Erfahrungsbericht über mein Leben als Free Use Sub

Ich hätte nie geglaubt wie sehr mich diese Rolle erfüllen würde. Für viele klingt Free Use nach einer eindimensionalen Fantasie, etwas das man spielt ohne dass es den Kern eines Menschen berührt. Für mich ist es jedoch ein gelebtes Verhältnis mit feinen Nuancen und weit mehr als eine Wichsfantasie von älteren Herren.

Ich bin nicht das schweigend perfekte Objekt das sich willenlos in jede Form fügen lässt. Ich habe meine Stärken und meine Schwächen. Ich habe Tage an denen ich voller Energie bin und meinen eigenen Kopf durchsetzen will. Und andere an denen ich mich klein fühle und mich nach Führung sehne. In ganz wenigen Tagen könnte ich auch nicht genutzt werden, dann sende ich ihm ein "X" im Messenger und wenn es wieder geht ein "geöffnet" All das gehört zu mir und genau das nimmt er an. Ich bleibe ein Mensch mit eigener Persönlichkeit auch wenn er jederzeit über meinen Körper im sexuellen Sinn verfügen darf. Es gibt klare Grenzen und die werden respektiert. Ein Verleih an andere ist für mich ausgeschlossen und KV ist tabu und ich weiß, meine Grenzen werden auch als Free Use (Lust-)Objekt jederzeit respektiert.

Alltag und der besondere Platz von Free Use

Er ist nicht ständig da. Oft vergehen mehrere Tage oder eine ganze Woche ohne dass er mich nutzt. Gerade dieses Nichtwissen ist ein Teil der Spannung. Ich lebe mit dem Bewusstsein dass es jederzeit passieren kann. Ein kurzer Blick. Eine beiläufige Nachricht. Eine Nachricht ich soll dorthin kommen oder das Öffnen der Wohnungstür (ja, er hat inzwischen einen Schlüssel) und plötzlich ändert sich der Verlauf des Tages.

Wenn er dann vor mir steht verändert sich alles. Die Luft wird dichter. Jede Bewegung scheint langsamer und bewusster zu werden. Ich spüre wie sein Blick mich vollkommen einnimmt. In diesem Moment existiert nur das Hier und Jetzt. Er macht mir klar dass ich das Zentrum seiner Aufmerksamkeit bin. Nicht als Mensch der funktionieren muss, sondern als jemand den er begehrt und auf seine Weise beansprucht.

Warum ich Free Use so genieße

Ich hätte gar nicht die Zeit für eine klassische Beziehung. Mein Studium, der Nebenjob und meine Freunde nehmen so viel Raum ein, dass kaum etwas übrig bleibt. So wie es jetzt ist passt es perfekt. Es ist diese kleine Unterbrechung die ich manchmal körperlich aber auch im Kopf so dringend brauche. Und wenn es besonders nötig ist, dann lasse ich es ihn wissen. Manchmal mit einer Voicemail in der ich ihn anbettle bald zu kommen und mich zu erlösen. Ist das noch ein Spiel, keine Ahnung, auf jeden Fall passt es derzeit perfekt zu mir.

Die Stunden oder Tage danach tragen immer noch diesen Nachhall in sich. Manchmal frage ich mich am Schreibtisch ob er heute kommt. Ob er meine Gedanken wieder unterbricht und mich aus meinem Alltag reißt. Dieses Schweben zwischen Erwartung und Ungewissheit ist fast süchtig machend. Es ist wie eine leise Spannung unter der Haut die niemals ganz verschwindet

Ich bin nicht nur verfügbar. Ich entscheide bewusst verfügbar zu sein. Es ist ein Spiel in dem beide Seiten ihre Rolle kennen und schätzen. Und mit dieser Aufteilung bin ich glücklich, auch wenn ich das nie gedacht hätte, dass mich so etwas - Objekt, deutlich älterer Mann, sehr wenig eigene Kontrolle – erfüllen könnte. 

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