SM-Outing versteht sich als „Notfallplan“ für Menschen, die aufgrund ihrer Neigung zu SM unfreiwillig oder freiwillig geoutet werden – zum Beispiel im beruflichen Umfeld, gegenüber Behörden oder im privaten Umfeld (sm-outing.de).Die Initiative entstand Anfang 2005 auf dem BDSM?Kongress bei Fulda und wurde kurz darauf als konkretes Online-Angebot realisiert (sm-outing.de).
Primär unterstützt das Projekt Betroffene in akuten Krisensituationen, etwa bei Konflikten mit Jugendamt, Arbeitgeber, Vermieter oder im Scheidungskontext (sm-outing.de).
Ein weiteres Ziel ist, SM?Menschen Mut zum eigenen Coming?Out zu geben und so langfristig gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern – ähnlich wie bei der LGBTQ+-Bewegung (sm-outing.de).
Zentral ist dabei Solidarität: Viele Einzelpersonen und Unterstützer tragen das Projekt mit, verbreiten die Initiative, geben Anregungen oder stehen Betroffenen als Ansprechpartner zur Verfügung – öffentlich und anonym (sm-outing.de, sm-outing.de).
Persönliche Ansprechpartner aus dem SM?Kontext bieten Betroffenen ein offenes Ohr und oft praktische Tipps basierend auf eigener Erfahrung oder beruflicher Qualifikation.
Es gibt einen wachsenden Pool an professionellen Kontakten: Ärzte, Psycholog, Jurist ohne Berührungsängste mit dem Thema SM wurden gewonnen, teilweise mit SM-Hintergrund oder Erfahrung.
Zusätzlich werden Leitfäden verfügbar gemacht – z.?B. zum Umgang mit dem Jugendamt, dem Arbeitsplatz, im Krankenhaus oder beim Anwalt. Diese Materialien werden permanent verbessert und erweitert.
Start im August 2005 als Ideenprojekt, realisiert nach Diskussion im SM-News-Bereich.
Seither kontinuierlich erweitert – dank Verlinkungen, Zusammenarbeit mit Fachleuten und einem Netzwerk von Mitwirkenden, die teils anonym bleiben.
Eine Beteiligung in Form von Umfragen half dabei, Erfahrungen Betroffener auszuwerten und das Angebot zu gestalten.
Für SM?Menschen, die in Not geraten sind – sei es durch unfreiwilliges Outing oder Sanktionen aufgrund ihrer Vorlieben.
Für all jene, die über ein Coming-Out nachdenken und praktische Hinweise, seelische Unterstützung oder rechtliche Beratung suchen.
Für Menschen des SM?Netzwerks, die aktiv mithelfen und sich solidarisch zeigen möchten.
Weil Outings mit SM-Thematik oft heftigere Vorurteile nach sich ziehen und Betroffene sowohl emotional als auch rechtlich in existenzbedrohende Situationen geraten können.
Weil es bisher keine große, öffentliche Bewegung gibt, die SM?Szenen systematisch unterstützt – SM?Outing leistet hier Pionierarbeit.
Weil gegenseitige Solidarität – privat wie öffentlich – die einzige langfristige Strategie für gesellschaftliche Anerkennung und Schutz sein kann.
SM-Outing ist ein engagiertes, über Regiogrenzen hinweg getragenes Netzwerk, das bei Krisen auftaucht, Orientierung bietet und ein solidarisches Fundament für SM?Menschlichkeit schafft. Es kombiniert persönliche Hilfe durch Betroffene mit professioneller Unterstützung und setzt auf Aufklärung, Leitfäden und verstärktes gesellschaftliches Bewusstsein.
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