Den ersten Teil der Geschichte findet ihr unter Ausgeliefert
... du schlägst um dich, schreist um Hilfe und ich muss etwas unternehmen, damit nicht bald die Polizei vor der Tür steht.
»Still!« Ich habe noch nie einer Frau ins Gesicht geschlagen. Du verstummst, und es fühlt sich gut an. Vorsichtshalber lege ich dir eine Hand über den Mund und nehme dich härter, damit du weißt, dass ich dir kein Ungehorsam durchgehen lassen werde. In den Tiefen deiner Hitze könnte ich mich verlieren. Das aber wäre zu früh. Also ziehe ich mich zurück. »Rühr dich nicht vom Fleck!«
Du machst Anstalten, dich zu erheben. Sofort schlage ich wieder zu. Mein Gott, was ist nur in mich gefahren? »Dreh dich um!« Schnell greife ich nach dem Fixierband. »Hinknien!«
»Bitte!« Er ist doch noch gekommen. Gerade als ich es aufgegeben hatte. Wissen diese Kerle eigentlich nicht, wie aufwändig es ist, ihnen ständig eine glatte Pussy zu präsentieren? Drei Wochen lang habe ich mich jeden Abend wie eine Hure zurechtgemacht und heute, nachdem die Frist abgelaufen war, habe ich endlich wieder mein Lieblingsnachthemd angezogen, die flauschigen Puschen und, um die Enttäuschung zu dämpfen, eine Flasche Wein geöffnet. Doch dann konnte ich nicht schlafen. Dagegen hilft ein heißes Bad, dachte ich mir. Ich habe Zeit, morgen beginnt mein Urlaub und den habe ich mir auch verdient.
Es ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Der Mann ist wirklich brutal. Er wirft mich auf meine Couch, vergeht sich an mir, tut mir weh. Das kann ich nicht ertragen. Ich wehre mich, schreie. Sofort schlägt er zu. Warum habe ich ihn nur zu mir eingeladen?!
Nichts von dem, was bisher passiert ist, erregt mich. Er ist so erbarmungslos in mich eingedrungen, dass es sich anfühlt, als hätte mich jemand aufgeschnitten. Tränen laufen mir übers Gesicht und doch funktioniert mein Verstand einwandfrei. Nach einer Reihe besonders harter Stöße lässt er von mir ab. Verbindet mir die Augen.
Die Geräusche, die darauf folgen, kann ich nicht einordnen. Plötzlich ergreift er meine rechte Hand, dann die Linke. Ich bin gefangen. Er zieht mir die Arme nach hinten, Eisen schlägt auf Eisen, eine Kette klirrt. Nun knie ich auf dem Sofa, die Unterarme hinter dem Rücken fixiert. Hilflos. Die Haare kleben lang und nass an meiner Haut. Mir ist entsetzlich kalt, doch das Zittern hat auch andere Gründe. Die ungewohnte Haltung schmerzt und ich bekomme Angst, dass er einfach wieder gegangen ist. Was, wenn er mich so zurückgelassen hat? Ich würde mich nicht allein befreien können. Unwillkürlich schluchze ich auf.
Lautlos ist er zurückgekommen. Wieder schlägt er mich, ich schmecke Blut auf meiner Lippe. Dann ist er vor mir, schiebt sich in meinen Mund. Grob fasst er in mein Haar. Was geschähe, wenn ich jetzt zubeißen würde? Wahrscheinlich brächte er mich um.
Ich wage keine Gegenwehr und nehme ihn tief in mich auf. Er weiß, was er tut. Gleitet langsam hinein, damit ich mich an die enorme Größe gewöhnen kann. Er schmeckt sauber, nach Mann, nicht unangenehm. Offenbar hat er sich in der Zwischenzeit von mir gereinigt. Wie erniedrigend!
Ich lecke ihn, bis er seine Hand in meinen Nacken legt und stöhnt. »Mach weiter!« So tief habe ich noch nie jemanden geschluckt. Ist es die Angst, die den Brechreiz unterdrückt, oder seine Geschicklichkeit?
Vielleicht war es doch kein Fehler, ihn um diesen 'besonderen Gefallen' gebeten zuhaben , denke ich. Eine wohl bekannte Wärme durchflutet meinen Körper. Während ich ihn befriedige, wächst meine eigene Lust, bis ein erster Tropfen den Schenkel hinunterperlt.
Er atmet tief ein und lacht. »Wirst du geil, Schlampe?« Dann zieht er sich zurück und spritzt seinen heißen Samen in mein Gesicht.
Ich will mich ekeln, aber ertappe mich dabei, dass meine Zunge etwas davon aufleckt. Ich bin eine Dirne. Wie ein Stromschlag rast mir die Lust die Wirbelsäule hinunter und alles, was an meinem Unterleib weiblich ist, zieht sich zu einem erregenden Krampf zusammen. Gott, wenn er mich jetzt nur vögeln würde!
Stattdessen steht er auf, geht weg. Ich könnte mich aufrichten, ihm folgen. Ich wage es nicht. Mit den hinterm Rücken gebundenen Händen hätte ich ohnehin keine Chance.
Plötzlich ist er wieder da. Schlampe hat er mich genannt und hat er nicht recht? Nur ein billiges Flittchen würde sich hier so schamlos präsentieren, den Kopf ins Kissen gepresst, den Rücken durchgedrückt. Ich weiß, was er sieht. Meine Scham, geschwollen vom gewaltsamen Eindringen, feucht glänzend von meiner Lust. Eine schmale Taille und Hüften, die andere schon als 'gebärfreudig' bezeichnet hatten. Ihm scheint es zu gefallen, denn seine Hände streichen mir über den Po. Plötzlich ein brennender Schmerz. Und noch einmal und wieder und wieder, bis ich meinen Stolz überwinde und um Erbarmen flehe, kurz davor, das Safe-Wort zu benutzen.
»Du bist so nass«, sagt er und es klingt wie ein Kompliment, dabei würde ich am liebsten im Erdboden versinken, weil mich seine Schläge noch mehr erregt haben. Aber eine unsichere Stimme in mir behauptet, ich müsste mich freuen. Ich bin feucht für ihn. Für meinen geheimnisvollen Herrn.
Seine Finger gleiten zwischen meine Schenkel, er weiß genau, was man mit einer Klitoris anstellen muss. Ich kann nicht anders, ich folge jeder seiner Handbewegungen, will mehr. Plötzlich spüre ich einen Finger in mir, sofort folgt ein zweiter. Die Hand ist groß, das weiß ich schon, aber die Finger bewegen sich geschickt, als wollten sie mich weiten, vorbereiten, auf das, was als Nächstes kommen würde. Der dritte Finger, die Hand. Ich heiße sie willkommen, spreize die Knie weiter und versuche, ihn in mich aufzunehmen. Unglaublich, sein Penis war schon so riesig, dass ich dachte, er würde mich aufbrechen. Die Hand füllt mich aus, gleitet tiefer in mich hinein, ergreift Besitz von mir. Das ist zu viel! Wellen der Angst überfluten mich. Du darfst einem Fremden diese Freiheiten nicht erlauben!
»Nein!«, flehe ich. Doch er kennt kein Erbarmen, bis ich vor Lust schreie, auseinanderbreche in Abermillionen Teile.
Als es vorüber ist, bindet er mich los. »Komm!«, befiehlt er mir und ich weiß, dass er dieses Mal will, dass ich ihm folge. Ungeschickt, mit weichen Knien gehe ich neben ihm her. »Heb deine Arme!«
»Warum?«, frage ich leichtsinnig.
Sofort schlägt er mir ins Gesicht. Ich hätte ihm schreiben sollen, dass ich das nicht will. Jetzt ist es zu spät, ich gehorche.
Er verbindet die Fesseln mit der Garderobe, ich stehe nun vor ihm wie eine Delinquentin am Pranger. Nackt, blind, ausgeliefert. Draußen im Treppenhaus sind Schritte zu hören, eine dunkle Männerstimme, eine Frau kichert. Meine Nachbarin kehrt zurück, sie ist nicht allein. Ich brauchte nur ihren Namen zu rufen und wäre frei. Doch wenn sie mich so sähe, geil und zitternd vor Lust? Niemand würde mir glauben, dass mein Peiniger etwas anderes als meine Befriedigung im Sinn hat.
Er steht vor mir, ich spüre die Wärme seines Körpers. Dann küsst er mich. »Trink!« Wein. Mit einem zweiten Kuss teilt er einen Schluck meines kühlen, weißen Bordeaux mit mir.
»Danke«, flüstere ich.
Erneut spüre ich seine Lippen. Sanft, wie jemand der zärtlich eine Eroberung vorbereitet. Als wäre nichts von alldem geschehen, als hätte er mich niemals geschlagen und gedemütigt. Die Fesseln gleiten hinunter, klirren leise. Noch immer kann ich ihn nicht sehen, greife nach der Maske.
»Gleich«, raunt er, nimmt mich an der Hand und führt mich behutsam durch die Wohnung bis in mein Schlafzimmer. Erst dort löst er die Augenbinde.
Unsere Blicke treffen sich. In seinem Gesicht lese ich Besorgnis.
»Es war … einzigartig.«
Nach wie vor zittere ich unter dem Eindruck des Erlebten. Da küsst er mich wieder und wir sinken zusammen aufs Bett, lieben uns. Zum ersten Mal.
Autorin Pauline