Metakonsens

Unter BDSMlern sehr umstritten sind Partnerschaften oder auch Spiele, in denen lediglich ein Metakonsens herrscht. Metakonsens bedeutet, dass der devote Part auf Tabus und Ausstiegsmöglichkeiten bewusst verzichtet, konkret bestimmt damit allein der dominante Part das Spiel und seine Grenzen, und ein Safeword wird abgelehnt.

Vorteile
Diese Art der Unterordnung ist jene, die am weitesten geht. Für jemanden, dem der Faktor Macht wichtig ist, ist dies die intensivste Art. Es ist eben kein Spiel, sondern Dom bestimmt wirklich über alles. Sub vertraut dem Dom in diesem Fall wirklich ihre Gesundheit, Psyche und ihr Leben an. Es wird unbestritten keine Spielart geben, die psychisch so intensiv sein kann, wie ein metakonsensuales Spiel.


Rechtlich
Alle „normalen“ BDSM Handlungen sind nach dem deutschen/österreichischen Recht erlaubte Handlungen, sofern der devote Part hierzu eingewilligt hat. Nur extremste Spielarten, welche in meinen Augen nicht mehr unter BDSM fallen, sind strafbar (lebensgefährliche Amputationen etc.). Der Grund hierfür ist, dass nach deutschem Recht (ich beschränke die folgenden Ausführungen hierauf) die eigenen Freiheiten/Rechte zu einem großen Teil dispositiv sind. Dies bedeutet, dass ein Mensch der bei klarem Verstand ist, dazu seine Einwilligung geben kann, sich von einem anderen zum Beispiel auspeitschen zu lassen.

Normalerweise ist dies eine Körperverletzung. Der § 228 StGB regelt aber, dass bei dem Vorliegen einer wirksamen Einwilligung keine Strafbarkeit vorliegt. Die Gesetzeslage sieht jedoch zwingend vor, dass die Einwilligung frei widerruflich sein muss. Beim Metakonsens ist genau dies nicht gegeben. Ob damit bereits die Einwilligung unwirksam ist, oder ob lediglich die erste Handlung, bei der Sub widerrufen will, hier ausschlaggebend ist, kann nicht sicher gesagt werden.

Egal wie man es sieht, im Gegensatz zum Zivilrecht (§ 185 BGB), ist eine nachträgliche Genehmigung im Strafrecht bedeutungslos. Ein intensives metakonsensuales Spiel ist daher für den dominanten Part (so gut wie) immer strafbar. Für den devoten Part liegt hingegen keine Strafbarkeit vor, da dieser das Opfer ist.


Nachteile
Der Nachteil der Strafbarkeit ist in meinen Augen nicht mal der schlimmste, die weiteren möglichen Folgen sind weitaus bedeutungsvoller. Jeder geistig gesunde Mensch trägt Verantwortung für sein Leben, der eine mehr der andere weniger. Der Metakonsens schiebt die gesamte Verantwortung dem dominanten Part zu. Daraus resultiert sehr schnell ein reales, nicht einvernehmliches Erlebnis, im Kontext BDSM also Freiheitsentzug, Vergewaltigung, Körperverletzung, Beleidigung, Nötigung etc. pp. Die Möglichkeit, Schaden von der eigenen Psyche, dem Leib oder gar Leben abzuwenden, ist dem Opfer genommen. Extremsituationen führen zu Traumatisierungen und aus einer schönen einvernehmlichen Spielart wird schnell ein realer Missbrauch, mit all seinen negativen Folgen.

Die Befürworter des Metakonsens führen hiergegen gerne an, dass ein erfahrener, einfühlsamer und guter Dom überhaupt kein Interesse daran hat, Sub dauerhaft zu schaden und das Spiel beim Auftreten einer realen Gefahr abbrechen wird.

Ein nettes Wunschdenken, selbst wenn ich annehmen würde, dass ein Dom der das macht, sich genau an diesen Leitsatz halten würde. Kann ein Dom wirklich Gedanken lesen, kann er genau erkennen, was in der Sub vorgeht, ob sie vielleicht getriggert ist? Kann er Sub genau an der Kante der Klippe tänzeln lassen und sie achtet dabei nicht auf ihre eigenen Schritte?

Nach meiner Kenntnis (da ich nur mit Safeword spiele sind es lediglich Kenntnisse vom Hörensagen) führt diese Spielart, wenn sie denn wirklich konsequent durchgezogen wird, zu sehr schönen Erlebnissen. Aber immer wieder stürzt jemand bei diesem Drahtseilakt ab, und egal wie schön die anderen Erlebnisse waren, dieser eine Absturz und seine Folgen ist meist so schlimm, dass alles andere demgegenüber verblasst. Wer ernsthaft mit dem Gedanken Metakonsens spielt, oder einfach einen facettenreichen aber auch beklemmenden SM Roman lesen will, sollte zum Roman Safeword (>>>Rezension des Buchs) von Nala Martin greifen.


Was nicht unter Metakonsens fällt
Viele behaupten, dass Tunnelspiele ein Beispiel für den Metakonsens seien, weil es auch hier keine Ausstiegsoption gebe. Das sehe ich anders, natürlich stimmt es, ein Tunnelspiel (Beispiel: Auftragen einer brennenden Salbe, ist sie eingezogen kann der Effekt nicht rückgängig gemacht werden) kann nicht mehr wirklich abgebrochen werden, aber der Effekt kann gemildert werden, zum Beispiel durch Kühlung, Schmerzmittel und andere Dinge.

Der größte Unterschied ist aber die „Tatbegehung“. Bei einem Tunnelspiel liegt zum Zeitpunkt des Starts ein Konsens vor, beide wissen, dass dieses Spiel einen Effekt hat welcher nicht umkehrbar ist, damit haben weder Dom noch Sub die Möglichkeit eines Abbruchs in der Hand und beide kennen den Spielplan dieses Tunnelspiels.

Genau das ist aber beim Metakonsens anders, hier kann Dom immer abbrechen und es ist vorher nicht festgelegt, was passieren wird. Auch der vollständige Verzicht auf Tabus stellt keinen Metakonsens dar, solange Sub die Möglichkeit hat, mittels des Safewords zu jeder Zeit die Aktion abzubrechen. Gleiches gilt auch für ein >>>Rapegame, zumindest wenn hier Tabus geachtet und mit Safeword gespielt wird. Zusammenfassend also nochmals: Beim Metakonsens willigt der devote Part darin ein, dass fortan, also immer oder auch nur für einen bestimmten Zeitraum, der dominante Part alleinig über die Handlungen beider bestimmt.  


Argumente von Doms für Metakonsens
Vor allem (psychisch) kranke Doms drängen ihre Subs in metakonsensuale Spiele, sie bedienen sich dabei meist ähnlicher Argumente, ich würde mich freuen, wenn ihr welche die hier nicht aufgeführt sind, über die Kommentarfunktion ergänzt.

Eine echte Sklavin hat keine Tabus und macht was ihr Herr befiehlt!
> Stimmt, wenn ein Mensch wirklich nur ein rechtloses und wertloses Subjekt wäre würde das stimmen, das ist aber zum Glück nicht der Fall

Nur so zeigst du, dass du mir wirklich vertraust!
> Schwachsinn, es wird psychisch Druck aufgebaut. Blindes/absolutes Vertrauen ist im besten Fall romantischer Nonsens, grundsätzlich ist jedes Vertrauen an Bedingungen gebunden und das ist gut so. Jeder hat eine Verantwortung für sein Leben und seine Gesundheit und von dieser kann sich niemand frei machen.

Wir kennen uns schon so lange, vertraust du mir etwa nicht?  
> Aufbau von Druck

Das brauchen wir nicht, wir kennen uns doch so gut!
> Wirklich? Ist das so, weiß er wirklich alles (jeden Alptraum, jedes vielleicht verdrängte traumatisierende Ereignis in der Vergangenheit usw.) über dich und ist er auch dazu in der Lage, alles korrekt zu deuten in jeder möglichen Situation?

Ich brauche das! (und deswegen machen wir das)
> Schön, hol es dir woanders. Hier wird doch bereits mehr als deutlich, es geht ihm nur um sich selbst, Sub`s Schutz/Wünsche/Hoffnungen spielen bei diesem Dom keine Rolle.


Persönliche Gedanken

„Dem Mutigen gehört die Welt“

„Wer die Gefahr sucht kommt darin um“


Zwei Sprüche die beide wahr sind. Sich überhaupt auf BDSM einzulassen ist schon mutig und diesen Menschen erschließt sich eine neue eigene Welt. Wer sich aber auf zu viel einlässt, der kann auch schnell scheitern, im schlimmsten Fall stirbt dabei etwas von ihm, im allerallerschlimmsten (wirklich extremst selten und eigentlich dann immer nur bei Spielen in Kombination mit Alkohol/Drogen/Unsichere Atemkontrolltechniken) Fall stirbt er selbst.

Vielleicht ist BDSM wie ein Spaziergang an einer Klippe, mit dem richtigen Halt an seiner Seite traut man sich näher an die Kante als ohne einen solchen, aber man behält immer selbst den Abstand, den man sich zutraut.

Metakonsens bedeutet, ein anderer führt und in diesem Fall wird vom dominanten Part der Körper des devoten geführt. Vertraut dieser, wird er noch näher an die Klippe gelangen als er es wahrscheinlich allein könnte, ganz nah am Abgrund stehen ist ein unglaublich intensives Gefühl, wahrscheinlich hätte Sub vorher bereits aus Furcht vor einem Absturz abgebrochen.

Der Nachteil liegt aber auf der Hand, sehr nah an der Klippe bedeutet auch unglaublich nah an einem Absturz zu sein. Fast alle Subs, die ich kenne und die sich auf ein solches Spiel eingelassen haben, sind mindestens einmal wirklich heftig dabei abgestürzt und waren nach einem oder auch mehreren Abstürzen davon geheilt, solche Spiele spielen zu wollen, die Wunden daraus tragen einige aber ihr Leben lang bei sich.


Kommentare:


Fremde schrieb am 02.02.2016


Hallo,
ich weiß dieser Blog-Eintrag ist schon einer der älteren aber dennoch würde ich gerne meine Meinung dazu äussern.

Zum Einen, der Leser versteht dennoch um was es beim Metakonsens geht. Ich selber bin kein Schubladendenker und ich lasse ich auch nicht in Gruppierungen/Szenen stecken, ich bin aber jemand der sich damit auseinandersetzt, weil einige meiner Freunde und Bekannte BDSMler sind. Und ich liebe diese Andersartigkeit der Menschen. Zumals mein bester Freund ein Dom ist, auch wenn ich ihm vertraue aber nur in soweit dass ich mit allem zu Ihm gehen kann. Auch wenn es um Sex geht und ich ein Problem habe!
Darüber hinaus bin ich ein sehr toleranter Mensch und akzeptiere, respektiere und tolleriere jeden Menschen mit all seinen Facetten.

Ich bin ein solcher Leser und verfolge die Seite schon ein wenig länger als nur 1 Tag. Ich habe sehr wohl verstanden was SSC und Metakonsens ist. Wenn man nur ein bisschen Vernunft hat...

Ich habe ein paar Blogeinträge darüber gelesen aber erst bei dem von Gentle gingen meine Alarmglocken kann.
Ich kann mir sehr gut sogar vorstellen, dass es Doms gibt die definitiv diese Schwächen eben ausnutzen und sich die labilen Subs rausfischen....eben mit Worten/Sätzen wie "Aber MIR kannst DU doch vertrauen!" <--- ich persönlich hinterfrage sofort diese Aussage. Entweder er hat Meines soeben gerade in Frage gestellt oder Er hat es sogar verspielt!

Im Falle eines Absturzes, hat das mal wer aus der Sicht einer/eines Subs geschrieben oder versucht zu erklären?

Ich hatte einen Absturz. Natürlich ist er da und fängt auf, natürlich kümmert er sich und versucht durch reden und Anwesenheit es irgendwie zu bessern und den Partner wieder auf die Rechte Bahn zu bringen. Aber in Wahrheit steht die Sub/der Sub doch völlig alleine damit dar. Er/Sie muss wieder zusehen, dass er/sie aus diesem Loch wieder raus kommt. Und wie soll man alleine es schaffen diese schwarzen Cookies (nenne ich mal zur Verdeutlichung) verarbeiten die mir mein Unterbewusstsein gerade hochgeschossen hat. Entweder verdrängte Erlebnisse, unverarbeitete, Dinge die das Hirn bereits in der Kindheit zum Schutz des eigenen Wohls einfach in den Keller geworfen hat, verarbeiten? Und das bleibt nicht ohne Spuren/Schaden. Retraumatisiert sein kann ganz schnell fatal enden!

Mag sein, dass es Subs und Doms gibt, die eben genau das wählen. Glückwunsch zu diesem Vertrauen - beiderseits - das es gut verlaufen ist.
Eine Medaille hat immer 2 Seiten. Und diese sollte man sich immer betrachten!

Ich traue jedem Menschen zu 100% alles zu aber vertrauen tu ich niemandem! Schon gar nicht so schnell! Geduld ist eine Tugend....

"Ein gebranntes Kind, scheut das Feuer"

Liebe Grüße
die Fremde


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Vielen Dank für das Teilen deiner Gedanken!

Rabe schrieb am 07.05.2015


Danke!

Hallo Gentledom,

Danke für diesen Blogeintrag. Ich bin gerade am Wiedereinstieg, wobei ich allerdings noch nicht auch lange Erfahrungen zurückgreifen kann, und lese mich hier nach und nach, auf und ab durch die Blogbeiträge.
Andere finde ich auch sehr interessant und lesenswert, aber dieser hier - und auch die jeweiligen Kommentare dazu - haben mir geholfen Anfragen bewusster zu scannen und mit mehr Selbstbewusstsein und sprachlich gewitzter zu hinterfragen.
Es stimmt, es werden ziemlich regelmäßig Aussprüche getätigt, die in Richtung Metakonsens gehen, wenn man erst einmal hellhörig genug ist. Etwa: "...keine Sorge, ICH weiß was DU willst und brauchst..", "...will deine totale Unterwerfung...", "...das willst/brauchst Du!..." usw.
Wobei ich nicht einmal glaube, dass hinter all diesen Äußerungen nur Doms stecken, die tatsächlich ebenso "dumm agieren" würden wie schreiben. Beim näheren Hinterfragen, wenn ich SSC, Grenzen, Tabus, Safeword....einfließen lasse, durchblicken lasse, dass das keine Diskussionspunkte sondern zuerst einmal auf alle Fälle Grundvoraussetzungen sind, fallen dann oft BDSM-Platitüden weg und es kann sich auch ein durchaus vernünftiger schriftlicher Austausch entwickeln.
Kann es sein, dass manche Doms glauben, Subs wollen genau solche Formulierungen hören und dass sie über solche Aussprüche ihre "pure männliche Dominanz" zu transportieren versuchen. Es scheint ein wenig so zu sein. Das macht die Angelegenheit natürlich nicht viel intelligenter aber zumindest menschlicher. Es menschelt halt überall.
Jedenfalls hat mir persönlich die Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr geholfen, war praktisch sofort umsetzbar und zeigte erfreuliche Auswirkungen in der Konversation.
Tatsächlich scheine ich ja auch zum Zielpublikum dieses Beitrags zu gehören. So gesehen ist die Message angekommen. DANKE!

Der Ausspruch...
"Den Metakonsens beschreibt man am besten mit nur einem Satz. Es ist ein klares Nein, zu dem man zuvor irgendwann JA gesagt hat. Es ist also das Ja zum Nein."

...hat sich in mir sofort ein wenig festgefressen, weil er mir einen derben Knoten in meinen Gehirnwindungen verursacht und mich nicht mehr losgelassen hat.
Ich kam mir vor als würde ich vor einem Zen-Kuan sitzen, das zu lösen meine heilige Pflicht wäre.
Also, kann ich es in etwa mit......den Faktor des erwünscht Nichteinvernehmlichen......übersetzen? - Damit konnte ich meinen Knopf im Gehirn jedenfalls wieder lösen :-)

Liebe Grüße
Rabe


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Hallo Rabe,

 

natürlich kannst du das, es gibt ja keine wirklich verbindlichen Definitionen beim BDSM, selbst zu grundsätzlichen Dingen wie SSC gibt es diverse Ansichten die alle ihre Berechtigung haben, entscheidend ist eine gemeinsame Sprache mit denen zu finden mit denen man kommuniziert :)

 

Liebe Grüße

 

Gentledom

Marvelous /Arcinala schrieb am 09.05.2013


Korrektur

Mit Abstand habe ich mir nun deinen Bericht noch mal durchgelesen, und so ganz verstehe ich meine Kritik von damals nicht mehr. Gut... es gibt immer noch zwei/drei Kleinigkeiten, mit denen ich so nicht ganz einverstanden bin, aber im Großen und Ganzen ist dies doch einer der besten Artikel, die ich bisher zum Metakonsens fand. Vielleicht hatte ich beim ersten Lesen einen Tunnelblick, weil ich mit einem Vorurteil anfing zu lesen. ganz nach dem Motto: *Egal, wer drüber schreibt, es kommt nur Mist bei raus.* Vielleicht hab ich mich auch an den zwei/drei Kleinigkeiten fest gebissen, die ich anders sehe, und hatte dewegen keinen Blick für den Rest des Artikels. Auf jeden Fall möchte ich mich hier entschuldigen für die harsche Kritik. Sie war nicht wirklich gerecht und auch nicht richtig. Dein artikel ist gut, Gentle, - Kompliment!


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Danke ;)

INP schrieb am 25.03.2013


Da muss ich mich entschuldigen...

Hallo Gentledom,

zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen für die fehlende Begrüßungsformel. Da hat Samya absolut Recht.

Dann entschuldige ich mich für die Unterstellung, dass du nicht "mitreden kannst". Ich habe deinen Äusserungen entnommen, dass das für dich nie in Frage kommt und habe fälschlicherweise geschlossen, daß du es eben auch noch nie gelebt hast. Das revidiere ich gern.

Dass du in deinem eigenen Blog selbstverständlich deine eigene Meinung vertrittst ist mir klar. Dennoch solltest du berücksichtigen, dass es eben einen Unterschied macht, ob redaktioneller Teil (Blog) oder Kommentare. Du betreibst eine sehr professionelle Seite und ich schätze sie sehr. Vielleicht nimmst du es einfach als Anregung zur Verbesserung. gentledom.de ist SO professionell, dass es eben schon diesen Unterschied macht, WO du deine Meinung kundtust. Stell dir vor, du hättest den Text als Redaktionsleiter von einem Mitarbeiter verfassen lassen.

Zu deiner Frage, was nun zu empfehlen ist kann man nichts anderes als SSC sagen. Ich habe auch nicht kritisiert, dass du die Gefahren anderer Spielarten aufgeführt hast, sondern vielmehr, dass du deine persönliche Wertung in den redaktionellen Text einfliessen lassen hast.

Liebe Grüße
INP


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Hallo INP,

schön wieder von dir zu lesen und erst einmal meinen Respekt, die meisten Doms hätten so ganz sicher nicht geantwortet. Ich schreibe auf dieser Seite wenig über TPE und meine Erfahrungen mit dieser, aber auch anderen, Spielweisen. Dies hat einen einfachen Grund, ich bin, ob ich es will oder nicht, wohl für einige ein Vorbild. Wenn ich hier viel über solche Spielarten schreiben würde könnten einige denken, also wenn der vernünftige Gentledom das macht kann das ja nicht so gefährlich sein... ich sehe viele Dinge die ich gemacht habe und auch noch mache (falls die passende Partnerin vorhanden ist) durchaus kritisch und ja ich traue bei weitem nicht jedem Dom zu diese jeweils korrekt durchzuführen. Das mag sich arrogant anhören aber es sind meine Erfahrungswerte. Selbst einige Geschichten habe ich lieber unter einem falschem Namen veröffentlicht, welche tja einige wissen es, einige haben es wohl am Schreibstil gemerkt. Diese Leute kennen meine Einstellung dann aber auch gut genug um dies korrekt einzuordnen.

Gentledom.de soll möglichst neutrale Ansichten vermitteln, daher auch das Konzept der Interviews, des Magazins und der Blogs. Der Bereich Gentledom auf der Seite gentledom.de ist aber mein persönlicher Bereich und hier schreibe ich persönliches, manches aus meinem Leben anderes über meine Ansichten. Dinge die ich mir andernorts auf der Seite verkneife wandern hier rein. Die Bereiche Grundlagen, Infos, Schlagwörter sollten möglichst frei von persönlichen Dingen sein, die Bereiche Blogs, Aus dem Leben und Gentledom sollen hingegen den Lesern neben der ganzen Theorie persönliche Einblicke gewähren.

Hätte ich den Text von einem Redakteur verfassen lassen, hätte ich geschaut in was für einem Blatt an welcher Stelle passt es. Als Kolumne in jedes Medium außer ein reines Fachartikelmedium und als normaler Artikel in einem Boulevardmagazin. Ich veröffentliche hier neben dem Blog Geschichten, Anekdoten, Gedichte, Satire, meine Partnersuche, etwas zu meiner Person... aus diesem Kontext heraus sollte klar sein, das hier ist kein Fachartikelbereich.

Der Blog ist der Bereich der Seite mit dem höchsten Leseaufkommen (etwa 20% der Seitenbesucher lesen in ihm). Der einzige Bereich der, in Bezug auf die Zahl der Besucher, beliebter ist, sind die Anzeigen. Ich denke gerade weil ich hier persönliche Einblicke gewähre ist er für viele interessant. Wäre es anders müssten die Schlagwörter der Besuchermagnet sein, ich fände das sogar sehr gut, es ist aber eben nicht so. Fakten sind schön aber Menschen erreicht man im Netz am besten via Infotainment.

Liebe Grüße

Gentledom

Samya schrieb am 25.03.2013


Verwunderte Grüße

Hallo Gentledom,

ich musste über deinen letzten Kommentar schmunzeln und dachte leider auch "typisch Dom". Keine Begrüßungsformel, kein Abschiedsgruß und dann noch, ohne einen zu kennen, Vorschriften machen wollen, wie man sich zu verhalten hat. Natürlich unter dem Deckmäntelchen der Toleranz. Es ist so typisch, Toleranz fordern und selber...

Liebe Grüße

Samya


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo Samya.

Toleranz ist eine Keule die eben gerne geschwungen wird. Das Thema greife ich ja in meinem aktuellen Blogbeitrag: Was würdest du tun wenn... auf. Ich kann gut damit leben von manchen als nicht tolerant bezeichnet zu werrden, ebenso wie damit, mir fehlt es an BDSM Lebenserfahrung. Jene die mich real gut kennen oder hier sehr viel und auch zwischen den Zeilen lesen können, wissen grob wie erfahren/unerfahren ich bin.

Liebe Grüße

Gentledom

INP schrieb am 25.03.2013


Toleranz

Ich habe den Blogeintrag nun schon vor einigen Tagen gelesen. Zunächst war ich betroffen, ja, bestürzt. Ich habe mir einen Spiegel vorgehalten gefühlt und habe meine Handlungen noch mehr als sonst hinterfragt. Ich lebe seit einiger Zeit mit meiner Sklavin 24/7 und es tendiert mehr und mehr in Richtung TPE. Durch die Äußerungen, dass subs mit Aussagen wie "vertraust du mir etwa nicht?" "Gefügig gemacht werden" habe ich mich zunächst angegriffen gefühlt. Ich habe wie gesagt mein eigenes Verhalten und das in meinem Umfeld noch stärker hinterfragt. Ich werde auch dann und wann mit Situationen in meinem Umfeld konfrontiert, die ich in meiner Beziehung so nicht praktizieren würde. Dennoch erwarte ich GERADE von praktizierenden BDSMlern vielleicht eben sogar mehr Toleranz als man sie von Vanillas voraussetzen würde. Diese Toleranz sehr ich bei dir nicht. Du versuchst das Thema zwar von verschiedenen Seiten zu beleuchten, am Ende kannst du dir eine persönliche Wertung jedoch leider nicht verkneifen. Die hätte jedoch eher in einen Kommentar gehört. Warum sehe ich das so? Ich bin lange mit diesem Kommentar schwanger gegangen, habe gestern aber zufälligster intensiv mit einer Sub geschrieben, die mir mit glühenden Worten von Praktiken erzaehlte, die ich niemals (so mein Stand heute) in meiner Beziehung gutheißen würde. Sie schilderte das jedoch von einer vergangenen Beziehung also mit ihrem Ex-Dom. Also hat sie inzwischen Abstand zu der Beziehung. Und dennoch erzaehlte sie von Praktiken mit bleibenden Spuren mit einer solchen Begeisterung, dass es mich umgehauen hat. Sie schilderte das mit deutlichem Abstand aber dennoch mit einem tiefen Respekt vor ihrem damaligen Herrn. Und da ist mir klargeworden, dass es eben keinen Sinn macht über Beziehungsformen zu werten, die man selbst nicht lebt. Es ist schön, dass du SSC lebst. Es ist auch richtig, dies vor allem Anfängern immer wieder zu sagen, dass BDSM so sein sollte. Dennoch gibt es viele Beziehungen, die sich mit der Zeit eben entwickeln. Und dann ist nicht nur das Vertrauen für mehr (Metakonsens eben) da, sondern es entwickelt sich (von beiden Beteiligten) der Wunsch dazu. Und an dieser Stelle spreche ich dir die Eignung ab, dies werten zu können - schlicht, weil du es offensichtlich noch nicht gelebt hast. Ich für meinen Teil habe mir zumindest abgewöhnt, andere Beziehungsformen zu verurteilen, weil ich selbst inzwischen deutlich mehr lebe, als ich noch vor einiger Zeit gutgeheißen hätte.


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo INP,

ich finde es sehr interessante, dass du hier die Toleranzkeule ins Feld führst, es erscheint mir so typisch. Warum meinen, vor allem Doms, immer mein BDSM von Reichweite und Intensität bewerten zu müssen. An sehr wenigen Stellen gibt es deutliche Hinweise darauf wie weit ich gehen und gegangen bin. Ja ich gehöre zur Fraktion SSC, jene die ja angeblich die ganz große Masse ist, dennoch habe ich vor Jahren eine TPE Beziehung geführt und dass ich nicht ein wenig Pillepalle als TPE definiere dürfte dem ein oder anderen auch klar sein. Es war eine sehr schöne und äußerst intensive BDSM (ich spreche ausdrücklich meinerseits nicht von Liebes) Beziehung. Auch eine TPE Beziehung kann SSC geführt werden. Das zum Thema ich kann hier nicht mitreden, aber schön dass ein Dom der mich nicht persönlich kennt mir die Eignung abspricht, das kann ich wirklich ernst nehmen ;)

Du schreibst, dass es richtig ist Anfängern immer wieder zu sagen wie wichtig SSC ist, ähm diese Seite wird sehr stark von Anfängern frequentiert. Was soll ich denn nun deiner Meinung nach tun? Sorry ich schmunzel gerade ein wenig... soll ich nun sagen SSC rules und dann schreiben aber Metakonsens (also etwas das strikt gegen SSCspricht) ist auch toll aber bitte bitte ihr seid Anfänger das dürft ihr erst nach X Jahren machen und auch nur mit den Personen X, Y, Z?

Achja Tolerant.... "am Ende kannst du dir eine persönliche Wertung jedoch leider nicht verkneifen. Die hätte jedoch eher in einen Kommentar gehört." Schau doch mal wo wir uns gerade befinden. Das hier ist mein persönlicher Blog :D rein beschreibend steht der Artikel wortgleich und ohne persönliche Wertung im allgemeinen Teil der Seite: www.gentledom.de/schlagwoerter/sonstiges/metakonsens/. Ich wähle selbst hier als Überschrift des persönlichen Teils: "Persönliche Gedanken" und kennzeichne damit meine Gedanken als persönlich und nicht allgemeingültige Einstellung der Szene. Ich soll in meinem eigenen Blog für meine persönlichen Gedanken die Kommentarfunktion nutzen? Ähm, klar... Mein Blog spiegelt meine persönlichen Gedanken wieder, die Kommentarfunktion ist, wie überall in Blogs, dazu da, damit Leser sich auch hierzu äußern können.

Du kannst dich gut ausdrücken und differenzieren, dennoch meinst du über mich urteilen und mir ans Herz legen zu müssen wie ich mich in meinem eigenen Blog bitte schön zu äußern habe, ich kann die restlichen Inhalte nachvollziehen, warum aber solche Kommentare immer von Doms kommen, nun dazu sollte ich evtl wirklich mal etwas schreiben. In diesem Sinne gebe ich den Spielball Toleranz gerne wieder zurück ;) und mache aus den lieben diesmal

verwunderter Grüße

Gentledom

Peridata schrieb am 15.03.2013


Meinung

Ich finde den Artikel sehr gut, Metakonsens darüber reden viele und einige loben diese Form von BDSM als das ultimative Erlebnis. Sub muss nicht mehr denken und kann ganz Sub sein. Die Gefahren werden dabei viel zu oft nicht einmal im Ansatz erwähnt.


Antwort auf diesen Kommentar

Höher, schneller, weiter ist auch etwas das gerade im Internet sehr oft vorzukommen scheint. Wobei Sicherheit unter dem Aspekt SSC auch in der realen Szene eher ein Lippenbekenntnis zu sein scheint. 

Marvelous schrieb am 13.03.2013


Antwort auf deine Kommentarantwort

Gut, dann möchte ich hier noch einmal antworten, bevor ich es lasse.
Ich habe hier im Blog bei dir noch NIE was kommentiert und kann daher nichts unterstellen. Ich schrieb einzig, dass ich gespannt bin, ob du den Beitrag auch veröffentlichst, - dies ist keine Unterstellung.

Allerdings wissen wir beide, was bisher - wenn auch nicht hier im Blog - passierte, wenn ich mich zu deinen Artikeln konträr äußerte. Und Fakt ist auch, dass du dazu nie Position bezogen hast. Mir sei bitte erlaubt, Gentle, mich daran zu erinnern, wenn Du mich hier nun bittest, mich zu äußern. Ja, meine Meinung ist offensiv, angreifen möchte ich aber nicht und darum möchte ich es nun auch dabei belassen.

Nun zu deiner Frage:

"Du schreibst selber du hast darüber noch nicht geschrieben, aber wenn niemand darüber schreibt, wie sollen die Menschen dann informiert werden? "

Ist eine falsche/halbe oder wässrige Information denn vom Vorteil?
Den Metakonsens beschreibt man am besten mit nur einem Satz. Es ist ein klares Nein, zu dem man zuvor irgendwann JA gesagt hat. Es ist also das Ja zum Nein.
Dieses Ja befindet sich in der Metaebene, (Kopf; Oben; Drüber...) darum ist das Nein im Konsens eingehüllt.

Das ist die einzige Information, die korrekt ist und nicht fehlintepretiert werden kann. Ansonsten müssen sich die Menschen eigentlich selbst ein Bild machen mit realen Erfahrungen. Wer da einmal anfängt zu erklären, verwässert "es" weil er einfach nicht all das, was den Metakonsens betrifft, beschreiben KANN. Ich befürchte, und darum fällt es mir schwer, darüber zu schreiben, dass auch ich zur Fehlinformation beitrage, wenn ich einmal angefangen habe, diesbezüglich zu schreiben. Versuchen kann ich es. Sollte ich aber merken, dass es nichts Halbes und nichts Ganzes wird, dann muss ich leider passen.

Insofern sei noch hinzugefügt:
Kompliment für deinen Mut, dich an das Thema heran zu trauen....


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo Marvelous,

ich für meinen Teil habe das Gefühl die wichtigsten Bereiche angesprochen zu haben und natürlich ist es nur ein Artikel und dieser kann nicht auf alle Facetten eingehen, wenn ich aber lese was anderswo steht (selbst Wikipedia und BDSM Datenbanken zählen die Tunnelspiele trotz anderweitiger eigener Definition zum Metakonsens) werde ich den Artikel sicher stehen lassen. Er mag nicht perfekt sein aber ich kenne bisher keinen besseren und das behaupte ich nur von sehr wenigen Beiträgen.

"Den Metakonsens beschreibt man am besten mit nur einem Satz. Es ist ein klares Nein, zu dem man zuvor irgendwann JA gesagt hat. Es ist also das Ja zum Nein."

Perfekt beschrieben und diesen Satz werde ich mir ausborgen für den Artikel, wobei er sicher nicht für jede Person auf Anhieb leicht zu verstehen ist. Daher denke ich man sollte dem Leser mehr zeigen, Argumente dafür und dagegen, denn nur das ist wirkliche Aufklärung und eben auch die korrekte Einordnung ins Strafrecht, denn  darauf gehen viele gar nicht (aktuell Wiki, mal sehen ob wer den Artikel überarbeiten wird) ein und verweisen auf die allgemeine Rechtslage bei BDSM oder sagen es ist wohl strafbar (Datenschlag).

Ich stehe dem Metakonsens sehr kritisch gegenüber und genau deswegen will ich nicht, dass alle diese Erfahrung real machen müssen um mitreden zu können.

Auf deine sicher viel fundierteren Ausführung über Motivation, Gefühlslage, Abstürze und die schönen Momente (das gehört für mich eben auch zu einer Aufklärung) wäre ich äußerst gespannt und das sicher nicht nur als Betreiber dieser Seite sondern auch aus eigener Neugier.

Liebe Grüße

Gentledom

redcat schrieb am 13.03.2013


Praxis?

Dom Argumente für einen Metakonsens kann ich nicht beisteuern- aber sub- Argumente:

Ich will mich Dir ganz und gar schenken/ hingeben.

Nur so kann ich zeigen, dass meine Unterwerfung echt ist.

Mich hat hat das Thema eine Weile lang fasziniert und ich hab in Gesprächen versucht, heraus zu finden was genau den dieser Metakonsens nun in der Praxis bedeutet. Um ehrlich zu sein, scheint mir das oft ein Gedankenkonstrukt zu sein, dass eine starke Fessel enthält. Denn immer wenn es "ums eingemachte" ging, sagten mir die sub`s: das würde er ja nie tun, denn er beschützt mich ja (so in der Richtung). Versteht mich nicht falsch natürlich hoffe ich jeder Dom möge seine sub auch beschützen, aber a) ist das nicht immer der Fall und b) sehe ich es so das dieser besondere Schutz (über das was in einer Partnerschaft sowie so normal sein sollte) nur in den Dingen gelten kann in denen Dom sub seinen Willen aufzwingt (im Sinne von durchsetzt). Beim Metakonsens ist das aber poetentiell immer der Fall, also muss Dom hier immer den guten Beschützer geben. Potentiell hat er immer den schwarzen Peter, potentiell ist immer er Schuld. Klingt für mich nicht sehr erotisch.

Irgend jemand schrieb mir dazu mal: "Selber laufen ist anstrengender als getragen werden." Und ich muss sagen ja stimmt, recht hatte der jemand.

lg redcat


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo redcat,
vielen Dank für den interessanten Kommentar!
Liebe Grüße
Gentledom

Marvelous schrieb am 13.03.2013


Viel zu oberflächlich

Gut, ich will deinem Hinweis nachkommen, und mich hier zu Wort melden!
Ich bin mal gespannt, ob du auch solche Kommentare hier veröffentlichst, oder nur Jene, die dir zumunde reden.

Nur mit sehr ungutem Gefühl reagiere ich hier drauf, denn immer wenn ich es tat, wenn ich dir ggf. sogar konträr begegnete, habe ich eine Horde wildegewordener Helfershelfer an den Hacken gehabt, ohne, dass du Position ergreifen wolltest. Ich befürchte, dass auch hier sogleich irgendwelche Pittbulls ankommen werden, um mich mundtot zu reden, bzw. um dich zu unterstützen, während du Däumchen drehst. Ungeachtet dessen, dass du es warst, der eine Reaktion von mir wünschte.

Zum Artikel: Du wolltest meine Meinung - hier ist sie:
Er ist komplett oberflächlich. Wer wissen möchte, um was es bei dem Metakonsens geht, wird hier in keiner Weise informiert. Alles ist sehr sauber und geradlinig beschrieben, der Leser wird in die Irre geführt, indem ihm vermittelt wird, dass man gut und böse sehr leicht unterscheiden kann. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Der Metakonsens berührt 1000 Grautöne, und die Gefahren sind längst nicht so durchschaubar und offensichtlich, wie von dir dagestellt.

Einer der Gründe, wieso ich, die fast ein Jahrzehnt den Metakonsens in fast allen Facetten lebte, noch nichts darüber geschrieben habe, ist dieser, dass es eben nicht so leicht ist, den Metakonsens dazustellen. Er hat ZUUU viele Gesichter, dazu wie benannt die Grautöne, man kann richtig von falsch kaum trennen, die Übergänge sind zumeist sehr fließend, und die Folgen sind genauso bunt, wie der Metakonsens selbst.

Mehr kann ich nun dazu auch nicht schreiben.
Dir noch einen schönen Tag.
Marvelous



Antwort auf diesen Kommentar

Hallo Marvelous,
die ersten beiden Absätze finde ich überflüssig und... OK lassen wir das... Ich kann mir kaum vorstellen, dass du hier wegen deiner Position angegriffen wirst, ich schätze vieler deiner Aussagen sehr, was ich nicht schätze sind Aussagen wie diese. Du gehst, ganz ohne Grund, hier mächtig in die Offensive und unterstellst Dinge. Aber wie überall hier auf der Seite: Ich veröffentliche jeglichen legalen Inhalt der als Kommentar bei mir eingestellt wird. Normalerweise wird mir Zensur nur von sehr komischen Doms unterstellt. Was mich wundert ist, dass Menschen einem etwas unterstellen noch bevor sie wissen können, ob der Kommentar veröffentlicht wird oder nicht. Wenn es hier Kritik geben wird, so wird dies sehr wahrscheinlich vor allem den ersten Teil des Kommentars betreffen und bei der Kritik halte ich es ebenso, alles was legal ist wird veröffentlicht. 
Nun zu deinem eigentlichen Kommentar. Er ist wirklich sehr gelungen und du gehörst zu den wenigen Menschen die ich kenne die wirklich intensiv und über eine sehr lange Zeit TPE/Metakonsens und Co gelebt haben. Natürlich ist der Artikel für dich oberflächlich, nur die meisten Leser haben gar keine Erfahrung mit dem Thema und somit greife ich die Basics auf. Du hast die Gefahren angesprochen und natürlich kenne ich diese nicht alle, wie geschrieben meine Erfahrung mit dem Metakonsens beruht auf Hörensagen. Ich unterscheide, zumindest meine ich das, nicht Gut und Böse, sondern gehe darauf an was für und gegen den Metakonsens spricht. Du schreibst selber du hast darüber noch nicht geschrieben, aber wenn niemand darüber schreibt, wie sollen die Menschen dann informiert werden? Du weißt, dass ich es sehr schätzen würde genau zu diesem Thema einen Artikel von dir zu erhalten, sieh das hier als Bestärkung meiner Einladung an dich zu dem Thema zu äußern. Vielen Dank an dieser Stelle für den themenbezogenen Teil deines Kommentars. 
Liebe Grüße
Gentledom

EpisodE II schrieb am 13.03.2013


Wer es braucht?

Es ist nicht schlimm, dass der devote Part mal für einen Weile, sich ganz dem Dominaten abgibt, doch dazu sollte letzterer echt wissen, wie ersterer ist. Wann, wie, welche Reaktion auf sein agieren zu deuten ist. Besser noch, die Aktionen von dominanten sollten so kommen, das er schon weiß, wie jetzt der devote Part darauf reagiert. Doch ein Spiel zu betreiben, wo ich persönlich schon halb im Knast stehe, nein das ist etwas, worauf ich keine Lust habe bzw. Überhaupt verspüre.

Das bei dieser Art der Machtübernahme bzw -abgabe die meisten Abstürze zustande kommen, darüber muss man nicht diskutieren. Überschätzung ist eine der Grundeigenschaften, die bei eine Machtübernahme, zu Tage kommen.

"Ich bin Gott und ich weiß, dass ich nur richtig liegen kann. Ja ist klar Gott, ich aber bin Chuck Norris :-)."

Doms haben so ihre kleinen und großen Schwächen und diese sehe ich als große an. Das Spiel immer beherrschen zu können (oder es zu glauben), obwohl der devote Part schon über die Klippe gegangen ist. Klar kann man reden vorher und sich sagen lassen, wie es ist, wenn Situation xy Eintritt, aber dann wenn es wirklich da ist, alles zu beherzigen, wird sehr schwer. Also was lehrt es uns langsam vortasten und nicht die bullwhip 10 Fuß Länge als aller Erstes durchziehen.

Ich denke, wenn man Erfahrung zusammen gemacht hat und die eine oder andere Session schon durch hat miteinander, kann man dann weiter gehen. Doch soweit, das man alles übernimmt / abgibt, ist für mich nichts. Denn wenn das Spiel vorbei ist, kann ich mich, mit meiner Sub wieder auf Bodenniveau / Augenhöhe wieder treffen. Hier beim Metakonsenz bleibt diese Spannung erhalten und das zehrt und brennt ganz schön aus. (Meine Meinung)

Dumme Sprüche zu klopfen, nun ich denke, dass ist eine Reaktion darauf, zu zeigen, das man die Situation unter "Kontrolle" hat. Dabei wissen wir alle, das dann genau das Gegenteil vorhanden ist. Der, der sieht was los ist, wird besonnen und weiß, um was er sich kümmern muss und wie!

Vertrauen ist alles und hier umso mehr, wenn es von beiden Seiten gewünscht ist und ich hoffe, das wenn jemand sich auf so etwas einlässt, dass z.B. der devote Part am Ende keine kalten Füße bekommt und es sich dann anders überlegt. Denn dann ist Dom echt am Arsch. Andersherum genauso, dass Dom ganz genau weiß, wie er zu handeln hat, sonst ist der devote Part auch am nämlichen.

Lieben Gruß Epi :-)


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo Epi,
so nun bist du mal wieder dran mit einem eigenen Blogbeitrag, hab Dank für deinen Kommentar :)
Gentledom

Corinna schrieb am 13.03.2013


Anmerkung

Hallo Gentledom,

ein wirklich guter Artikel und ich sehe es ähnlich wie du. Tunnelspiele sind das häufigste Beispiel für einen Metakonsens und dennoch ein vollkommen fehlgehendes. Die Begründung ist immer gleich, weil Sub es nicht abbrechen kann, dann wäre auch jeder Schlag mit einem Rohrstock der Spuren hinterlässt metakonsensual. Der Schmerz verschwindet nicht sofort und vor allem hat Sub keinen wirklich Einfluss darauf, dass Spuren bleiben, das Spiel also fortwirkt.

In diesem Sinne nochmals mein Kompliment.

Grüße Corinna


Antwort auf diesen Kommentar

Hallo Corinna,
stimmt logisch weitergedacht wäre nach jener allgemeinen Definition auch ein Rohrstockhieb metakonsensual ein Grund mehr diesen verbreiteten Teil der Definition metakonsensual abzulehnen, besonders da er im Widerspruch zu anderen Teilen der Definition steht. Manchmal halten sich aber Fehler sehr lange, eben weil sie oft wiederholt und nicht hinterfragt werden.
Liebe Grüße
Gentledom

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