Wer hätte das gedacht, laut Google nimmt das Interesse an BDSM in den letzten Jahren beständig ab. Insgesamt das mit Abstand höchste Interesse am Begriff "BDSM" gibt es zu diesem Thema in der Tschechei, gefolgt von unseren Nachbarn, den Polen. Wir Deutsche belegen immerhin Rang 7 in der internationalen Statistik. Bei den Städten hat das angeblich so spießige und katholische Warschau knapp die Spitzenposition vor der weltoffenen Hafenstadt Rotterdam inne. Das für seine Freizügigkeit bekannte Amsterdam liegt auf Position fünf.
Beim "Bondage" liegen ebenfalls die Tschechen mit einem gewissen Abstand auf der ersten Position. Geht es um den Begriff „Spanking“, landen die Inseln ganz weit vorne. An der Spitze steht Irland, gefolgt von Großbritannien, tja, kein Wunder, spricht man bei einem Teilbereich ja auch direkt von der „Englischen Erziehung“. Auf dem Festland steht naturgemäß der Tscheche an oberster Position. Selbstverständlich gibt es auch bei anderen Suchbegriffen zum Teil extreme Ausreißer. So scheint Lettland und insbesondere Riga ein Dominamekka zu sein. Mehr als viermal so häufig als anderswo in der Welt wird in diesem Land und besonders in seiner Hauptstadt Riga der Begriff „Domina“ bei der Suche eingegeben. Dies kann natürlich auch daran liegen, dass eine weltweite Hotelkette namens Dominahotels in Riga ihren Sitz hat. Wobei fraglich ist, wer Dominahotels nur unter dem Begriff „Domina“ sucht.
Unter den Top 5 sind die drei großen deutschsprachigen Staaten. Ich frage mich jedoch, ob auf Hebräisch Domina etwas anderes bedeutet, als wir darunter verstehen. Immerhin ist Hebräisch laut Google nach Lettisch die zweithäufigste Anfragensprache bei diesem Thema. Wer sich darüber wundert, dass kein angelsächsisches Land unter den Top 10 auftaucht, dem sollte gesagt sein, dass in diesen Ländern eher der Begriff Dominatrix für eine Domina gebraucht wird und bei diesem stehen, wie beim Spanking, die Iren an erster Stelle. Insgesamt lässt sich feststellen, dass vor allem der deutschsprachige Raum immer gut vertreten ist und die USA lediglich beim Spanking in den Top10 auftauchen. Ebenfalls die Niederländer und Polen mischen immer mit. Und die Tschechen, nun, die werde ich fortan mit anderen Augen betrachten... Wie es zu der Entwicklung eines beständigen Anfragenrückgangs der Suchbegriffe kommt, ist eine gute Frage, ich selbst bin sehr verwundert. Steigen doch die Besucherzahlen in den deutschen Communities und auch die dieser Seite beständig an.
Aber vielleicht ist auch einfach nur die Qualität der Seiten besser geworden und der Interessierte muss nicht mehr so lange nach den passenden Inhalten suchen wie früher. Denn wer schneller findet, sucht natürlich weniger und damit würde die Anzahl der Suchanfragen auch sinken.
Zudem gibt es immer mehr reale Möglichkeiten, seine Neigung auszuleben. Ich glaube daher kaum, dass wir am Aussterben sind, nur müssen wir scheinbar nicht mehr so oft Google nutzen, um das Passende zu finden. Achja, der Trend beim Begriff „Sex“ weist hingegen etwas nach oben. Hier haben wir Europäer aber wenig Chancen gegen die Asiaten. Der erste EU Staat in der Liste ist auf Position sieben unser Nachbar Polen. Gegen die virtuelle Lust der Vietnamesen scheint aber niemand eine wirkliche Chance zu haben.
Noch keine Kommentare.