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Blitzschlag

Man sollte niemals nie sagen. Das ist eine altbekannte Tatsache. Und man möchte meinen, dass Frau das mit fast 44 Jahren auch wissen müsste.

Aber nichts da. So einfach ist das nicht!

Obwohl ich immer beteuert hatte, ich würde nie mit einer Frau… und schon gar nicht, nie wieder einen „Mann“ von mir mit einer Frau teilen… es kommt immer anders, als man denkt!

Als ich ihn das erste Mal getroffen hatte, Anfang Dezember letzten Jahres – ganz brav und ziemlich zurückhaltend (von meiner Seite her) zum Kaffeetrinken, hatte ich ihm während eines Spazierganges entlang des schönen Simsee-Ufers erzählt, dass ich noch nie mit einer Frau intim war. Unter anderem. Aber – in einem Anfall von schonungsloser (mich selbst verblüffender) Ehrlichkeit zugegeben, dass dies nicht an mangelnden Gelegenheiten lag, sondern – eher an meiner in diesem speziellen Fall überwiegenden Feigheit.

Er hatte damals nur gelacht – und mich aus seiner Höhe von 1.92 m frech angegrinst. Und war gar nicht auf dieses Thema weiter eingegangen.

Doch zwei Wochen später, als wir schon fest zusammen waren – und er nicht nur die Sub so ganz und gar überwältigt, sondern auch das Herz der Frau erobert hatte… erinnerte er mich eines Abends daran, dass er kein Wort von dem vergessen hatte, was ich ihm damals – und überhaupt – erzählt hatte.

Ganz beiläufig brachte er es ins Gespräch ein.

„Wir fahren jetzt ins Internetcafe, loggen uns im Chat ein – und suchen dir eine Sub.“

So einfach war das. Dachte er.

Und doch war es so viel komplizierter.

Er ahnte nicht, an was für Altlasten er damit rührte. So kurz nach der Trennung von meinem letzten Partner kam es mir plötzlich viel zu früh vor, um mich schon wieder diesen Problemen zu stellen.

Wir suchen dir eine Sub. Ja, das sagen sie immer. Und dann stellt sich raus, dass es ihnen um was ganz anderes geht. Von wegen Sub FÜR MICH. In Wirklichkeit meinen sie doch, eine zweite Gespielin für sich selbst. Und meine dominante Seite wird dabei nur vorgeschoben, so quasi als Alibi, damit die Zweitsubbie dann leichter ins Netz geht.

Paar sucht sich eben leichter wie Solo-Herr.

Ich war erstmal ziemlich stinkig. Und wenn sich was verändert hat – dann die Tatsache, dass ich mit meiner Meinung nicht mehr hinter dem Berg halte, wenn mir was nicht passt. Und das kam dann auch ziemlich deftig 'rüber, bis ihm die Ohren klingelten. Und er hoch und heilig schwor, er würde sich aus dieser Suche 'raushalten, mir völlig freie Hand lassen – mir nur ein wenig beistehen und sozusagen den Weg ebnen.

Skeptisch ließ ich mich doch darauf ein. Und landete dann tatsächlich mit ihm im Internetcafe. Dort waren wir schon gut bekannt, denn ich hatte zwar mittlerweile meine eigene Wohnung bezogen, aber die Telekom ließ sich mal wieder – wie üblich – mächtig Zeit, bis mein neuer Anschluss frei geschaltet war.

Die Suche lief sich schleppend an.

Bernd gab sich alle Mühe. Jeden Abend präsentierte er mir aufs Neue Mädels, die er tagsüber im Chat ausfindig gemacht hatte und zu denen er schon mal ersten Kontakt aufgenommen hatte. Aber ich hatte an allen etwas auszusetzen. Zu groß, zu jung, zu alt, zu dünn. Gefiel mir nicht. Fand ich nicht erotisch genug. Neigung passte nicht. Zu extrem. Zu soft. Zu weit weg. Zu blond.

Bis er irgendwann der Frau mächtig die Leviten las, weil die Dom gar zu sehr zickte.

Und wenn ich ehrlich war, es war wirklich nur Zickerei. Denn ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, wie denn eigentlich die Frau sein sollte, mit der ich das erste Mal…

Ich hatte keine bestimmte Vorstellung von ihr… ich wusste nur, dass ich „meine“ Süße lieber mollig wie schlank mochte, ungefähr in meinem Alter… und vor allen Dingen – NICHT BLOND! Aber das war so nebulös, so unkonkret… dass es mit der Suche einfach nicht voran ging!

Endlich hatte ich dann daheim meinen Anschluss. Und konnte wieder selber soviel Zeit im Chat und mit der Suche verbringen, wie ich Zeit investieren wollte. Und dann war es ein Abend, wie jeder andere auch – er war nach der Arbeit zu mir gekommen, wir hatten ein wenig geschmust und uns unterhalten, er guckte seine heiß geliebten Crime-Sendungen im Fernsehen – und ich verzog mich an den PC. Und fand einen Eintrag im Gästebuch.

Von einer Frau aus Rosenheim. Bernd erzählte mir, dass er sich heute ihr Profil angeschaut habe und sie nicht uninteressant fand.

Und siehe da – sie war auch noch zufällig online.

Nun ja, ihr Bild war ja überhaupt nicht so aussagefähig, dass ich darauf gleich angesprungen wäre. Aber – der Chat funktionierte vom ersten Augenblick an reibungslos, so als hätten wir uns schon Jahre gekannt. Und irgendwie fühlten wir uns beide von jener magischen Minute an, als hätten wir eine vor Jahren verloren geglaubte, nun wieder gefundene Seelenverwandte angeschrieben.

Wir waren von Anfang an mehr als ehrlich zueinander.

Sie war bi-erfahren – und absolut sm-jungfräulich, aber mehr als neugierig.

Und ich hatte fünfzehn Jahre SM-Erfahrung aufzubieten… aber war… war ich eigentlich bi-neugierig?

Nun, ich war neugierig auf SIE! Auf Heike…

Irgendwann schaute mir Bernd beim chatten über die Schulter und meinte frustriert, dass er das ja irgendwie komisch fände – er mühe sich den ganzen Tag ab um die Mädels aufzuwärmen und sie zu „unterhalten“ (oh ja, er kann verdammt charmant sein!) und ich sitze eine Viertelstunde am PC und er ist nicht mal mehr Gesprächsthema bei den Mädels.

Wir vereinbarten dann, dass wir uns am nächsten Nachmittag im Café Bene treffen würden. Uns beschnuppern.

Und ich – verbrachte eine schlaflose Nacht, war hibbelig vor Aufregung und total überdreht. Bernd konnte mich kaum bändigen. Selbst sein humorvolles: „Nun beruhige dich doch, du kriegst sie schon früh genug in die Finger – tob' dich doch in der Zwischenzeit an mir aus!“ brachte mich nicht runter.

Gar nicht dran zu denken, diese Nacht sub zu sein – aber die ganze Aufregung, das ganze Temperament endete in einer Leidenschaft, die bis tief in die Nacht nachglühte – und mich schier zu verbrennen drohte. Obwohl er sich redlich mühte, dieses Feuer zu stillen!

Und irgendwann versprach er dann, dass er früher Schluss machen und zu dem Treffen nachkommen würde… und als hätte ich nur auf so etwas gewartet, gab mir das irgendwie Ruhe und Sicherheit und ich schlief endlich ein, ganz eng an ihn geschmiegt.

Ich weiß bis heute nicht, wie ich dann den Tag überstand, bis es endlich soweit war, dass ich zur Bushaltestelle laufen konnte – nein, durfte.

Gekleidet war ich – nach seinen Wünschen. Sexy. Ganz in Schwarz. Mini, knappes Shirt, Halterlose und hochhackige Pumps. Ich im Mini in der Stadt. Das hätte es vor ein paar Monaten noch gar nicht gegeben. Aber er war der Meinung, mich so sehen zu wollen – und führte mich immer wieder mit seinen Anordnungen dahin, ihn zu tragen, auch in der Öffentlichkeit – bis es fast schon selbstverständlich für mich wurde.

Und ich trug – trotz meiner Bitte, es mir abzunehmen – das Halsband.

Egal wie ich schmollte – meiner Meinung nach passte dies nicht gerade zu der Position, in der ich Heike persönlich treffen wollte. Bannte es mich doch auf den Platz der Sub, fesselte in gewisser Weise… und band mich an Regeln, die ich für diesen Abend einfach vergessen wollte.

Eine Lady mit Halsband?!

Aber ich trug es seit drei Tagen ohne Pause für ihn – und er hatte es mir auch an jenem Morgen nicht abgenommen, bevor er zur Arbeit gefahren war – obwohl ich ihn so lieb darum gebeten hatte.

Dann saß ich also da. Innerlich zitternd und doch irgendwie froh, dass ich zu früh dran war und sie noch nicht da. Als ich nach meiner Coke griff, sah ich dass mir regelrecht die Hände zitterten. Und fragte mich selber fassungslos, warum denn nur? War ich so aufgeregt, weil ich mich mit einer FRAU traf? Oder… war ich aufgeregt, weil es das erste Mal war, dass ich wirklich sexuelles Interesse an einer Frau hatte?

Aber so sehr ich auch in mich hinein horchte – ich fand die Antwort darauf nicht.

Und dann kam sie endlich.

Ich entdeckte sie sofort, als sie durch die Tür trat. Lange schwarze Lockenmähne. Helle Augen. Wie auf dem Foto, das sie mir geschickt hatte. Bissele mollig, soweit der Anorak das sehen ließ… eigentlich nichts Auffälliges, oder Außergewöhnliches. Und doch. Von dem Moment an, als ich sie das erste Mal tatsächlich sah – war mir, als hätte mir jemand mit einer Faust in den Magen geschlagen. Ich konnte nicht mehr atmen. Und auch irgendwie nicht mehr denken. Und ich spürte ein ganz seltsames Ziehen in den Lenden – ein Ziehen, das ich ganz sicher als sexuelle Erregung erkannte… aber dieses Ziehen war bisher – nur Männern vorbehalten gewesen.

Fast hätte ich leise gestöhnt.

Ihr Anblick – und ihr erster Blick, trafen mich wie ein Blitzschlag!

Aber ich zwang ein cooles Lächeln auf meine Lippen, ignorierte das verräterische Zittern meiner Finger – von den Knien gar nicht zu reden – und grinste sie einfach nur an, als sie an den Tisch trat.

Sie setzte sich mir gegenüber und schon wenige Augenblicke später waren wir in ein Gespräch vertieft. Es war wie gestern, im Chat. Als ob wir uns ewig kannten.

Immer wieder trafen sich unsere Blicke… immer öfter auch länger und tiefer.

Aber nie versiegte das Gespräch. Oder der erregende, eindeutig zweideutige Unterklang des ganzen, egal worüber wir redeten – wir wussten beide, worum es eigentlich ging, das Gespräch…

Ja, das Gespräch.

Wir sprachen über Gott und die Welt.

Und sogar ich merkte, dass ich vor Nervosität quasselte wie ein Buch. Ohne Punkt und Komma. Ich wollte sie mitnehmen, ich wollte sie dominieren, ich wollte sie in meinem Bett. Ich wollte vieles von ihr.

Aber nicht – sie tot quasseln.

Und doch, es war nicht aufzuhalten. Soviel Angst in mir, sie könnte aufstehen, ich könne es verbocken und sie „verjagen“… oder sie einfach kein Interesse daran haben, mehr daraus zu machen. Sie mich einfach… nicht wollen!

Immer, wenn ich ihr zuhörte, lauschte ich sacht in mich hinein – spürte immer noch diese Erregung, diese Sehnsucht und das Herzklopfen, das mein Blut pulsierend durch die Adern jagte.

Ja, ich war mir so verdammt sicher. Sie ist es. Sie – nur SIE!

Aber wie, es anstellen?

Wie verführt man eine Frau?

Ich wusste, wie man Männer verführt. Sie lockt und reizt, mit kleinen Zweideutigkeiten, dem Rascheln der Nylons, wenn ich die Beine übereinander schlug, oder hie und da einen tieferen Einblick ins Dekolletee. Und wenn dies alles nichts half, genügte oft die kleine Andeutung, dass man unter dem Mini nichts trug außer den Strümpfen, und Mann verstand…

Aber funktioniert das auch bei einer Frau?

Ich wagte nicht einmal, es zu versuchen… nur ja kein Risiko eingehen und sie verjagen.

Gott allein wusste, wie tief ich innerlich aufatmete, als endlich Bernd durch die Tür trat und sich suchend umschaute, wo wir saßen. Er entdeckte uns sofort an dem Ecktisch und kam durch das Café auf unseren Tisch zu. Heike saß mit dem Rücken zu ihm und ich gönnte mir – bevor ich sie auf ihn aufmerksam machte - wieder mal den einzigartigen Genuss, ihn einfach anzuschauen. Jedes Mal, wenn ich ihn sah, geriet mein Herz erst einmal einen Schlag lang aus dem Takt. Und ich fühlte eine Hitze in mir aufsteigen, gegen die ich einfach nicht ankam – Freude, Lust… Erregung und Verlangen.

Sie wurde jedoch durch das strahlende Lächeln, das mein Gesicht wohl ohne Vorwarnung überzogen hatte und das ihm galt, aufmerksam gemacht – und wandte sich um.

Dann war er bei uns am Tisch. Mit seinen langen Beinen brauchte er nicht lange, um das Café zu durchqueren – und als sich unsere Blicke trafen, schmolz ich wieder einmal innerlich ein wenig dahin… und dann unter dem Druck seiner Lippen, als er mich zur Begrüßung küsste.

Als er Heike begrüßte, schnappte ich erstmal nach Luft und hätte mir am liebsten heimlich etwas kühle Luft zugefächelt. Nach knapp einem Monat mit ihm schaffte er es immer noch spielend, allein durch seine präsente Gegenwart, mein Blut in Wallung zu bringen… und seit jener Nacht, als er mich zu seiner Sub gemacht hatte, waren eh all meine Sinne allein und ausschließlich nur auf ihn ausgerichtet.

Hm, wirklich ausschließlich auf ihn?

Heikes Lachen drang an mein Ohr, ich wandte ihr wieder meine Aufmerksamkeit zu und beobachtete sie ausgiebig, während sie sich mit Bernd unterhielt. Und merkte gar nicht, wie sich die Finger meiner Hand, die locker auf seinem Oberschenkel lag… verlangend in den Stoff seiner Jeans gruben.

Ich merkte es erst, als er mich anstieß und sich unsere Blicke erneut trafen. Und es brauchte auch nicht das fragende Hochziehen seiner Augenbrauen – um mir zu zeigen, dass ich – nicht ich selber war, in diesem Moment.

Aber wie weit ich neben mir stand, zeigte sich dann erst wirklich… ich wuchs über mich selber hinaus. Mit viel zu viel Temperament und Esprit gesegnet (für die meisten Mitmenschen zu viel, jedenfalls) war ich nicht mehr zu halten. Ich sprühte und glühte, flirtete und reizte, provozierte und glänzte – und weil ich mich irgendwie nicht an Heike ran traute vor lauter Angst, sie könnte einfach aufstehen und gehen, andererseits aber nicht wusste wohin mit all diesen Gefühlsaufwallungen… ließ ich alles an Bernd aus.

Der wusste gar nicht, wie ihm geschah. Aber ließ alles – selten gutmütig – über sich ergehen. Nur hin und wieder, wenn es gar zu doll wurde, blitzte es in seinen Augen warnend auf.

Ich verschwendete jedoch keinen einzigen Gedanken daran, ob er vielleicht insgeheim eine Strichliste fürs Strafbuch führte – ich war vielmehr wie besessen von der Überlegung, wie ich sie am besten dazu brachte, mit uns mitzukommen.

Irgendwie landeten wir dann beim Chinesen, Abendessen. Und meine Geduld wurde weiter auf die Probe gestellt. Für mich hätte es DEN Abstecher nicht mehr gebraucht. Ich war so was von reif, von bereit… und am Ende mit meiner Geduld.

Aber Bernd hatte Hunger. Und auch Heike schlug die Einladung nicht aus.

Also wechselten wir die Örtlichkeit, aber viel änderte sich nicht.

Ich war immer noch völlig überdreht. Und wusste kaum, wie ich das Essen durchstehen sollte.

Es gab auch keine Verschnaufpause, als Heike irgendwann aufstand und auf die Toilette ging. Nur mein Schatz mokierte sich – als ich wegen der Frage, ob ich schon in einer Pfütze sitzen würde, nur leise seufzte und meinte, ein Jeansrock hätte mehr aufgesaugt wie dieser kleine Baumwoll-Mini.

„Frag sie doch einfach, sie ist reif – sie will doch mit!“ riet er mir.

Und ich gab ganz kleinlaut zu: „Ich trau mich nicht. Was ist – wenn sie doch nein sagt?“

Unter seinem spöttischen „Feigling! Alles muss man selber machen!“ zuckte ich nicht einmal mehr zusammen.

Als sie wieder zurück kam, dachte ich mir, jetzt sei es an der Zeit – ich brauchte selber eine kleine Auszeit. Und verkrümelte mich nun meinerseits auf die Toilette. Ich kühlte über dem Waschbecken mein erhitztes Gesicht mit kaltem Wasser, und musterte mich dann im Spiegel. Erschrak. Meine grünen Augen glänzten wie im Fieber.

„Frau, wo ist nur deine Souveränität geblieben? Sonst, bei all den Kerlen, warst du doch auch die Ruhe selbst und nicht halb so aus dem Häuschen, wie jetzt! Was ist nur los mit dir?“ fragte ich mich selber, ziemlich unglücklich. Ich verstand mich selber nicht mehr.

Sonst konnte ich – egal wie es in mir drinnen aussah und egal in welcher Situation ich mich befand – zumindest den Anschein erwecken, als wäre ich kalt wie eine Hundeschnauze. Aber heute wollte mir dies einfach nicht gelingen…

Mit einem leisen Seufzer machte ich mich wieder auf den Weg zurück an den Tisch. Und wurde von einem funkelnden Blick von der Maus… und von einem schiefen Grinsen von Bernd empfangen.

„Heike hat Lust, uns zu begleiten!“ wurde ich aufgeklärt. „Ich zahle, und dann kommt sie mit!“

Es hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte mitten im Lokal – sicher zum Entsetzen der freundlichen chinesischen Besitzer – einen Freudentanz aufgeführt. Aber jetzt gelang es mir tatsächlich, zumindest so zu TUN, als wäre ich völlig cool. Ich lächelte nur ladylike und meinte: „Wie schön – das freut mich aber!“

Und wurde mit einem spöttischen Schnauben von Bernd verhöhnt – der mir keine Sekunde lang diese Coolness abnahm.

Er half mir dann, als bezahlt war und wir uns zum Aufbruch bereit machten, in den Mantel und küsste mich dabei auf den Hals, dicht unterm Ohr. Und flüsterte: „Du bist ganz schön geil auf die Schlampe, hm? Ich hab die Feuchtigkeit gesehen, wo du gesessen hast… ein Wunder, dass dir der Saft nicht schon die Beine runter läuft!“

Mir stockte der Atem, dann stöhnte ich leise. Nicht, weil es mir peinlich war. Sondern weil es stimmte…

Während der Autofahrt zu meiner Wohnung, hüllte ich mich in Schweigen und überließ den beiden, es sich zu unterhalten. Ich musste unbedingt meine Gedanken sammeln. Ruhig werden. Endlich die Lady finden.

Verdammt, wo war die Lady nur hin? Die, die – zumindest nach außen hin – mit jeder Situation fertig wurde, die immer wusste was sie wollte – und die ihren Willen durchsetzte.

Es lag doch sicher nicht an dem Halsband, dass mir ausgerechnet heute die Lady „verloren“ ging, oder?

Dann waren wir endlich bei mir.

Heike ging voraus, ins Wohnzimmer. Bernd zog sich im Flur erst einmal die Schuhe aus und meinte dann: „Ich verzieh' mich erstmal ins Bad, komm' direkt von der Baustelle und hab' jetzt eine Dusche echt nötig...“

Dieser Schatz. Er wusste genau, wie viel Hemmungen es mir nehmen würde, wenn ich jetzt mit ihr alleine sein konnte. Dass wir beide – sie und ich – es jetzt brauchten, erstmal zu einander zu finden.

Aber etwas… fehlte noch.

Ich schaute ihn nur an. Wortlos. Bittend.

Er verstand. Lächelte. Und nahm mir dann… endlich das Halsband ab.

Tief durchatmen – und losstarten war eins.

Bernd hatte noch nicht einmal die Badezimmertür hinter sich geschlossen, da schoss ich schon ins Wohnzimmer, auf die Maus zu. Sie sah mir erwartungsvoll entgegen… und schnappte dann nach Luft, als ich sie einfach im Nacken an den Haaren packte und knurrte: „Komm mit!“

Ja, jetzt war sie da, die Lady! ENDLICH! Genau zur richtigen Zeit!

Ich zerrte sie hinter mir her, ins Schlafzimmer – und ließ sie erst los, als sie vor dem Bett stand. Aus großen Augen schaute sie mich an, verwirrt – aber auch erwartungsvoll. Und jetzt war ich wirklich nicht mehr zu bremsen. Endlich hatte ich sie da, wo ich sie hinhaben wollte, seit ich sie im „Bene“ das erste Mal gesehen hatte!

„Zieh dich aus!“ flüsterte ich ruhig. „Ich will dich sehen!“

Ihre Wangen röteten sich – aber sie zögerte nicht. Sie wich nur meinem Blick etwas verlegen aus, als sie begann, sich auszuziehen.

Dann stand sie nackt vor mir. Ich hielt mich in ihrem Rücken. Lächelte.

„Hände in den Nacken, spreiz' die Beine – und präsentiere dich ordentlich, damit ich dich richtig anschauen kann!“

Und wie ich sie anschaute. Und wie mir gefiel, was ich da sah. Die Linie ihres Rückens, übergehend in den Hintern… die Kurve ihrer Hüften… in Gedanken wusste ich plötzlich ganz genau, wie ich sie irgendwann fotografieren würde. Genau so, im Spiel mit Licht und Schatten, um diese Kurven… zu betonen, hervorzuheben.

Fast hätte ich gelacht. Gott… ich war tatsächlich dabei, mir schwärmerische Gedanken um diese Frau zu machen… sie in Gedanken zu fotografieren – obwohl sie doch gerade leibhaftig vor mir stand – und nur darauf wartete, dass ich sie endlich anfasste.

Ich mochte auch nicht mehr länger warten… und berührte sie endlich.

Streichelte mit der Hand über ihren Rücken, zog die Konturen ihrer Kurven nach… ließ dann beide Hände nach vorne gleiten und umfasste ihre Brüste… schmiegte mich dabei an sie, an ihren Rücken – während ich sie von vorne gegen mich drückte… und dann ihre Nippel umspielte. Fast sprangen sie mir in die Handflächen, so gierig waren sie plötzlich. Und das leise, kehlige Stöhnen, das sie von sich gab, ging mir durch und durch und ließ mir wieder die Knie zittern.

Ich küsste sie ganz zart auf die bebende Schulter.

Ihr Atem ging schneller, sie stöhnte leise, immer wieder… und stöhnte seufzend, als ich mich von ihr löste.

„Du gefällst mir!“ raunte ich leise. Und es kam so leicht und locker über meine Lippen, als würde ich es täglich sagen. Dabei war es das allererste Mal überhaupt, dass ich dies zu einer Frau sagte! Aber es stimmte… sie gefiel mir außerordentlich gut, die Maus… sie betörte meine Sinne und brachte mich fast um den Verstand…

Ich legte ihr die Hand in den Nacken, drückte sie nach vorne, bis sie sich mit den Händen auf dem Bett aufstützte.

„Komm… streck' den Hintern schön raus – und spreiz' die Beine. Ich will dich sehen!“ befahl ich ihr. Und sie gehorchte wie selbstverständlich.

Wieder streichelten meine Hände über ihren Rücken, streichelten die langen Haare nach vorne… und dann ließ ich meine Nägel spielerisch über ihre Haut ritzen, nach unten, bis zum Steiß. Sie erschauderte stöhnend, bewegte sich unruhig.

Ich konnte der Einladung nicht widerstehen. Ich wusste, sie hatte keinerlei Erfahrung, aber das hielt mich jetzt auch nicht mehr zurück. Schon zog ich durch und patschte ihr die Flache mehrmals auf den Hintern, links und rechts… bis sich die helle Haut leicht rötete. Nicht wirklich fest. Nur gerade so, dass sie es spürte…

Aber dann genügte mir das nicht mehr. Ich wollte mehr.

Während ich in der Kiste mit den Peitschen kramte, kam Bernd ins Zimmer. Er lächelte mir zu, küsste mich schnell im Vorbeigehen und setzte sich dann an den Schreibtisch. Nur Beobachter. Und moralische Stütze. Wie gut er mich doch schon kannte!

Ich hatte gefunden, was ich suchte… die sanfte Lederne. Grad richtig, so zum Einstimmen. Das Ding nennt sich nicht umsonst Streichelpeitsche…

Schon zog ich sie durch die Luft und saugte Heikes Stöhnen in mir auf, wenn sie von den Lederstriemen getroffen wurde. Doch lange hielt ich es nicht durch. Ihr Arsch war nur leicht gerötet, als ich die Peitsche auch schon wieder weg warf und ihr befahl, sich auf dem Rücken aufs Bett zu legen und sich mir zu zeigen.

Brav spreizte sie die Beine. Zeigte sich. Und ich sah die Nässe, die verräterisch aus ihrer Spalte tropfte. Die Maus war mindestens genauso geil drauf, wie ich selber. Ich grinste Bernd an und zwinkerte ihm zu. Und schüttelte dann, etwas ungläubig und erstaunt über mich selber, den Kopf.

Die Lady war dabei, sich schon wieder zu verabschieden.

Nur zu deutlich merkte ich, wie sie mir wieder entglitt, die Dom.

Zum Teufel nein… ich wollte Heike nicht dominieren… ich wollte ihr nicht wehtun und sie auch nicht an ihre Grenzen bringen… ich wollte…

Ja, was wollte ich eigentlich?

Ehrlich gestand ich es mir ein.

Sie spüren. Schmecken. Fühlen. Genießen.

Mich an ihr verlieren. So, wie ich mich sonst in der Lust mit einem Mann verlor…

Ich legte mich neben die Maus aufs Bett, stützte den Kopf auf eine Hand und streichelte mit der anderen ihre Brüste. Sie hatte so schöne Titten, so weich und warm, und sie passten genau in meine Handfläche. Spielerisch nahm ich die prallen Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger, zog daran und drückte sie dabei leicht zusammen.

Sofort antwortete sie mit einem gierigen Stöhnen und begann, sich unruhig hin und her zu wenden. Dieser Einladung konnte – und mochte – ich nicht länger widerstehen. Ich neigte den Kopf und nahm endlich einen dieser zum bersten prallen Nippel in den Mund, saugte daran und knabberte – und zwirbelte und quetschte den andern gleichzeitig mit den Fingern.

„Jaaa…“ stöhnte sie gierig und bäumte sich auf.

Dieses gestöhnte „Ja“ ging mir durch und durch – und traf mich genau da, wo ich selber schon die ganze Zeit gierig pochte und pulsierte. Mit einem leisen Seufzer krümmte ich mich, zog die Knie an und rieb die Schenkel suchend aneinander. Schon bei dieser leisen Bewegung hörte ich meine eigene Geilheit schmatzen…

Ich seufzte, hob den Kopf. Suchte Bernds Blick und tauchte in ihn ein. Zeigte ihm so ohne Worte, wie geil, wie gierig ich selber war.

Auch wenn ich es irgendwie selber nicht verstand… mein Kopf war einfach leer in diesem Moment. Sämtliche Überlegenheit, die ganze Dominanz… wusch, weg. Weggewischt von diesem kehligen „Jaaa…“

Ich konnte nicht mehr denken. Nicht überlegen. Überhaupt keinen klaren Gedanken fassen.

Meine Hände streichelten über ihre Haut, spürten sie, ertasteten sie.

Sie fühlte sich so gut an.

Aber es reichte mir nicht.

Ich wollte mehr von ihr. Ich wollte alles.

Sie schmecken. Sie liebkosen. Sie vor Geilheit zum Schreien bringen.

Ich wollte mich in sie versenken, mich an ihr reiben. Sie erobern und mich gleichzeitig von ihr besiegen lassen…

Wieder hob ich den Kopf, schaute Bernd an. Hilfesuchend diesmal.

Irgendwie war ich am Ende mit meinem Latein.

Ich wusste so genau, was ich wollte. Aber irgendwie nicht… wie ich es erhalten sollte.

Als er nicht gleich reagierte… es sollte ja mein Spiel sein… streckte ich ihm bittend die Hand entgegen. Und endlich verstand er. Stand auf.

„Zieh dich aus!“ raunte er.

Schwups, flink wie ein Wiesel war ich aus dem Bett und zerrte mir regelrecht die Kleider vom Leib, alles – bis auf die Halterlosen. Dann stand er hinter mir, zog mich mit dem Rücken gegen sich, streichelte mich mit seinen Händen, bis ich gierig erschauderte und flüsterte dann dicht an meinem Ohr:

„Schau sie dir an, die geile Maus… die ist genauso heiß auf dich wie du auf sie! Ihr läuft schon der Saft aus der Fotze…“

Wie zur Bestätigung zog Heike die Knie noch mehr an und spreizte die Schenkel, bis ihre Spalte regelrecht auseinander klaffte.

„Sie will dich…“ wisperte er.

Und ich erzitterte ganz drinnen, in meinem Bauch… und stöhnte tief und kehlig. Wollte mich auf sie stürzen. Ich wollte sie doch auch. Oh… und wie sehr!

Aber sein Griff hielt mich zurück. Ich schaute über die Schulter zu ihm hoch. Fragend.

Er grinste.

Ließ mich mit seinem Blick nicht darüber im Unklaren, dass jetzt er das Kommando übernommen hatte. Ich nickte.

Und wollte wieder zu ihr aufs Bett. Aber er legte seinen Arm um mich, hielt mich fest.

Protestierend seufzte ich.

Zitterte in seinem Griff wie ein Rennpferd in der Startbox, das endlich losgelassen werden wollte, ins Rennen.

„Schau sie dir an…“ hauchte er.

Und ich schaute.

Sah sie. Wie sie auf meinem Bett lag. Mit diesen prallen, großen Nippeln. Und der zuckenden Spalte, aus der ihr Saft herausperlte.

Schluckte.

Spürte kaum, wie er mich wieder an dieser empfindlichen Stelle unter dem Ohr küsste, sich leicht in die Haut verbiss. Und begann, meine Brüste zu kneten, zu liebkosen…

Er machte mich fast wahnsinnig.

Ich schaute sie an, fühlte seine Berührungen. Und stellte mir vor, es wären ihre…

„Steh auf!“ sagte er plötzlich zu ihr.

Taumelnd kam sie auf die Beine.

Dabei trafen sich unsere Blicke kurz. In ihrem brannte das gleiche Verlangen wie in meinem…

„Jetzt leg du dich hin!“ befahl er.

Ich gehorchte wie in Trance. Nahm die Position ein, die sie gerade noch inne hatte. Nun präsentierte ich mich, wie sie zu vor sich. Benommen schloss ich die Augen, horchte in mich hinein.

Mein Herz schlug einen so wilden Trommelwirbel, dass es kaum auszuhalten war. Hoffentlich platzte es nicht, in diesem Überschwang!

Er brachte sie dazu, sich über mich zu beugen.

Obwohl unsere Sinne regelrecht aneinander klebten, gehorchte sie ihm. Und war doch nur auf mich konzentriert, So wie ich auf sie.

„Fass sie ruhig an!“ erlaubte er ihr… und als ich ihre Hände das erste Mal auf meiner Haut spürte und fühlte, wie sie mich streichelte – riss ich die Augen auf und schaute sie an. Schaute ihr tief in die Augen – genau in dem Moment, als Bernd das erste Mal ausholte und ihr auf den Arsch schlug.

Sie zuckte zusammen, ihr Gesicht verzog sich vor Schmerz. Aufmunternd lächelte ich sie an.

Keine wusste besser wie ich, was für eine deftige Handschrift er hatte. Und dass ein paar Schläge dieser Art, jede Frau in die Knie zwingen konnten…

Bald stöhnte sie. Und irgendwie war ich froh, dass er es nicht übertrieb. Aufhörte sie zu schlagen. Denn dann konzentrierte sie sich auch wieder auf mich, machte weiter mit ihren Liebkosungen, ihren Zärtlichkeiten. Und ich sog jede einzelne in mich auf, wie ein Schwamm. Verlor mich immer weiter in dieser Erregung, diesem Verlangen… und dieser Lust…

Bis sie plötzlich winselte. Er hatte sie von hinten umfasst, sich ihre Brüste gegriffen… quetschte sie nun und zog an ihren Nippeln. Ich wusste, wie sich das anfühlte. Spürte es fast an meinen, den Schmerz… und doch die Lust… und stöhnte, als wäre ich diejenige, die gerade so „misshandelt“ wurde… Meine Brustwarzen wurden noch härter, obwohl keiner sie berührte…

Dann stieß er sie aufs Bett, neben mich… sofort streichelten wir uns gegenseitig, kamen auf Tuchfühlung und rieben uns aneinander… immer näher und näher kamen wir uns – und dann war es plötzlich ganz selbstverständlich, dass wir uns küssten.

Ich hatte mir nie darüber Gedanken gemacht, wie es wohl sein mochte, eine Frau zu küssen… aber Hölle, schmeckte sie gut. Ich mochte gar nicht mehr aufhören damit… ich packte sie am Genick, hielt sie fest… und verlor mich einfach in diesem Kuss.

Ließ meine Hände dabei über sie gleiten, streichelte und suchte… bis ich die Nippel fand. Sie zuckte zusammen, als meine Handfläche darüber streichelte – bestimmt spürte sie Bernds „Liebkosung“ noch in jeder Faser… aber ich reizte und massierte sie, bis sie sich wieder kräuselten und hörte die ganze Zeit nicht auf, sie zu küssen. Mit ihrer Zunge zu spielen, sie zu schmecken… und an ihr zu saugen.

Auf einmal stöhnte sie tief in meinem Mund. Ich spürte sie zusammenzucken. Schielte an ihr runter. Bernd hatte ihr die Schenkel gespreizt, stieß seine Finger in sie… nicht gerade sanft. Aber es gefiel ihr wohl. Ich merkte, wie gierig sie im Takt dieser Stöße mit meiner Zunge spielte. Und dann stöhnte ich selber, denn nun wurde auch ich mit dieser Zuwendung seinerseits belohnt und öffnete mich weit für seine Finger.

In Sekundenschnelle fühlte ich mich so hoch geputscht, dass ich nicht mehr anders konnte. Ich riss mich von ihr los, warf den Kopf in den Nacken und schrie meine Geilheit regelrecht hinaus. Und stöhnte dann frustriert, denn sofort nahm er seine Hand zurück und hörte auf.

Wütend funkelte ich ihn an. Doch meine Wut wurde nur mit einem schadenfrohen Grinsen abgeschmettert – und einem äußerst vielsagenden Kopfschütteln. War das jetzt die Quittung dafür, dass ich ihm die ganze Zeit im Café und beim Essen so eingeheizt hatte, bis ihm fast die Hose geplatzt war?

Ich wusste es nicht. Ich fand es nur unfair in diesem Moment, dass er mich so kurz vor dem „Point of no return“ zurückgeholt hatte.

Aber dann forderte sie wieder meine Aufmerksamkeit. Sie stöhnte unter seinen Stößen immer noch. Hatte die Augen geschlossen und sich ebenfalls ihrer Geilheit überlassen… ich neigte mich wieder über sie, drängte meine eigene Erregung einfach in den Hintergrund und begann, sie wieder gierig zu küssen. Liebkoste sie mit meinen Lippen… ließ die Zunge über ihre Haut gleiten… Mundwinkel… Hals… und über die unter seinen Stößen bebenden Brüste. Saugte wieder an ihren Nippeln, die so empfindlich waren nach seiner Behandlung – und biss dann hinein.

Keuchend schrie sie auf… und dann zuckte sie plötzlich, wie im Fieber, immer und immer wieder. Dumpf hörte ich sein „Geile Sau…“ und dann küsste ich sie, erstickte jeden Laut mit meinen Lippen… nahm ihr den Atem… hart, gierig und besitzergreifend.

Bis sie nicht mehr zuckte, sondern für einen Moment ganz schwach und weich wurde.

Erst dann wurde ich wieder ganz zärtlich, ganz lieb… lockte und liebkoste… streichelte sie mit meinem Atem und meiner Zunge und meinen Lippen… und beobachtete aus dem Augenwinkel, wie Bernd nach der Flasche mit dem Gleitgel griff.

Er hielt es mir auffordernd hin.

Zutiefst erschrocken schüttelte ich abwehrend den Kopf.

Ja, ich hatte mir immer vorgestellt wie es sein mochte, eine Frau zu fisten. Das war eine meiner Phantasien… eine meiner geilsten Kopfgeschichten. Aber – hier und jetzt, war ich einfach noch nicht bereit dazu. Schon gar nicht mit diesen Mördernägeln, die ich zur Zeit hatte…

Er hatte diese Hemmungen nicht. Zielstrebig verteilte er die Glitsche, tauchte immer wieder und immer tiefer mit den Fingern und der Hand in sie ein, ignorierte ihr Stöhnen, ihr Zittern.

Lächelnd liebkoste ich sie wieder mit den Lippen, wisperte aufmunternde Laute ohne Sinn und Zusammenhang… und spürte genau den Moment, wo die Größe seiner Hände sie das erste Mal wirklich massiv bedrängte. Wusste es… weil ich dieses Gefühl nur zu gut kannte. Den Augenblick, wo man plötzlich das Gefühl hat, ein Kind wird einem bei der Geburt wieder rein geschoben… Ja, dieses Gefühl kannte ich – ich hatte es jedes Mal, wenn er mich selber fistete – und das, obwohl ich nun wirklich gängig war und nach der Geburt von vier Kindern sicherlich gedehnt genug und nicht eng war…

Aber dann gab sie nach… sie wurde locker, und er versenkte seine Faust tief in ihr. Sie krümmte sich, stöhnte gierig und lüstern… und ich küsste ihr diese Lust wieder von den Lippen, verwöhnte sie im Takt seiner Fauststöße mit meinen Küssen und Liebkosungen… bis ich irgendwann von ihrem Mund abließ und mich nur noch ihren Brüsten widmete…

Gierig beobachtete ich, während ich mich ihren Nippeln widmete, wie sie sich unter seinen Stößen krümmte, sich ihm entgegen bäumte und immer wieder ihr Becken hoch warf, um ihn noch tiefer in sich aufzunehmen… und dann kam.

Er ließ ihr kurz Zeit, zu fallen… holte sie aber gleich wieder zurück und jagte sie noch höher hinauf… spielte mit ihrer Lust… bis es irgendwann regelrecht aus ihr heraus lief… und ließ erst nach einer ganzen Weile von ihr ab, als sie nur noch schrie und stöhnte und haltlos zuckte…

Ich hielt sie im Arm, als es abklang… aber viel Zeit ließ er nicht zum Verschnaufen.

Kaum hatte er sich gesäubert, nickte er mir zu und deutete mir, mich hinzulegen, auf den Rücken.

Voller Vorfreude gehorchte ich. Gespannt, was dem Dirigenten dieses Spieles noch einfallen würde…

Und er dirigierte uns wirklich wie Puppen, ganz nach seiner Laune und seinen Vorstellungen.

Als ich auf dem Rücken lag und die Beine angezogen hatte – so wie er es sich vorstellte, legte er sich, etwas versetzt, neben mich. Bequem auf den Ellbogen gestützt, nickte er Heike ran, bis sie sich über mich schob, zwischen meine Schenkel.

Sie durfte mich streicheln. Liebkosen. Genüsslich schloss ich die Augen, nahm einfach an, nahm hin… froh, dass es nun mein Verlangen war, das gestillt werden sollte.

Ich veränderte etwas meine Position… bis ich ihn erreichen konnte… und ihn umfassen. Dann musste ich grinsen. Er war sicherlich NICHT unbeteiligt, das war mehr als deutlich!

Gedankenverloren begann ich, ihn zu reiben, zu liebkosen… und gab mich gleichzeitig Heikes Zärtlichkeiten hin.

Wie schön es war… dieses erste Mal mit einer Frau.

Ich fühlte ihre Finger, ihre Hände… ihren Atem, der über meine Scham und meinen Bauch streichelte… und dann ihre Lippen und ihre Zunge endlich da, wo ich sie die ganze Zeit über hatte fühlen wollen…

Kaum berührte sie mich das erste Mal so, war ich schon kurz davor, zu kommen. Und dann dauerte es tatsächlich gar nicht lange, bis ich das erste Mal tatsächlich kam. Mit einem Winseln krümmte ich mich und ergab mich zitternd dieser Erlösung… spürte wie durch einen Nebel ihr gieriges Stöhnen und die Zunge, mit der sie diese Erlösung aufleckte… und starb dann einfach…

Ganz sanft holte sie mich zurück… bis ich irgendwann den Kopf hob und wartete, bis sie mich anlächelte. Da packte ich sie einfach an ihrem Schopf, zog sie zu mir hoch und küsste ihr meinen eigenen Geschmack von den Lippen. Wie im Taumel stöhnte ich in ihren Mund hinein… hörte das gierige Echo. Verdammt, das war einer der geilsten Küsse, die ich jemals gegeben – und empfangen hatte. Schon wieder zitterte die Geilheit so tief in meinem Bauch, dass ich kaum denken konnte.

Ich ließ sie los.

Sie glitt an mir hinab, wieder zwischen meine Schenkel… und nahm ihre Liebkosungen erneut auf. Auch Bernd veränderte seine Position etwas, brachte sich Quer zu uns… und schob ihr dann seinerseits die Hand zwischen die Schenkel. Er drückte sie hoch, bis sie auf Knien über mir kauerte… und dann ließ er seine Finger wieder in sie gleiten.

Immer wieder winselte sie in meine Fotze hinein… ich merkte es an ihrer Zunge, wie er sie erregte, immer höher trieb… und überließ mich ihr einfach. Genoss hemmungslos das Ergebnis seines Tuns… denn je höher er sie trieb, um so hektischer und gieriger wurde ich von ihr geleckt… und das war so geil, dass ich es einfach kommen und kommen ließ, wann immer es kommen wollte. Ich hielt nichts mehr zurück…

Einmal kam ich sogar, nur weil sie kam. Ich schaute sie an, als sie den Kopf hob… sie hatte mich kurz vor einen Orgasmus geleckt… ihr Gesicht war verzerrt, ihre Augen geschlossen… ihre Haut glänzte von meinem Schleim… und dann winselte und stöhnte sie, als es ihr selber kam. Er hatte sich tief in sie vergraben, ließ sie regelrecht auf seinen Fingern reiten… dirigierte sie mit seiner Hand, wie es ihm gerade gefiel… und dieser Anblick war so geil, dass ich kam, ohne überhaupt noch mal berührt worden zu sein.

Dann hatte sie erst einmal genug. Sie sank zurück und seufzte leise, als er die Hand aus ihr zurückzog. Lächelte mich müde und irgendwie vergeistigt an. Ich erwiderte das Lächeln… und schob mich dann neben Bernd, sie mit mir ziehend, bis wir ihn zwischen uns hatten.

Ihm die Hose herunter zu ziehen, war in diesem Augenblick etwas ganz selbstverständliches. Ihn mit ihr zu teilen… auch. Sie verstand sofort, streichelte ihn, während ich begann, ihn zu küssen… ihm ins Ohr zu flüstern, wie sehr ich ihn liebte… und dann glitt ich etwas an ihm herunter, begann mit der Zungenspitze seinen Nippel zu liebkosen und daran zu saugen.

Sein Stöhnen sagte mir sofort, wie sehr er das genoss. Und es war auch schnell zu sehen, dass ihn das erregte.

Ein kleiner Blick, dann widmete sich die Maus dem anderen Nippel… während ich mich auch immer wieder tiefer küsste und seine Männlichkeit in den Mund nahm, an ihm saugte und ihn verwöhnte… und dann wieder an seiner Brustwarze knabberte.

Wie immer war es auch für mich unglaublich erregend zu sehen, wie er sich unter diesen Liebkosungen aufgeilte und sich vor Lust wand… und irgendwann schob ich sie mit einem Griff im Nacken tiefer, zu seinem Schwanz. Ich ließ sie ihn verwöhnen und küsste ihn, rieb seine Nippel mit den Fingern und zog daran… versuchte ihm das an Lust zu schenken, was ich vorhin erlebt hatte…

Dann zog er Heike an den Haaren hoch, weg von seinem Steifen… wieder über seine Nippel. Und während ich ihn wieder blies und an ihm saugte, als wolle ich ihn verschlucken, widmete er sich ihren Brüsten und Nippeln.

Ich musste nicht hinsehen. Ich wusste, dass er sich in seiner Geilheit an ihren Brustwarzen verging… wie er sie mit den Fingern quetschte und daran zog, als wolle er sie ausreißen.

In solchen Momenten war er überhaupt nicht zimperlich… im Gegenteil. Da kam der pure Sado durch.

Sie winselte vor Schmerz… immer wieder… ich sah kurz hoch. Ihr Mund war von diesem Schmerz verzogen – sie bebte regelrecht in seiner Hand vom Scheitel bis zu den Brustwarzen… aber diese Laute spornten ihn nur an…

Wieder nahm ich ihn tief in den Mund… saugte und liebkoste… im Ohr immer ihre Schmerzlaute und sein geiles Stöhnen… bis es ihm kam. Nun war er es, der stöhnte und bebte… und ich saugte, bis das letzte Tröpfchen vergossen war…

Dann schob ich mich hoch… griff in ihre schwarze Mähne und zog sie über ihn, zu mir her…

Ich hatte nichts geschluckt, alles im Mund behalten… und küsste sie nun erneut… in einem besonders intimen, teilenden Kuss. Ich schenkte ihr auch diesen Teil… wie ein Geschenk gab ich ihr seine Sahne aus meinem Mund… küsste und koste, bis wir uns irgendwann trennten und tief in die Augen schauten. Seltsam atemlos.

Für mich fühlte sich dieser seltsame Moment, wo wir uns so anschauten, intimer an als alles andere zuvor zwischen uns… und dieser Moment dauerte, bis Bernd brummte, er wäre auch noch da.

Da fanden wir ins Hier und Jetzt zurück, lächelten uns noch einmal an… und schmiegten uns dann in seine Arme – jede an eine seiner Seiten. Genossen seine Umarmung und ließen es lächelnd ausklingen. Noch immer all diese Gefühle, und jedes Quentchen Lust, in uns nachklingend.

Ich hätte noch stundenlang so liegen können.

Aber das war mir leider nicht vergönnt. Plötzlich schüttelte Bernd uns ab und kletterte aus dem Bett. Die Sucht rief…

Heike sprang regelrecht hinterher… und dann lag ich allein im Bett, während sich die beiden Raucher im Wintergarten eine anzündeten und dabei stöhnten, als hätten sie Tage der Enthaltsamkeit hinter sich.

Ich fühlte mich etwas... abrupt verlassen in diesem Moment. Aber ich lächelte.

Lady, sagte ich still zu mir selber… das wirst ihr noch abgewöhnen. Das nächste Mal bleibt sie im Bett, bis du es ihr erlaubst, dass sie aufsteht…und wenn du sie festbinden musst dazu!

Zumindest… wenn du es das nächste Mal schaffst, einen kühlen Kopf zu bewahren, Lady – und nicht nur mit der Fotze zu denken!

Mit einem Grinsen stand ich dann ebenfalls auf. Holte mir etwas zu trinken. Und gesellte mich dann zu den beiden in den Wintergarten. Schnurrte fast, als Bernd mich in den Arm zog und mich auf die Schläfe küsste. Und schaute Heike lächelnd an.

Das war es also gewesen. Das erste Mal mit einer Frau. Und dann… mit einer Frau wie dieser, die mir auch noch das Gefühl gab, als hätte ich mich die ganze Zeit, mein ganzes Leben, nur für sie aufgespart.

Ich war in jenem Augenblick einfach nur froh, dass sie diejenige war, mit der ich dieses besondere erste Mal teilen durfte – und konnte. Und auch einfach nur glücklich, dass Bernd mir dies mit seiner „Schützenhilfe“ auch ermöglicht hatte. Wer weiß, wie dämlich ich mich sonst dabei angestellt hätte…

Die Lady… ja, die war etwas unzufrieden mit sich. War sie mir doch wieder einfach flöten gegangen, hatte sich im Ansturm der Gefühle und der Lust einfach in Luft aufgelöst. Aber was konnte ich dafür, dass mich ihr Anblick wie ein Blitzschlag getroffen hatte, so dass sich jedes Verlangen nach SM und Dominanz einfach… verflüchtigt hatte – bis nur mehr die Gier und das Verlangen nach ihr geblieben war… so war es halt. Und so… war es auch richtig gewesen!

Die Lady konnte man das nächste Mal wieder ins Spiel bringen. Vielleicht hatte sie sich dann besser im Griff und wurde nicht so von ihrer eigenen Geilheit dominiert…

Aber trotzdem, auch ohne Lady - es war so schön gewesen. So unglaublich schön… und es klang immer noch nach.

Und es war erst der Anfang. Es war noch nicht vorbei.

Nicht einmal für diese Nacht…

Autorin Lady Silva (jugendfreie Geschichten der Autorin)


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