Was ist wohl Subs (und wer mag auch Doms) wichtigste Eigenschaft (ja, nur jeweils eine)? Frage die sich auf den Blogbeitrag: Die wichtigste Subeigenschaft bezieht.
gentledom
Ich bleibe dabei und wähle die Selbstkenntnis, also das Wissen über die eigenen Fähigkeiten, Wünsche und Grenzen. Wahrscheinlich bin ich mit dieser Ansicht aber sehr allein und Neugier, Hingabe oder Ehrlichkeit werden hier weitaus mehr Befürworter finden. Ich bin gespannt.
Elya
Ich bin tatsächlich eher auf deiner Seite. Als Sub oder Sklavin sollte man definitiv wissen, was man möchte und wie weit man gehen kann. Problematisch sehe ich den Begriff Selbstkenntnis aber eher bei Neulingen. Aufgrund von fehlendem Wissen, können viele sich selbst nicht richtig einschätzen.
Was Neugier und Ehrlichkeit angeht, setze ich das einfach mal als Teil einer jeden Person voraus, die sich mit BDSM oder DS beschäftigt. Auf Subs generell würde ich das nicht herunterbrechen.
So viel aber nur zu meiner bescheidenen Meinung als TPE Sklavin
newbarbie
Grenzen muss man austesten....das geht sicherlich gut mit Neugier......
Ehrlichkeit setze ich auch voraus
Parvulus.Cattus
Meiner Meinung nach, ist Empathie die wichtigste Eigenschaft. Es ist einfach wichtig erkennen zu können, wann was angebracht ist. Natürlich hilft da auch viel Kommunikation, aber fragt Dom ständig nach ob xy gerade in Ordnung ist? Vermutlich nicht.
Empathie ist für mich essentiell um Vertrauen zu können und Spaß zu haben.
GentlemanDom Uwe
Ich würde sagen Empathie und Aufmerksamkeit ergibt ein ziemlich gutes Hinsehen.
So lernt man den anderen kennen und wächst zusammen.
Täubchen
Für mich ist die wichtigste Eigenschaft im BDSM Verletzlichkeit, also der Mut, sich echt zu zeigen.
Ich stehe auf SM, liebe das Spiel mit Intensität, Schmerz, Lust und Kontrolle. Aber all das berührt mich nur dann wirklich, wenn es mit Echtheit verbunden ist. Wenn ich spüren darf, dass ich nicht nur eine Rolle spiele und dass mein Gegenüber das auch nicht tut.
Verletzlichkeit heißt für mich: Ich darf stark sein und mich trotzdem zeigen, wenn ich unsicher bin. Ich darf Grenzen haben, Wünsche äußern, mich fallen lassen – ohne Angst, bewertet zu werden.
Und genauso wünsche ich mir das auch von der anderen Seite: Präsenz, Ehrlichkeit, echtes Wahrnehmen.
Für mich geht es nicht um perfekte Technik oder Machtgehabe sondern um Verbindung. Ohne die bleibt SM nur Hülle. Mit ihr wird es tief, intensiv und manchmal sogar heilend.
Hafervogel007
Die Bereitschaft. Ganz klar, eine Sub, und auch Dom, muss wollen. Nicht nur den Konsent geben sondern auch intrensisch Grenzen erweitern wollen, neues ausprobieren, fallen lassen und reingehen
Felibu
Ich bin nah an # 0, aber nicht Deckungsgleich.
Für mich ist es die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung / - bewertung.
Es geht doch in fast allen Situationen darum, etwas Erlebtes und die daraus resultierenden körperlichen und mentalen Reaktionen zu erfassen und in eine gewisse Wertung zu bringen um sich in einem ausgeglichenen Spielbereich zu bewegen, bis an die Grenzen heran.
Natürlich kann hier Erfahrung hilfreich sein, aber auch für unerfahrene Partner mit guter Beobachtungsgabe oder Fähigkeiten im Bezug auf das Auswerten von Situationen auf verschiedenen Ebenen gelingt hier vieles spielerisch. Und auch Intuition oder Kentnisse bestimmter Eigenschaften sind nützlich.
Wollen und Fallen lassen wird ohne die konkrete Einschätzung einer Grenze nicht zum Erfolg führen.
Kenntnis des eigenen Ziels ist sicher eine gute Grundlage, doch durch die Selbstbeobachtung erkenne ich auch, wenn sich dieses Ziel im Spiel verlagert. Das ist daher umfassender.
Wie oft fange ich bei A an und dann entrollt sich die Situation auf ganz wunderbare Weise und biegt von der Ursprungsidee ab.
AndersimNorden
Finde ich schwierig, die EINE wichtige Eigenschaft zu bestimmen. Am Ende sind es doch mehrere die mir persönlich wichtig sind und dann sind wir bei dem Thema "Ich backe mir den Wunschpartner den es sowieso nicht gibt". Das Gegenteilige ist mir mittlerweile wichtiger, was kann ich beim Gegenüber nicht ertragen bzw will ich mir nicht antun, die Liste an "Red Flags" ist im Laufe der Zeit durch die Erfahrungen ins Unermessliche gewachsen. Zwar habe ich immer und versuche es auch weiterhin, jemanden auf mich wirken zu lassen und denjenigen wirklich kennenzulernen, also nicht das Äußerliche sondern den Geist, aber auch hier trifft man wie beim Äußerlichen oftmals auf Oberflächlichkeiten ohne Substanz oder eben Eigenschaften mit denen man sich nicht rumschlagen will. Am Ende wünscht man sich die Naivität und Unwissenheit zurück, denn Erfahrung hat einen hohen Preis der sich Ansprüche nennt und man wählerischer wird. was zu einem Teufelskreis führt... am Abgrund dessen findet man heraus das wir alle nur Menschen sind mit jeweils guten & schlechten Eigenschaften und es endet damit, stimmt die Chemie untereinander oder nicht, auch wenn es nur zeitweise ist und das wird nicht durch die guten & positiven Eigenschaften bestimmt, sondern dadurch ob man mit den schlechten & negativen Eigenschaften des anderen zurechtkommt. Denn die guten Eigenschaften können niemals die Schlechten überwiegen...
SMileBerlin
Ich finde das auch sehr schwierig, da jede(r) es anders für sich definiert. Ich blicke auf über 20 Jahre in der Szene und mit das erste, was ich lernte war: es gibt nicht den "richtigen" SM. Jede(r) hat seine Vorstellung und die Kunst ist es, den oder die eine(n) zu finden der diese Auffassung teilt und zusammen damit und daran zu wachsen, zu lernen und sich weiter zu entwickeln.
Das individuelle Bild des eigenen SM beinhaltet ja auch die dazu passenden Definitionen von Dom und Sub. Beispiel: DIE richtige Sub für mich vor 20 Jahren: bitte nix mit AUA ich kann das nicht aber Seilaffin, ich fessle doch so gerne. Heute 20 Jahre später bitte nicht dev, das langweilt mich. gerne aber Bratty und ordentlich Maso, meine Bullwhip staubt sonst ein - Seilaffin ist aber auch nach wie vor wichtig ;)
MidnightBlue
Ich finde, dass eine Sub neugierig auf das eigene Erleben von Schmerz und Unterwerfung sein sollte, sowie willentlich die Selbstbestimmtheit abzugeben und sich fallen lassen zu wollen.
Am Dom finge ich ganz wichtig und viel zu selten hervorgehoben, die Bereitschaft Verantwortung für sub zu übernehmen und Fürsorge zu übernehmen. Nur mit dieses Fähigkeit kann m.E. ein entspanntes und intimes Spiel innerhalb der festgelegten Grenzen erfolgen. Und Sub ist meiner Erfahrung nach so auch eher bereit tiefer ins Spiel einzutauchen.
HerrM
Ich finde es sehr wichtig das Sub erstmal den Mut hat die Fantasien auszuleben und sich nicht dafür zu schämen braucht dass man so ist oder solche Fantasien hat. Und da auch offen drüber reden kann mit dem Dom. Ich habe oft gemerkt wie schwer es vielen fällt offen zu sagen was sie für Fantasien haben oder was ihnen gefällt usw. weil sie sich dafür schämen oder eben so erzogen wurden dass so etwas nicht sein darf etc.
DevGesucht
Die wichtigste Eigenschaft einer Sub ist selbstverständlich
und mit 100%iger Gewissheit: Sie muss devot sein
Nur dann ist sie überhaupt eine Sub
Alle anderen Eigenschaften sind von untergeordneter Bedeutung
Fisch09
"Devot sein" ist für mich keine Eigenschaft von einer Sub, sondern die Definition. So aber wähle ich "Reflexionsfähigkeit".
Für Doms genauso.
Denn nur mit der Fähigkeit, Situationen und mich selbst reflektieren zu können, kann ich aus Situationen lernen und mich weiterentwicklen, mich überhaupt erst selber kennenlernen.
DevGesucht
Hinweis an Fisch09 : Du selbst beschreibst dich in deinem eigenen Text wie folgt :
"kurz und knapp:
-asexuell, kein Sex!
-ich bin devot
-ich suche d/s "
Frage an dich :
Wenn du devot nicht als wichtigste Eigenschaft siehst, warum verwendest du ihn dann selbst in deiner eigenen Selbstbeschreibung "kurz und knapp" ??????????
Kleiner Als Drei :)
Fisch 09 meinte doch, dass devot sein die Definition von einer Sub ist und es deshalb nicht nochmal als wichtige Eigenschaft genannt werden muss. Das ist wie, wenn du Fragen würdest: „Was ist die wichtigste Eigenschaft einer Frau?“ und du antwortest darauf: „Sie muss eine Frau sein.“ Also, das ist ja nichts, was sie als Person ausmacht, wie z.B. „Sie muss emphatisch sein etc.“
AndersimNorden
Als ob devot eine Charaktereigenschaft ist... es ist ein Verhalten und das muss Sub NICHT jedem dahergelaufenem entgegenbringen.
Blumenfee
Ein Dom sollte Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein besitzen...eine Sub sollte ihre Grenzen kommunizieren können und ein gutes Selbstwertgefühl haben.?
Herbstblüte
Ich wäre da resultierend aus der Selbsterkenntnis von Gentledom, bei der Eigenverantwortung.
GreenBlueEyes
Ja, ich bin da definitiv bei gentledom…
Selbsterkenntnis
Nur wenn man sich selber gut kennt bzw. reflektieren kann, hat meiner Meinung nach auch eine gute Menschenkenntnis bzw. eher die Gabe auch andere gut einordnen zu können, was genau so wichtig ist, vorallem im BDSM