aussuchen und so schlecht habe ich es dann auch nicht erwischt.
(Häufigste Antwort MaleDoms: Nein)
Fernbeziehung und Umzug: Wie weit entfernt dürfte der Partner wohnen und würdest du umziehen?
Nun, ich hatte eine Fernbeziehung über etwas mehr als 1000 Kilometer. Nicht wirklich schön, aber wenn alles andere stimmt und man mittelfristig eine Perspektive sieht zusammenzuziehen, dann kann auch dies eine Grundlage sein. Jedoch muss mir jemand schon sehr, sehr gut gefallen, damit ich mich auf eine Beziehung einlasse, die mehr als 500 Kilometer Entfernung startet.
Das Umziehen ist mir selber zudem schlecht möglich. Ich bin beruflich sehr gebunden und kann nur schlecht meine Koffer packen. Hier erfülle ich wohl ein typisches, immer noch zeitgenössisches Klischee, dass die Frauen örtlich viel flexibler sind. Dies kenne ich auch von meinen eigenen Eltern, da meine Mutter nicht aus Deutschland stammt, sondern wegen meinem Vater hierher gezogen ist.
(Häufigste Antwort: Maximal 25km [Umfrage verfälscht] und bezüglich der Umzugsbereitschaft: Ja, wenn es mein Traumpartner ist, wird sich alles andere regeln)
Perspektivenwechsel: Sollte man einmal auch die andere Seite einnehmen, um neue Einblicke zu erhalten?
Sicher ist dies von Vorteil, jedoch wäre es wider meiner Neigung, von daher macht es für mich keinen Sinn in die devote Rolle zu schlüpfen, um zu sehen wie es ist. Dabei mache ich zwischen der Neigung Dominant und Devot keinen Unterschied. Ich finde, die passendste Antwort ist „Nein, es wäre ja wider seiner Natur“.
(Häufigste Antwort: Ob Doms es sollen: Nein, es wäre ja wider seiner Natur; Ob Subs es sollen: Subs selber: Ja, aber nur, wenn er zumindest eine kleine dominante Ader hat; Doms: Nein, dann wäre er kein wirklicher Sub mehr)
Anmerkung: Nun, ich denke kaum, dass ein/e Sub, der einmal in die dominante Rolle schlüpft, damit für alle Zeiten nun kein „echter“ Sub sein kann. Dies ist doch eher Klischeedenken. Ein „Richtiger“ - was auch immer - ist man dann, wenn man sich in seiner Rolle wohl und angenommen fühlt.
Du oder Sie?: Wie sollte der dominante Part im Spiel angesprochen werden?
Nun, wo ich die Frage selber beantworten muss, fällt mir der Fehler gleich ins Auge. Meine Antwort ist recht einfach: Es hängt von den beiden Beteiligten ab. Meist duzte mich meine Partnerin beim Spielen oder ein Du bzw. Sie wurde vermieden, es gab aber auch Partnerschaften, in denen im Kontext BDSM das „Sie“ oder auch „mein Herr“ die Anrede war, dies war häufiger bei intensiveren BDSM Beziehungen der Fall.
Von daher wäre die richtige Antwort: Es kommt auf die Partnerschaft an. Da es diese Antwort nicht gibt, kann ich nicht sinnvoll antworten.
(Häufigste Antwort Doms: Ich bin dominant und finde Sie passend; Subs: Ich bin devot und finde Du passend)
Lachen im Spiel?: Geht das überhaupt, zusammen, spielen und gleichzeitig auch lachen?
Ich lache gerne und das auch beim Spielen, häufig bin ich es jedoch allein, der lacht. Wenn beide herzhaft lachen, ist meist etwas mächtig Komisches oder Dummes passiert. Dies führt allgemein zum Abbruch des Spiels, schlicht und ergreifend deswegen, weil beide nicht mehr drin sind. Am passendsten finde ich daher: „Ja, wenn es lustig ist, aber damit ist das Spiel meist auch beendet.“
(Häufigste Antwort: Ja, natürlich, das tut dem Spiel doch keinen Abbruch)
Methodik der Erziehung: Unterscheidet sich die Methodik (und nur diese!) wesentlich, wenn es um die Erziehung eines Kindes, einer Sub oder eines Tieres geht?
Ich denke: „Nein, wenn es rein um die Methodik geht, ist es gleich, bei allem anderen gibt es aber große Unterschiede“. Es geht darum, die richtigen Mittel zu wählen und den anderen zu fordern und zu fördern. Man übernimmt die Verantwortung und gestaltet die Entwicklung sehr aktiv mit und prägt sein Gegenüber dabei.
Selbstverständlich gibt es Unterschiede, diese sind aber nicht methodischer Natur, zumindest wenn bei allen drei „Gruppen“ die modernen pädagogischen Grundsätze beachtet werden.
(Häufigste Antwort: Ja, so etwas kann man nicht vergleichen!)
Anmerkung: Natürlich ist der Vergleich brisant, aber hier ging es ausdrücklich nur um die Methoden und für mich fußt BDSM auf die Methode der Belohnung und Bestrafung, also auf den Grundsätzen der modernen Pädagogik. Selbstverständlich sind die Mittel dabei sehr unterschiedlich und jeder, der einem Kind eins mit dem Rohrstock oder dem Gürtel verpasst, den sollte sich das Umfeld gehörig zur Brust nehmen und von amtswegen geprüft werden, ob das Kind bei dieser Person wirklich gut aufgehoben ist.
Woher kam die Neugier?: Wodurch wurde Dein Interesse an BDSM freigelegt?
Ich bin durch Zufall einer BDSMlerin begegnet. Damals wäre ich sonst auch ganz sicher nicht auf die Idee gekommen diese Spielart für mich zu entdecken.
(Häufigste Antwort: Das Internet hat mich darauf gebracht)
Nun, als ich meine Neigung entdeckt habe, war das Internet noch nicht so populär wie es heute ist. Vielleicht hätte ich meine Neigung heute wie viele andere ebenfalls durch das Internet entdeckt.
Noch keine Kommentare.