Geschichten, die mich reizen

Heute erhielt ich seit längerem wieder eine Geschichte und diese hat mich gleich begeistert. Eine gute BDSM Geschichte wie diese verfügt über einen Spannungsbogen und viel Raum für die eigene Gedankenwelt. Die Beschreibung eines Details mag interessant sein, wenn diesem eine zentrale Rolle in der Geschichte zu teil wird.

Jedoch die exakte Beschreibung einer Session liest sich für mich mehr wie ein Rezeptbuch denn etwas, das zum Träumen anregt. Auch wenn ich auf schmutzigen Sex stehe, so müssen weder Genitalien noch Körpersäfte eine zentrale sprachliche Position einnehmen. Ich habe genug Frauenkörper gesehen und verfüge noch über eine blühende Fantasie, die es mir ermöglicht, die für mich passenden Bilder im Kopf zu erzeugen.
Schafft es der Verfasser dann noch, mich mit Gedankensträngen zu begeistern, die eben nicht allesamt vorhersehbar sind, nun dann hat er mich in seinen Bann gezogen und ich lese mit großer Spannung weiter. Leider beschränken sich viele Geschichten auf immer die gleichen Abläufe, sei es wie ein Sklave die HighHeels seiner Herrin leckt oder auch wie ein Dom seine Sklavin mit Dildos und Peitsche traktiert und diese dabei gut zwanzig Mal kommt und die Körpersäfte nur so fließen. In fesselnden Geschichten geht es nicht nur um Aktionen, sondern auch um Gefühle und Sehnsüchte, die jeder von uns in sich trägt.

Eine Geschichte sollte wie ein Abenteuerurlaub sein. Natürlich weiß man, in welche Region man fliegt und dass es eben ein Abenteuer- und kein Strandurlaub wird, aber deswegen muss es bei diesem auch Überraschungen, also Wendungen geben, die so nicht unbedingt vorhersehbar waren. Ich merke schon, langsam wird es wieder Zeit für einen Urlaub. Die zwei Wochen USA im Oktober 2009 sind einfach schon wieder viel zu lang her.


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