Geschichten die das Leben schrieb...

Nachdem ich in diesem Jahr, mit Ausnahme des Aprilscherzes, nur über ernsthafte Themen gebloggt habe, will ich euch mit drei selbst erlebten und einer fremden lustigen BDSM Anekdote wieder mal zum Schmunzeln bringen.

Junge Frau vom (platten) Lande
Es war unser erstes Date, und da sie nicht wusste, wann sie aus dem Büro herauskommen würde, machte ich ihr den Vorschlag, einfach vor meiner Haustür zu parken und von dort aus mit mir zusammen in die Stadt zu gehen. So musste sie nicht hetzen und ich wohne eh nur einen kräftigen Steinwurf von der Altstadt entfernt.
Es klingelte und ich ging runter, wo sie vor der Tür auf mich wartete. Nach einem kurzen Spaziergang saßen wir also in einem kleinen Altstadtcafe. Nach etwa einer halben Stunde klingelte plötzlich ihr Handy. Wer war dran? Eine nette Polizistin! Ihr Wagen habe sich verselbstständigt und sei die Straße hinunter gerollt. Ein großes P(anik) erschien in ihren Augen, ich schaute kurz in die Karte, legte das Geld auf den Tisch und sehr schnellen Schrittes ging es wieder zurück in meine Straße.

Da stand ihr Wagen nun halb auf der Straße, halb in der auf der anderen Seite liegenden Parkbucht, und ein Streifenwagen übernahm die Sicherung. Wir konnten aber gleich sehen, dass der Wagen zum Glück überhaupt nichts touchiert hatte. Und was sagt sie dann zu den Polizisten? „Das tut mir so leid, aber ich komme aus der Grafschaft Bentheim, und da haben wir keine Hügel.“

Die Polizisten lachten erst einmal laut und beließen es bei einer Verwarnung und dem Hinweis, sie möge in Zukunft bei einem Gefälle immer nicht nur die Handbremse ziehen, sondern auch einen Gang eingelegt lassen. Wegen der gezogenen Handbremse und dem eingeschlagenen Lenkrad hatte sich ihr Auto im Schneckentempo die etwas weiter unten und schräg gegenüberliegende Parklücke als neuen Standort auserkoren. Nachdem die Polizei weg war, musste sie erst mal ihren Vater beruhigen, welcher der Polizei ihre Handynummer gegeben hatte.

Eines frage ich mich aber bis heute: War das evtl. alles geplant? Immerhin meinte sie nach der Aktion, dringend auf die Toilette zu müssen, und so waren wir in weniger als einer Stunde in meiner Wohnung und schauten uns das Spielzimmer an… wer weiß, wer weiß… immerhin gab es bei uns beiden nachher keine erneute Verkehrsstörung mehr…


Freddy Krüger
Samstagnacht, ich kam mit meiner damaligen Partnerin aus der Kino - Spätvorstellung und direkt hinter der Tür begann das Spiel. Wir landeten rasch nackt auf dem Sofa, wo ich mich bequem zurücklehnte und mich reiten ließ. Geil wie wir beide waren, erhielt sie einige starke Ohrfeigen, welche sie noch lustvoller werden ließen. Als sie mich zum Höhepunkt gebracht hatte, wollte sie aufstehen und ins Bad gehen. Damit sie nicht gegen irgendeinen Tisch lief, schaltete ich das Licht an, welches während der ganzen Zeit zuvor aus gewesen war. Ich war ziemlich entsetzt, als ich im Licht auf der ganzen Wand hinter dem Sofa Blutspritzer sehen konnte, auch sie folgte meinem Blick, als sie meine Reaktion bemerkt hatte, und starrte ziemlich entgeistert die Blutspritzer an.

Was war geschehen? Nun, sie hatte ab und an Nasenbluten. Ohne Licht und dank vieler Hormone hatten wir das scheinbar nicht bemerkt. Die schwungvollen Ohrfeigen trafen zwar nur ihre Wange, aber waren eben kräftig genug, um jeweils einige Blutspritzer über die Wand zu verteilen. Da sie wegen der körperlichen Anstrengung scheinbar viel geblutet hatte und es eine Menge lustvoller Ohrfeigen gab, hatte die Wand nun eine sehr sonderbare gesprenkelte Färbung.

Wie ich das meiner Vermieterin hätte erklären sollen weiß ich nicht. Immerhin, einige andere Dinge wie z.B. die Korsagenherstellung und ein hängendes Bondagebrett musste ich ihr schon erklären.


Abendunterhaltung
Meine damalige Freundin hatte eine Vorliebe für zierliche blonde Frauen und wir hatten eine ebensolche zu Besuch. Am Samstagabend lud ich beide in mein Lieblingsrestaurant, einem gehobenen Griechen, ein. Zwischen der Vorspeise und dem Hauptgang beobachtete ich unseren Kellner, wie er etwas in einer gegenüber unserem Tisch liegenden Kommode suchte.

Er blickte zu uns herüber und starrte plötzlich längere Zeit in unsere Richtung. Irritiert über die Reaktion meines Kellners schaute ich die beiden Frauen an und bemerkte, dass sie sich unter dem Tisch gegenseitig am Fingern waren. Da man dies bei dem Tisch und der Tischdecke aber nur sehen konnte, wenn der Kopf deutlich unterhalb der Tischkante war und keine Kinder anwesend waren, amüsierte es mich. Nachdem er genug gestarrt hatte, fand er endlich auch das, wonach er gesucht hatte. Scheinbar hatte er seinen Korkenzieher verlegt und dort lag ein Ersatzgerät.

Noch mehr amüsierte es mich, dass er den Korkenzieher wieder zurücklegte und in den nächsten 1,5 Stunden sehr darauf bedacht war, den Nachbartischen enthusiastisch Weine zu empfehlen. So „musste“ er dann immer wieder an die Kommode und konnte schauen, was die beiden aktuell so unter dem Tisch trieben.

Nach der Nachspeise kam der Inhaber Tamaz (netterweise dürfen Stammgäste ihn Thomas nennen) an den Tisch und fragte, ob wir mit allem zufrieden gewesen seien und Lust hätten, an der Bar noch einen Drink aufs Haus zu nehmen. Da wir uns damals schon gut verstanden, wurde aus einem Drink schnell etwas mehr und nach dem zweiten Cocktail küsste ich meine Partnerin, nach der dritten Runde aufs Haus fing sie dann an, mit unserer Begleitung zu knutschen und wie es kommen musste, nach der vierten Runde beschwerte sich ein älteres Paar, welches einen Tisch nahe der Bar hatte und das wohl nicht wusste, dass der Mann hinter der Bar der Inhaber ist, über diese frivolen „jungen“ Gäste.

Als Profi sah Thomas, dass die Situation problematisch war und unter vielen Entschuldigungen bat er uns, nach einem letzten Drink sein Restaurant zu verlassen, die bösen Blicke seiner Ehefrau hatte er vorher hingegen gekonnt ignoriert.

Es war inzwischen bereits recht spät und wir hatten eine warme Sommernacht, ideale Bedingungen also für den Heimweg, der zehn Minuten gedauert hätte. Als wir an einen großen Platz kamen, welcher im Sommer sehr beliebt und auch um diese Uhrzeit noch belebt ist, fragte ich meine Freundin, ob wir denn nach Hause gehen wollten, um ein wenig zu spielen, oder erst noch etwas aus gehen sollten. Unsere Begleitung hatte eine sehr eindeutige Präferenz, was wir daran merkten, dass sie während der Unterhaltung vor mir auf die Knie ging und anfing, mein bestes Stück zu verwöhnen.

Auch meiner Partnerin gefiel die Idee, und so half sie ihr ein wenig dabei. Sex + Öffentlichkeit = Damals kein Problem, zumindest wenn es keine Kinder mitbekommen konnten und das war zu jener Stunde ausgeschlossen. Einige Meter weiter gab es einen Balkon, unter dem wir unseren Spaß hatten. Seitdem weiß ich, in meiner Heimatstadt wechseln Fußgänger die Straßenseite wenn sie Menschen sehen, die Sex haben.

Dienstag saß ich bei einer Staatsanwältin, die ich gut kenne im Dienstzimmer, und sie meinte sie müsste mir unbedingt etwas erzählen. Also am Samstag, da hätten welche unter dem Balkon vom Richter XY einen Dreier mitten in der Stadt gehabt! Mein Gehirn ratterte ganz schnell und ich meinte nur: Wie kann die Akte denn jetzt schon auf deinem Tisch sein, wenn das erst am Wochenende war, so schnell sind unsere Ermittlungsbehörden bei so kleinen Vergehen doch nie?

Sie schaute mich an und lachte. Nein, das habe der Richter gestern alles in der Kantine erzählt. Ich fragte also, ob es denn eine Anzeige geben würde und sie sagte nein. Mir fiel ein recht großer Stein vom Herzen und so erzählte ich ihr, dass ich das gewesen sei. Uiiiihhhh da musste ich mir etwas anhören! Zum Schluss drohte sie noch, dass wenn ich jemals etwas anstellen würde, dies auf ihren Tisch käme (und sie hat wirklich meinen Buchstaben als Zuständigkeit in diesem Bereich), sie es dann aber wegen Befangenheit abgeben oder mir sehr gehörig die Ohren lang ziehen würde.

Eine Woche später gesellte ich mich zu einem Bekannten an den Richtertisch und war sehr froh, dass der betroffene Richter mich scheinbar nicht erkannt hat, ich glaube als Mann hat man aber in jener Konstellation eher Augen für zwei hübsche Frauen, als für den Kerl der dabei mitwirkt. Immerhin seitdem bin ich vorsichtiger geworden und achte darauf, dass beim Sex in der Öffentlichkeit diesen nicht nur keine Kinder, sondern schlichtweg überhaupt niemand mitbekommt. Eine Seitengasse in einer warmen Sommernacht, vielleicht ja mit der richtigen Frau, aber sicher nicht mehr direkt an einem belebten Platz.

Wem es bekannt vorkam: Ja, ich habe es nachher gemerkt, die Kurzfassung hatte ich bereits veröffentlicht. Wie man sieht, auch ich kenne mich inzwischen bei über 1.000 Beiträgen nicht mehr mit dem gesamten Inhalt der Seite aus ;)


Als Wiedergutmachung eine weitere Anekdote, ja auch wenn es euch nicht aufgefallen ist dürfte ihr diese lesen ;). Ob sie wahr ist weiß ich nicht, da ich sie in ähnlicher Form auch schon mal ohne BDSM gehört habe, wobei manche Fehler werden ja auch häufiger begangen.

Nachtzug
Dom und Sub nutzen den Nachtzug für ihre Urlaubsrückreise, als Subbie recht früh aufwacht und da sie immer auf gewisse Dinge (perfekte Rasur) achten muss, schnappt sie sich ihren Toilettenbeutel, zieht ihren kurzen Morgenmantel über und macht sich auf den Weg zu den Duschen. Leider sind auch schon andere Frauen so früh auf, und so bildet sich eine kleine Schlange. Klug wie Subbie ist, weiß sie aber, dass es einen weiteren Sanitärbereich im Nachtzug gibt und siehe da, dieser ist weniger stark frequentiert. Sie duscht sich also in aller Seelenruhe und macht sich frisch für ihren Schatz. Da bei manchen Frauen die Morgenrituale etwas länger dauern, ist sie sehr verwundert, als sie auf dem Rückweg ihr Abteil nicht mehr wieder findet. Sie bittet einen Schaffner um Hilfe und dieser muss verdutzt feststellen, dass sie sich im falschen Zug befindet, denn währenddessen war der Zug geteilt worden, und der zweite Sanitärbereich lag bereits in dem Teil, der sie nun keineswegs ans Ziel bringen würde.

Tja so durfte Subbie dann mit ihrem Toilettenbeutel und im kurzen sexy Morgenmantel die Zeit in der Bahnhofsmission verbringen und dort auf ihren Retter warten, der nachdem er endlich daheim angekommen war, sich direkt ins Auto setzte und wieder 500 km gen Süden fahren musste, um seine Sub zu retten.


Wenn ihr lustige Anekdoten erlebt habt und sie hier ebenfalls veröffentlichen wollt, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion ;)


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