Vor einigen Tagen kam in einer Unterhaltung die Frage auf, welche Regeln ich mir in einer Partnerschaft vorstellen könnte, wobei diese eben auch in den Alltag einspielen sollten. Spontan überlegte ich mir sieben fiktive Regeln:
1. Ein vom Herr angelegtes Halsband darf auch nur diesem wieder abgenommen werden
2. Die Sklavin lebt monogam
3. Kein Nein als ablehnende Antwort
4. Keine Intimbehaarung
5. Erst nachdem der Herr angefangen hat zu essen oder zu trinken, darf dies auch die Sklavin tun
6. Ist die Sklavin zugegen, muss sie ihren Herrn einmal am Tag befriedigen
7. Die Sklavin sorgt im Haushalt für die Sauberkeit
Was ich davon halten würde:
Zu 1) Die Sklavin bestimmt die Grenzen, in denen sich der Herr frei bewegen darf. Das Halsband ist dabei ein Symbol für die Macht des Herrn über seine Sklavin. Würde die Sklavin selbst nun diese Macht im Spiel brechen können, würde sie nicht nur die Grenzen, sondern das gesamte Spiel bestimmen.
Zu 2) Eine Sklavin kann kaum zwei Herren dienen. Verlangt der eine Abstinenz und der andere eben sexuelle Gefügigkeit, wird sie gegen einen Befehl verstoßen müssen. Zudem ist das Geschenk dieser Art der Hingabe in meinen Augen etwas sehr Exklusives. Ist es nur eine lockere Affäre, ist es natürlich die Frage, ob dies so sein muss, wobei dann vielleicht auch das Wort Sklavin das falsche wäre.
Zu 3) Ein Nein als ablehnende Antwort bedeutet, dass die Sklavin ihren Herrn etwas verbieten will. Dies steht ihr nicht zu, zumindest solange der Herr sich in dem abgesteckten Rahmen bewegt.
Zu 4) Geschmacksfrage, ich finde es glatt schöner.
Zu 5) Eine schöne Geste, die eben auch in der Öffentlichkeit vollzogen werden kann, ohne dass Dritte etwas hiervon erfahren.
Zu 6) Ich finde, die sexuelle Befriedigung ist eben Aufgabe der Sklavin und warum sollte immer nur eine passive auf Abruf sein, es ist auch sehr schön einfach mal damit aktiv von Sub überrascht zu werden. Ob es immer eine sexuelle Befriedigung sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Ich finde nicht.
Zu 7) Warum nicht, wobei es auf die Konstellation ankommt. Sehen sich beide nur alle zwei Wochen für ein paar Stunden, sollte das nicht eine Aufgabe sein. Sieht man sich öfters und soll es über das Bett hinaus auch im Alltag einen Teil des Miteinanders bestimmen, so wäre dies eine Möglichkeit.
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